So lebt der Akku länger

Smartphone: Akku richtig laden und Akku schonen

An den Akku denkt man beim Gebrauch seiner Geräte oft nicht. Aber wenn die Akkuleistung mies ist oder immer schlechter wird, ist der Ärger groß. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, um den Akku zu pflegen, Strom zu sparen und die Leistung zu verbessern.

Mobil surfen© Kurhan / Fotolia.com

Was für Akkus gibt es?

Die Akkus, die wir in unseren Handys und Notebooks haben, sind in der Regel Lithium-Ionen-Akkus, kurz Li-Ion. In manchen alten Handys und Schnurlostelefonen sind aber auch Nickel-Cadium-Akkus, die man nur wieder aufladen sollte, wenn sie komplett leer waren. Die beliebten Lithium-Akkus haben eine hohe Kapazität, sind schnell aufgeladen und sind nahezu wartungsfrei. Allerdings altern die teuren Lithium-Ionen schneller als andere Akkus. Nach zwei bis drei Jahren hat der Akku die Hälfte seiner Kapazität verloren. Das Altern kann man nicht vermeiden, aber man kann es durch gute Pflege verbessern.

Wie kann ich die Akkulaufzeit verlängern?

Die Akkulaufzeit kann man verlängern, indem man die Kapazität des Akkus voll ausschöpft. Man sollte dabei unnötiges Aufladen vermeiden, denn jeder Ladevorgang verkürzt die Lebensdauer des Akkus. Zudem sollten Temperaturen über 30 Grad und unter -10 Grad vermieden werden. Wenn Sie mehrere Tage am Stromnetz arbeiten, dann sollten Sie den Akku aus dem Notebook nehmen, damit er nicht überhitzt.

Der sachgemäße Umgang mit dem Akku

Neben einer hohen Betriebstemperatur ist ständiges Auf- und Entladen Gift für den Akku. Durch den unsachgemäßen Umgang mit dem Akku kann er bei schlechter Pflege manchmal nur ein halbes Jahr lang halten. Handys können auch schnell erhitzen. Wenn man sie in der Sonne oder in der Nähe eines Heizkörpers liegen lässt, kann der Akku überhitzen. In diesen Situationen ist es dann auch egal, ob das Gerät eingeschaltet ist oder nicht. Hersteller wissen das und geben dem Akku deshalb im Regelfall nur sechs bis zwölf Monate Garantie. Der Nutzer sollte also darauf achten, dass der Akku gut behandelt wird und man lange etwas davon hat.

Die Standby-Zeiten verbessern

Beim Handy ist die Standby-Zeit von einigen Faktoren abhängig. Die Standby-Zeit sinkt, wenn das Handy sich immer wieder ein Netz suchen muss. Das macht das Gerät eigenständig, wenn man sich zwischen zwei Sendestationen befindet. Das Handy sollte beim Laden eingeschaltet bleiben und man sollte auf die Anzeige achten. Beim Notebook ist es in der Regel besser, es ganz auszuschalten, anstatt es längere Zeit in den Standby-Modus fallen zu lassen.

Den Stromverbrauch senken

Unnötiges Tastendrücken sollte man beim Handy vermeiden. Jedes Drücken holt das Gerät aus seinem Sleep-Modus. Dem Handy wird es erschwert, ein Netz zu finden, wenn es in einer Tasche oder in der Nähe des Computers liegt. Der beste Platz für ein Handy ist hinter einem Außenfenster. Den Stromverbrauch beim Laptop kann man senken, wenn man Geräte wie eine USB-Maus oder ähnliches vom Laptop entfernt. CDs und DVDs oder auch Speicherkarten sollten aus dem Gerät genommen werden, sobald sie nicht mehr gebraucht werden. Damit verhindert man, dass Windows weiterhin auf diese Medien zugreift und unnötig Akku-Leistung vergeudet. Man sollte Handy und Notebook allerdings nicht zu oft an- und ausschalten, denn beim Hochfahren wird ordentlich Strom verbraucht.

Akkulaufzeit verlängern beim Smartphone

Moderne Smartphones haben dank ihrer vielfältigen Funktionen meist keine allzu lange Akkulaufzeit. Wer mit dem Handy im Internet surft, grafisch aufwändige Spiele spielt, Videos anschaut oder Musik streamt, verbraucht viel mehr Strom als mit dem Uralt-Handy. So müssen viele Nutzer ihr Smartphone täglich aufladen, auch wenn die Hersteller mittlerweile erkannt haben, dass immer leistungsfähigere Geräte auch immer mehr Akkukapazität und Energiesparmaßnahmen erfordern.

Nicht benötigte Funktionen ausschalten

Möchte man, dass der Smartphone-Akku länger hält, sollte man als erstes alle Dienste, die man momentan nicht nutzt, deaktivieren. GPS beispielsweise sollte man nur aktivieren, wenn man navigieren möchte, WLAN nur, wenn man eine Verbindung herstellen möchte. Manche Apps sind ebenfalls wahre Stromfresser und man sollte schauen, dass man sie nach der Nutzung richtig beendet. Ein Taskmanager hilft, laufende Programme auf einen Blick zu überprüfen und gegebenenfalls zu beenden. Automatische Synchronisierungen lassen sich ebenfalls abschalten.

Viel Strom zieht auch das Display - die Helligkeit kann man über das Menü regeln und herunterfahren, Zeit bis zum Einschalten des Ruhezustandes verkürzen. Ständig aktive Widgets auf dem Startbildschirm oder ein animiertes Hintergrundbild zehren ebenfalls an der Batterie. Wenn man hier "ausmistet", kann sich das auch positiv auf die Akkulaufzeit auswirken.

Zwischen- und Endlagerung des Akkus

Akkus sollten nie der prallen Sonne ausgesetzt sein. Manche Akkus können dadurch nur noch die halbe Leistung bringen. Wenn man einen Akku längere Zeit nicht mehr braucht, dann sollte man ihn kühl und trocken lagern, aber keinesfalls im Kühlschrank. Bei einer Zwischenlagerung sollte er am besten halb voll geladen sein. Bevor der Akku nach längerem Gebrauch wieder eingesetzt wird, sollte er einmal komplett aufgeladen werden. Wenn einmal ein Akku weggeworfen werden muss, dann kommt er in einen Sammelbehälter und nicht in den Hausmüll.

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