UMTS-Speed

Mobiles Surfen beim Discounter: Ab in die Holzklasse

Bei den Billiganbietern gibt es mobiles Internet zum Discountpreis. Statt Surfen erster Klasse ist hier allerdings schon mal nur die Holzklasse mit merklich niedrigeren Surf-Geschwindigkeiten drin. Wie der aktuelle Stand bei den Handy-Discountern ist!

Handynutzerin© Franz Pfluegl / Fotolia.com

Linden (red) – Immer und überall mobil surfen wird im privaten wie auch im beruflichen Umfeld immer beliebter und wichtiger. Die deutschen Netzbetreiber rüsten ihre Netze bereits fürs schnelle mobile Internet, doch das kommt nicht bei allen Kunden an. Mobiles Surfen geht beim Discounter zuweilen nur über die Holzklasse – und das, obwohl die Netze durchaus für höhere Übertragungsraten gerüstet wären.

So ist der aktuelle Stand im Telefónica-Netz

Wer über einen Handy-Discounter in das Netz von o2 und E-Plus einsteigt, hat eine große Auswahl. Sowohl bei Tchibo Mobil als auch bei Fonic wird mobiles Internet auf HSDPA mit bis zu 21,6 Mbit/s genutzt. Wer wirklich schnell surfen möchte, und das heißt über LTE, der kann das aber auch im O2-Netz haben, ohne einen Vertrag mit dem Netzbetreiber selbst abzuschließen. Anbieter wie maXXim oder smartmobil.de bieten ihren Kunden auch den LTE-Zugang zu erschwinglichen Preisen an. Die Höchstgeschwindigkeiten bei den Handytarifen entsprechen denen, die auch o2 selbst zu bieten hat, nämlich 50 Mbit/s.

Uneinheitliches Bild bei Vodafone

Im Netz von Vodafone kommt man in vielen großen Städten schon in den Genuss des mobilen Surfens in LTE-Geschwindigkeit mit bis zu 375 Mbit/s. Auch die Prepaid-Tarife von Vodafone sind LTE-fähig und erhalten die maximal verfügbare Geschwindigkeit. Bei den Kunden, die bei einem Discounter im Netz von Vodafone untergekommen sind, hat der schnelle Mobilfunk noch nicht unbedingt Einzug gehalten. Billiganbieter wie Bildmobil etwa bieten immer noch maximal 7,2 Mbit/s über UMTS bzw. HSDPA an, während Edeka Mobil und Otelo immerhin 21,6 Mbit/s schaffen. Wer keine Angaben zum erreichbaren Speed findet, der sollte bei seinem Wunschanbieter nochmal explizit nachfragen.

Auch Telekom drosselt beim Discount-Internet

Bei den Handy-Discountern, die im Netz der Telekom versammelt sind, sind ebenfalls unterschiedliche Geschwindigkeiten verbreitet. So erlaubt etwa die eigene Billigmarke Congstar in ihren Tarifen 21 Mbit/s, optional 42 Mbit/s. Mehr Speed gibt es auch für die Prepaid-Kunden der Discounter Penny Mobil und Ja! Mobil nicht, 21 Mbit/s sind der Standard. Ähnlich wie bei Vodafone und o2 gibt es also auch bei der Telekom eine Einschränkung der Bandbreite bei den Billiganbietern. Die Telekom selbst bietet das sogenannte LTE Max, der Kunde surft mit bis zu 300 Mbit/s übers LTE-Netz. Das gilt auch für Prepaid-Kunden.

Fazit

Das mobile Internet wird weiter wachsen, so dass hohe Übertragungsraten künftig unerlässlich sind. Die Begrenzung der Bandbreite bei den Discountern könnte für die Netzbetreiber so nicht nur eine Frage der Netzkapazität werden, sondern ihnen auch einen Vorsprung gegenüber den Billiganbietern verschaffen. Die unterschiedlichen Strategien, gerade bei der Verfügbarkeit von LTE, sind interessant. Nach und nach dürfte der schnelle Mobilfunk auch bei immer mehr Discountern angeboten werden. Immerhin: Über HSDPA lässt es sich ja auch schon ganz bequem surfen.

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