Winterzeit

Schnee, Eis und Glätte: Welche Versicherung haftet

In der kalten Jahreszeit muss man auch wieder mit Schnee, Eisglätte und Frost rechnen, vor allem auf Straßen und Gehwegen, aber auch im eigenen Haus kann einen der Winter kalt erwischen. Doch wer haftet, wenn Passanten fallen und sich verletzen oder wenn ein Rohr einfriert und bricht?

Schnee Räumpflicht© Stefan Körber / Fotolia.com

Saarbrücken (red) - Fällt ein Fußgänger auf dem nicht gestreuten Bürgersteig und verletzt sich, kann es passieren, dass auch schon mal die Mieter eines Hauses haften müssen. Daher sollte man sich besser rechtzeitig über Haftungsfragen und auch einen möglichen Versicherungsschutz informieren, rät der Versicherer CosmosDirekt.

Sturz auf dem Gehweg kann hohe Folgekosten verursachen

Wenn sich ein Fußgänger bei einem Sturz auf dem glatten oder verschneiten Gehweg, der nicht richtig geräumt oder gestreut wurde, verletzt, können bisweilen hohe Kosten entstehen. Im schlimmsten Fall müssen sogar Verdienstausfall und Schmerzensgeld gezahlt werden. Besitzer von selbst genutzten Eigenheimen, aber auch von Eigentums- oder Ferienwohnungen, sollten daher unbedingt eine private Haftpflichtversicherung haben.

Haftpflicht auch für Mieter und Vermieter wichtig

Das gleiche gilt auch für Mieter in Mehrfamilienhäusern, sofern eine bestimmte Vereinbarung im Mietvertrag festgehalten wurde, die den abwechselnden Winterdienst der Hausbewohner vorsieht. Wer ein Mehrfamilienhaus besitzt oder ein Einfamilienhaus vermietet, braucht allerdings eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Notwendig ist die, falls man nicht kontrolliert hat, ob die Mieter den Gehweg entsprechend geräumt und gestreut haben. Im Schadensfall können die finanziellen Forderungen dann auch gegen den Eigentümer des Gebäudes geltend gemacht werden.

Räumdienst: Wann der Gehweg frei sein muss

Neben der Frage, wie man sich versichern sollte, falls mal etwas passiert, ist natürlich auch von Interesse, wie oft und wann man den Gehweg denn überhaupt räumen muss. Die Räumpflicht kann von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sein, festgelegt ist das in der Satzung der jeweiligen Gemeinde. Erfragen kann man die Räumauflagen über Bürgerbüro oder Stadtverwaltung. Allgemein gilt: Zwischen sieben Uhr morgens und acht Uhr abends sollte der Bürgersteig auf jeden Fall frei von Eis und Schnee sein.

Frostschäden an Heizungs- oder Wasserrohrleitungen

Nicht nur auf der Straße kann der Forst im Winter seine Wirkung zeigen: Die Verbraucherzentrale in Sachsen-Anhalt rät deshalb auch im Bezug auf das Eigenheim, den Versicherungsschutz auf Wintertauglichkeit zu überprüfen. Wer Frostschäden an Heizungs- oder Wasserrohrleitungen zu vermelden hat, muss sich damit an die Wohngebäudeversicherung wenden. Allerdings ist diese nur zuständig, wenn in der Police auch Leitungswasserschäden mit eingeschlossen sind. Kommt es in Folge eines Frostschadens am Wasserrohr dazu, dass durch Wasseraustritt im Haushalt auch Möbel beschädigt werden, greift in der Regel die Hausratversicherung.

Verbraucher müssen eine gewisse Sorgfalt walten lassen

Egal wie gut der Versicherungsschutz auch ist, er enthebt Verbraucher nicht ihrer Verpflichtungen. Diese können je nach Versicherungssparte unterschiedlich sein. In den meisten Fällen geht es darum, dass beispielsweise Räume ausreichend geheizt werden oder Heizungsanlagen regelmäßig kontrolliert werden. Wer solchen Pflichten nicht nachkommt, muss eventuell damit rechnen, dass im Schadensfall die Entschädigungsleistung gekürzt wird.

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