Drittanbietersperre

Premium-Dienste sperren: Abofallen einen Riegel vorschieben

Premium-Dienste können schnell zur Kostenfalle werden, wenn man das Kleingedruckte nicht beachtet oder sich ungewollte Abos einfängt. Abhilfe schafft die Drittanbietersperre. Sie verhindert, dass ein anderer als der Tarifanbieter Posten auf die Rechnung setzt.

Handyrechnung© Sandra Neumann / Fotolia.com

Zunächst einmal: Premium-Dienste und Abos, die man sich über einen unvorsichtigen Klick eingehandelt hat, werden über die Handyrechnung abgerechnet. Besonders wenn die Anbieter monatlich nur kleine Summen einziehen, fallen die Zusatzkosten häufig lange nicht auf. Am besten prüft man daher monatlich seine Handyrechnung.

Premium-Dienste und Abofallen wieder loszuwerden sollte zwar einfach sein, allerdings zeigen sich manche Anbieter uneinsichtig. Der Mobilfunkanbieter hat damit grundsätzlich nichts zu tun und leitet die Kosten an den Kunden weiter. Mit der Drittanbietersperre, die von jedem Mobilfunker kostenfrei eingerichtet werden kann, schiebt man ungewollten Rechnungsposten einen Riegel vor: Auf der Rechnung dürfen nur noch Leistungen des Anbieters gesetzt werden. Premium-Dienste oder Abos von Drittanbietern dürfen auf diesem Weg nicht abgerechnet werden.

Einfaches Sperren von Premium-Diensten

Drittanbieter sind alle, die nicht in direkter Verbindung mit dem Mobilfunkanbieter stehen. Eingerichtet ist eine Drittanbietersperre schnell: Entweder lässt sie sich über einen Hotlineanruf einrichten, bei vielen geht es zudem über den Log-In-Bereich online. Häufig kann man zudem über das Ausmaß der Sperre bestimmen: Sollen ausnahmslos alle Drittanbieter oder nur spezielle Premium-Dienste gesperrt werden? Interessant ist die Drittanbietersperre auch für das Smartphone des Nachwuchses, da sich auf diesem Weg Inhalte wie etwa Erotik-Dienste blockieren lassen.

Gewollte und ungewollte Premium-Dienste

Wer plant, die Abrechnung von Premium-Diensten zu sperren, sollte vorab nochmal seine Apps durchgehen. Finden sich vielleicht gewollte Dienste und Abos auf dem Smartphone, die über die Handyrechnung bezahlt werden? Auch diese sind von einer Sperre betroffen. Das könnte etwa bei Wetterdienst, App-Store-Käufen, SMS-Gewinnspielen, der mobilen Fahrkartenbuchung und alle weiteren Abrechnungen via WAP der Fall sein. Für diesen Zweck kann die Teilsperrung von Drittanbietern besonders hilfreich sein. Hier gilt es sich beim eigenen Anbieter schlau zu machen, wie dieser die Drittanbietersperre umsetzt und staffelt.

Ansonsten kann man die Zahlung beispielsweise im App-Store auch auf eine andere Zahlungsart umstellen. Wer seine Apps über Guthabenkarten oder mit Kreditkarte zahlt, hat nichts zu befürchten.

Vorsicht: Premium-Dienste und Abos werden nicht beendet

Wichtig zu wissen ist, dass durch die Einrichtung der Drittanbietersperre keine Abos und Premium-Dienste gekündigt werden. Zwar sind alle kostenpflichtigen Dienste nach Einrichtung der Sperre nicht mehr erreichbar, löst man diese wieder auf, erscheinen auch die entsprechenden Posten wieder auf der Rechnung. Ist man also in eine Kostenfalle getappt, sollte man nicht einfach nur die Drittanbietersperre einrichten, sondern sich auch um die Auflösung des Vertrages – auch wenn er nie bewusst zustande kam – kümmern. Auch die Wiedereinforderung bereits gezahlter Summen ist in vielen Fällen erfolgreich.

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