Mit dem Handy zur EM

Nach Hause telefonieren: Tipps für EM-Reisende

Am 7. Juni ist es so weit: Die Fußball-EM in Österreich und in der Schweiz wird angepfiffen. Wir geben Tipps, wie man möglichst günstig nach Hause telefonieren und simsen kann - denn die Preise sind teilweise extrem unterschiedlich. Das Hauptproblem: Die Schweiz gehört nicht zur EU.

Fußball© Vitaly Krivosheev / Fotolia.com

Wer zur Fußball-EM nach Österreich und in die Schweiz reist, wird sicherlich das ein oder andere Mal das Handy benutzen und den Lieben zu Hause mitteilen wollen, was los ist und wie die Stimmung im Stadion war. Dabei sollten sich die reisenden Fans bewusst sein, dass die beiden deutschen Nachbarländer zwar die EM gemeinsam ausrichten, in Sachen Handytarife aber ganz unterschiedlich dastehen.

Die Schweiz ist nicht in der EU

Der Hauptgrund: Österreich gehört zur EU, die Schweiz hingegen nicht. Und viele Mobilfunker haben ihre Auslandstarife speziell auf EU-Länder zugeschnitten, und da fällt die Schweiz eben raus. Dank der im vergangenen Sommer regulierten Roaming-Preise sind Telefonate aus einem EU-Land in ein anderes mittelweile vergleichsweise bezahlbar. Telefoniert man jedoch in andere Länder, wird es deutlich teurer. Das gilt auch für ein zentraleuropäisches Land wie die Schweiz.

Dreimal so teuer wie Österreich

In Österreich zahlt man höchstens 58 Cent pro Minute (ab 1. Juli 2011 41 Cent), wenn man nach Deutschland telefoniert und maximal 28 Cent je Minute für alle in Österreich ankommenden Gespräche. (Da der Anrufer ja nicht weiß, dass sich das "deutsche" Handy gerade in Österreich aufhält, zahlt der Angerufene den Auslands-Aufpreis und nicht der Anrufer.) Telefoniert man von der Schweiz nach Hause, können bis zu 1,50 Euro pro Minute fällig werden - fast das Dreifache des Österreich-Tarifs.

SMS sind meist günstiger

Wer die Möglichkeit hat, sollte vor Reiseantritt eine Auslands-Option der Netzbetreiber hinzubuchen (etwa das Reiseversprechen von Vodafone, mit dem man pro Minute genauso viel wie zu Hause zahlt plus einen einmaligen Aufschlag von 75 Cent pro Gespräch). Bleibt man länger im Ausland bzw. telefoniert man voraussichtlich richtig viel während des Aufenthalts, kann sich der Kauf einer österreichischen oder schweizerischen Prepaidkarte vor Ort lohnen. Für alle anderen gilt: Eine SMS ist im Zweifelsfall billiger.

Vorsicht bei MMS-Postkarten

Wer spontan ein Foto verschicken möchte, sollte aufpassen: Der Service "MMS to postcard" kostet bei T-Mobile, E-Plus und o2 pro verschicktem Foto 1,99 Euro plus einen Roaming-Aufschlag, der mindestens 0,89 Cent pro Minute beträgt. Bei Vodafone fallen pauschal "nur" 1,59 Euro an. Teilweise funktioniert der Service nur in den Partnernetzen des eigenen Netzbetreibers.

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