Einfach Telefonieren

Seniorenhandy mit Stil: Das Emporia Elegance im Test

Ein einfach zu handhabendes und obendrein noch schickes Mobiltelefon für die Generation 50+, verspricht der Hersteller. Wir haben uns das Emporia Elegance einmal angeschaut und sagen, ob das Seniorenhandy hält, was es verspricht.

Emporia Elegance

Linden (red) – Die mobile Erreichbarkeit ist auch für immer mehr Menschen der Generation 50+ wichtig. Schaut man sich moderne Handys an, sind diese jedoch oftmals mit Funktionen überfrachtet - Radio, Kamera, Internet, GPS, Musikspieler, und, und, und. Unter der Fülle an Anwendungen leidet oftmals die Bedienung. Einige Hersteller wie Emporia haben sich daher auf Seniorenhandys spezialisiert, die mit einer einfachen Bedienung glänzen. Mit dem neuen Emporia Elegance will der Hersteller nun eine Brücke zwischen einfacher Funktionalität und ansprechendem Design spannen. Wir haben uns angeschaut, in wie weit das auf dem Seniorenhandy tatsächlich gelungen ist!

Der erste Eindruck vom Emporia Elegance

Das Emporia Elegance kommt in einer ansprechenden weißen Verpackung. Öffnet man diese erblickt man Handy und Handbuch in einer roten Schale, darunter finden sich Netzstecker und Akku. Das Handbuch ist übersichtlich gestaltet und mit vielen Bildern untermalt, so dass es auch für wenig mit Technik vertrauten Personen leicht verständlich ist. Die große Schrift ist gut lesbar. Praktisch: Die Umschlagseite lässt sich ausklappen, so dass man die Legende immer offen vor sich hat ohne zurückblättern zu müssen.

Das Handy wirkt seinem Namen entsprechend sehr elegant. Etwas oberhalb der Mitte zieht sich ein gebürstetes Edelstahlband um das Gehäuse aus schwarzem Kunststoff. Die sehr großen Tasten haben alle einen deutlich spürbaren Druckpunkt und ihre Beschriftung ist ebenfalls groß und deutlich. Die gebogene Rückseite liegt gut in der Hand und ist, bis auf das erwähnte Stahlband, glänzend schwarz. Trotzdem fallen Fingerabdrücke auf der Rückseite weniger auf als auf manch anderem Handy.

Spezielle Tasten für Wecker und Lautstärke

Unten am Gehäuse befinden sich die Anschlüsse für das Netzgerät und die separat erhältliche Ladestation, oben ein LED für die Taschenlampenfunktion, die auch bei ausgeschaltetem Handy funktioniert. Auf den Seiten finden sich jeweils vier Funktionstasten; links eine zum Stumm schalten, zwei für die Lautstärkeregelung und eine für die Tastensperre, auf der rechten Seite für die Taschenlampe, SMS, Menü und den Wecker.

100 Einträge passen in das Telefonbuch, die fünf wichtigsten davon lassen sich in den "Top 5" zusammenfassen, die dann am Anfang des Telefonbuch stehen beziehungsweise über die Direktwahl zugänglich sind. Die Telefonbucheinträge lassen sich über SMS, zum Beispiel durch Familienmitglieder, fernwarten. Polyphone Klingeltöne und ein extra starker Vibrationsalarm weisen auf einkommende Anrufe hin. Der Lautsprecher des Handy ist hörgerätetauglich und es gibt eine Freisprechfunktion. Ein Wecker mit Schlummerfunktion, ein einfacher Taschenrechner und eine Erinnerungsfunktion für Geburtstage runden das Funktionsportfolio ab.

Inbetriebnahme klappt anstandslos

Emporia verspricht, dass das Elegance einfach zu bedienen sei und keine Anleitung notwendig wäre. Wir nahmen den Hersteller beim Wort und legten das Handy einer Seniorin in die Hände. Die Inbetriebnahme des Telefons gelang ohne große Probleme: Nimmt man den Akkudeckel auf der Rückseite ab, sieht man sofort den Sim-Schacht. Eine Aussparung am Sim-Schacht macht deutlich, wie rum die Handy-Karte einzulegen ist. Die Sim-Halterung kann nicht heraus geklappt werden, weshalb man für das Einlegen der Handy-Karte etwas Fingerfertigkeit benötigt. Da dies aber keine alltägliche Tätigkeit bei einem Handy ist, sollte das kein Problem darstellen.

Die ersten Schritte nach dem Einschalten des Gerätes sind in den Bildschirmmenüs ausreichend erklärt. In der Werkseinstellung quittiert das Elegance jeden Tastendruck akustisch, was sich bei Bedarf aber deaktivieren lässt. Beim eingehenden Anruf meldet sich das Handy zunächst mit einem Klingelton, der schnell lauter wird. Wirklich laut. Zusätzlich machen die blickende Taschenlampe und die blickende OK-Taste auf den Anruf aufmerksam. Zuletzt fängt das Handy noch an zu vibrieren - zunächst normal, dann sehr stark.

Lautsprecher mit guter Klangqualität

Ist ein Gespräch aufgebaut, hat man die Möglichkeit über das Menu die Freisprechfunktion zu aktivieren, über das gleiche Menu kann man auch wieder den normalen Betrieb wechseln. Mit den Lautstärketasten an der linken Seite lässt sich das Gespräch lauter stellen. Die Tonqualität ist in beiden Modi gut, der Gesprächspartner laut und deutlich zu verstehen.

Mit der Lautlos/Schlafen-Taste auf der Seite lässt sich das Handy in den entsprechenden Modus schalten. Im Menü lässt sich festlegen, nach wie viel Stunden das Handy wieder zu klingeln anfängt. Bei eingehenden Anrufen sind hier sowohl der Klingelton als auch der Vibrationsalarm deaktiviert, nur noch das blinken weist auf einen angehenden Anruf hin.

Kein Wörterbuch als Schreibhilfe

Alle Anrufe (ein- und ausgehende) lassen sich einfach in das Telefonbuch eintragen, bei neuen Nummern wird das Speichern auch sofort nach dem Anruf angeboten. Beim Eintragen der Namen und beim Schreiben von SMS öffnet sich am oberen Bildschirmrand eine Leiste, die für die gerade gedrückte Taste verfügbaren Zeichen anzeigt. Solange diese eingeblendet ist, ist der Zeichenzähler verdeckt. Leider verfügt das Emporia Eelgance nicht über ein Wörterbuch, so dass das beim Tippen keine Wörter vorschlagen werden.

Die einstellbare Schriftgröße auf dem Display kommt auch Benutzern mit schlechten Augen ebenso entgegen wie der ebenfalls veränderbare Kontrast des Bildschirms. Der Bildschirm ist sowohl bei ungünstigen Lichtverhältnissen als auch von der Seite gut erkennbar, man muss sich also nicht verbiegen um lesen zu können wer gerade anruft.

Fazit: Gefällig und leicht in der Bedienung

Das Emporia Elegance überzeugt mit einem ansprechenden Design und einer grundsätzlich einfachen Bedienung. Große Tasten, gut erkennbares Display und ausreichende Lautstärkereserven kommen Menschen mit eingeschränkter Motorik, Seh- und/oder Hörschwäche entgegen. Die direkt zugängliche Weckfunktion und die Taschenlampe sind nützliche Zugaben, die auch unserer Testerin gut gefielen. Während die Tasten auf der Frontseite ausnahmslos gut zu bedienen sind, erfordern die Tasten auf den beiden Seiten jedoch schon mehr Feinmotorik. Und auch wenn die Menüführungen für die Einstellungen und SMS noch relativ einfach gehalten sind, dürften einige mit diesem Bereich überfordert sein. Speziell bei den Grundeinstellungen ist dies aber weniger problematisch, da man sich dazu sicherlich Hilfe holen kann. Emporia wird dem Anspruch, dass eine Bedienungsanleitung durch die selbsterklärende Anwendung überflüssig ist, weitgehend gerecht.

Das Emporia Elegance ist bei der Deutschen Telekom (www.telekom.de) für 149,95 Euro ohne Vertrag zu haben. Der Straßenpreis liegt derzeit etwa bei 125 bis 130 Euro.

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