Online-Speicher

Sechs Cloud-Dienste im Vergleich

Cloud-Dienste können, wenn es im die Datensynchronisation geht, besonders praktisch und nützlich sein. Doch wo liegen die Unterschiede in Sachen Kosten, Sicherheit und Bedienbarkeit? Chip hat sechs Dienste getestet.

Cloud© Chariclo / Fotolia.com

Cloud-Dienste gibt es bei vielen Smartphone-Angeboten gratis dazu. Die Online-Speicher sind sicherlich praktisch und lassen sich gegen Aufpreis noch aufstocken. Aber wie sicher sind die Informationen, die auf den Online-Festplatten liegen? Eine Spezial-Ausgabe der Zeitschrift "Chip" (Das ultimative Fritzbox Handbuch) hat sich unter anderem mit dieser Frage beschäftigt und sechs Cloud-Speicher näher betrachtet.

Cloud-Dienste oft gratis

Cloud-Speicher sind besonders für diejenigen sehr nützlich, die häufig Daten zwischen verschiedenen Geräten austauschen müssen. Das lästige Ein- und Ausstöpseln von USB-Sticks oder Festplatten entfällt ebenso wie der Transport der Speichermedien.

Unter den sechs vorgestellten Diensten reichen die Freivolumina von zwei bis sieben Gigabyte. Google Drive bildet dabei eine Ausnahme: In Kombination mit einem E-Mail-Konto und den Google+-Bildern sind 15 Gigabyte zu haben. Mit in den Vergleich kamen außerdem Dropbox, Hi-Drive von Strato, Skydrive von Microsoft, Teamdrive und Wuala.

Nutzung der Cloud-Dienste

Die Nutzung der Dienste ist unkompliziert. Bei Windows etwa werden die Dienste in das Betriebssystem integriert. Dabei wird einfach ein Ordner auf der Festplatte angelegt, in den die Dateien, die es zu speichern gilt, verschoben werden. Diese werden dann automatisch in dem Online-Speicher hinterlegt. Feinheiten liegen in der Erreichbarkeit der Dienste. Dropbox etwa kann auch lokale Netzwerke erkennen und nutzen, alle Dienste außer Teamdrive sind per Webinterface zu erreichen.

Clouds bei mobilen Endgeräten

Alle Speicher funktionieren sowohl bei Android- als auch bei iOS-Geräten. Blackberry- und Kindle Fire-Nutzer müssen unter den sechs vorgestellten Diensten auf Dropbox ausweichen, für Windows-Phone-Nutzer gilt das für Skydrive oder Hi-Drive. Einige Cloud-Dienste unterstützen auch die gleichzeitige Bearbeitung von Dokumenten von unterschiedlichen Geräten aus. Teamdrive etwa ist speziell für Arbeitsgruppen konzipiert.

Schutz der Privatsphäre

Cloud-Anbieter, Medienanstalten und Behörden interessieren sich sehr für die privaten und geschäftlichen Daten, die in den Online-Speichern liegen. Die Daten würden nur durch eine clientseitige Verschlüsselung geschützt und die sei nur bei Wuala und Teamdrive standardmäßig eingerichtet, so die Experten von Chip. Bei den anderen Cloud-Diensten müsse man selbst für den Schutz Sorge tragen, beispielsweise mit kostenlosen Programmen wie BoxCryptor. Einen Verlust der Daten müsse man jedoch wegen einer redundanten Speicherung nicht befürchten.

Schwerpunkte bei der Wahl

Die Kosten für zusätzlichen Speicher sind recht unterschiedlich. Skydrive verlangt 1,58 Euro für 50 Gigabyte, während Teamdrive 5,99 Euro für zehn Gigabyte verlangt. Man könne aber auch mehrere Cloud-Anbieter miteinander kombinieren, um weiter an kostenfreien Speicher zu kommen, rät die Redaktion von Chip.

Bei der Wahl des Cloud-Dienstes sollte man sich vorher überlegen, worauf man am meisten Wert legt. In Sachen Bedienung sei besonders Dropbox zu empfehlen, Wuala und Teamdrive lägen in der Datenverschlüsselung vorn und bei Skydrive und Google Drive könne man etwa gemeinsam Office-Dokumente im Browser bearbeiten.

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