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Smart Home: Die besten Tipps zum Energiesparen

Das smarte Zuhause gilt als sehr bequem und komfortabel – doch auch Energiesparen ist damit spielend einfach. Dazu benötigt man noch nicht mal ein Rundum-System. Wir zeigen, wie Energiesparen im Smart Home ganz einfach wird.

Smart Home Steuerung© Syda Productions / Fotolia.com

Smart-Home-Systeme halten Einzug in unser Leben. Egal ob in Teilbereichen oder gleich in der ganzen Wohnung: Mit einem Smart Home lässt sich unter anderem einiges an Strom sparen. Wir stellen Bereiche im Alltag vor, wo sich der Einsatz von intelligenter Heimsoftware und -Hardware besonders lohnt.

Heizenergie sparen durch gezielte Steuerung

Sehr viel Energie wird in deutschen Haushalten für das Heizen verwendet. Besonders hier ist daher eine gezielte Steuerung über Smart-Home-Module sinnvoll. Richtig eingerichtet lassen sich über diese bis zu 30 Prozent Energie einsparen. Keine Angst, man braucht nicht zwangsweise teure Smart Home-Systeme, die das gesamte Haus miteinander vernetzen, schon elektronische Heizregler tun hier ihren Dienst. Über diese lassen sich die einzelnen Räume je nach Uhrzeit unterschiedlich beheizen. So ist das Bad beispielsweise von 7-8 Uhr warm, während das Wohnzimmer noch kalt bleibt und die Heizung dort erst in den Abendstunden anspringt.

Je individueller und dem eigenen Tagesplan entsprechender die Heizkörper programmiert werden, desto mehr Heizenergie lässt sich einsparen. Generell gilt jedoch, dass besonders im Winter Heizungen nie komplett ausgeschaltet, sondern die Temperatur nur abgesenkt werden sollte. Bei großen Temperaturunterschieden wird mehr Heizenergie benötigt, um die Wunschtemperatur wieder zu erreichen.

Fenster auf, Heizung aus: So läufts im Smart Home

Lüften ist auch im Winter wichtig, um ein gutes Raumklima zu erhalten. Doch auch richtig lüften will gelernt sein. Gekippte Fenster, die einen ständigen Wärmestrom von innen nach außen ermöglichen, sollten tabu sein. Stoßlüften mit allen verfügbaren Außenöffnungen ist besser. Damit während des Lüftens nicht die Heizungen bollern, sollten diese ausgeschaltet werden. Im Smart Home muss man sich nicht darum kümmern: Elektronische Tür- und Fenstersensoren melden, wenn etwas geöffnet wird und regeln automatisch die Heizung runter – eine entsprechende Vernetzung vorausgesetzt. Gleichzeitig lassen sich solche Sensoren natürlich auch als Einbruchschutz und Kontrolleinheit aus der Ferne nutzen.

Smart Home koppelt Haushaltsgeräte und Solaranlage

Wer eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat, sollte stromintensive Geräte wie etwa die Waschmaschine, den Trockner, die Spülmaschine oder den Warmwasserspeicher möglichst dann betreiben, wenn günstiger Sonnenstrom zur Verfügung steht. In Zukunft wird sich auch die Betankung von Fahrrad, Roller und Auto mit eigenem Solarstrom anbieten. Auch Stromspeicher, die beispielsweise auf dem Dachboden untergebracht werden können, werden günstiger und bieten die Möglichkeit, Energie für später zu speichern. Im Smart Home lassen sich Haushaltsgeräte mit den Solarkollektoren auf dem Dach vernetzen, sodass sie – in einem vom Bewohner vorgegebenen Zeitraum – immer dann zugeschaltet werden, wenn von oben genug Energie kommt. Strom wird nur dann vom Energieversorger abgenommen, wenn die eigenen Energiereserven erschöpft sind.

Vom alten Stromzähler zum Smart Meter

Im Smart Home sind auch die Stromzähler smart. Laut eines Bundestagsbeschlusses sollen bis 2032 alle mechanischen Stromzähler durch sogenannte Smart Meter ersetzt werden. Diese zeichnen den Stromverbrauch zusammen mit der Zeit auf und machen eine exakte Darstellung des Stromverbrauches möglich. So lässt sich über Smartphone, Tablet oder PC der Energieverbrauch im Auge behalten und Stromfresser ausfindig machen. Smart Meter werden bereits jetzt schon von einigen Stromanbietern vertrieben. Wer noch einen mechanischen Zähler im Keller hängen hat und diesen vorerst nicht austauschen lassen möchte, kann von einem intelligenten Auslesegerät Gebrauch machen. Dieses liest den mechanischen Zähler aus und wandelt die Daten digital um, sodass sie wie beim Smart Meter auf ein anderes Endgerät übertragen werden können.

Nie wieder Licht ausschalten vergessen

Energie sparen lässt sich außerdem über die Beleuchtungssteuerung. Diese ist im Smart Home sehr vielseitig gestaltbar. Ohne ein gesamtvernetztes Haus bietet es sich beispielsweise an, auf Bewegungs- oder Präsentmelder zu setzen. So vergisst man nie wieder, den Lichtschalter beim Verlassen des Zimmers zu betätigen.

Bewegungsmelder bieten sich besonders in Durchgangszimmern, Fluren und Außenbereich an. Wird eine Bewegung festgestellt, wird das Licht für eine bestimmte Zeit angeschaltet und geht anschließend selbstständig wieder aus. Wer Tiere wie Hunde oder Katzen in der Wohnung oder auf dem Grundstück hat, sollte darauf achten, dass die Sensoren nur auf größere Tiere, sprich den Menschen, anspringen. Präsenzmelder hingegen funktionieren auch, wenn man sich nur sehr wenig bewegt und eignen sich beispielsweise für Bad oder Wohnzimmer.

Unterm Strich sollte das Licht natürlich nur dann angeschaltet werden, wenn die Zimmer zu dunkel sind. Dazu kommt ein Dämmerungsschalter zum Einsatz, der genau dies meldet.

Intelligente Beleuchtungssteuerung im Smart Home

Wer ein Smart-Home-System installiert hat, kann seine Beleuchtung noch gezielter ansteuern. So lassen sich beispielsweise verschiedene Modi festlegen: Beim Essen wird der Tisch hell erleuchtet, andere Lampen ausgeschaltet oder gedimmt. Geht es dann rüber auf die Couch, wird die TV-Hintergrundbeleuchtung eingeschaltet, der Essensbereich abgedunkelt. Das setzt natürlich eine Vernetzung des gesamten Beleuchtungsapparates im Haus voraus, kann aber einiges an Energie sparen und erhöht den Wohnkomfort deutlich.

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