Surfstick & Smartphone

Mobiles Internet ohne Drosselung: Wofür reichen 500 MB?

Wer nicht nur zuhause, sondern auch gerne unterwegs surft, kennt das Problem: Mobiles Internet ohne Drosselung kann man nicht lange genießen. Doch wofür reichen beispielsweise 500 MB ungedrosselte Surfgeschwindigkeit? Lohnt sich gar ein teurer Datentarif, der mehr Inklusiv-Volumen bietet?

Tablet© Maksim Kostenko / Fotolia.com

Linden (red) - Wer unterwegs mobiles Internet nutzt, macht sich oftmals Gedanken, wie lange er eine schnelle Verbindung via Surfstick oder Smartphone nutzen kann. Und das nicht ohne Grund: Mobilfunkanbieter sehen in ihren Tarifen für mobiles Internet eine bestimmte Datenmenge vor, die man ohne Drosselung aufbrauchen kann. Danach wird die Verbindung dann meistens extrem langsam, so dass das mobile Surfen keinen richtigen Spaß mehr macht. Doch wie lange - und vor allem: wofür? - reichen beispielsweise 500 MB?

Wer das mobile Internet lediglich nutzt, um von Zeit zu Zeit ein paar E-Mails abzurufen, die ein oder andere Homepage anzusurfen oder mal schnell einen Blick in seinen Facebook-Account zu werfen, wird in aller Regel den ganzen Monat ohne Drosselung mobil surfen können. Denn mit einem Standard-Inklusiv-Volumen von 500 MB kann man ungefähr 3000 Seiten im Internet aufrufen.

Ohne Drosselung surfen: Was kann man mit 500 MB machen?

Auch Musik-Downloads stellen in der Regel noch kein großes Problem dar: Wenn man das übliche MP3- oder MP4-Format nimmt, kann man, ausgehend von einer angenommenen Durchschnittsgröße von 3,5 MB pro Song, jeden Monat über 100 Lieder downloaden.

Problematisch wird es allerdings beim Runter- bzw. Hochladen von großen Fotodateien oder Videos über eine Mobilfunkverbindung. In dem Fall wird es recht schnell zu einer Drosselung kommen, denn gerade Videos, die zwischen 10 und 50 MB groß sind, brauchen das Inklusivvolumen recht schnell auf. Aber auch bei Fotos, je nach gewähltem Speicherprogramm (JPG, RAW) werden zwischen 3,5 MB und 20 MB Volumen benötigt. Bücher und PDF-Dateien können ebenfalls, je nach Größe, ein Datenvolumen schnell schrumpfen lassen. Doch wie kann man mobiles Internet über Surfstick oder Smartphone ohne Drosselung möglichst lange auskosten?

WLAN und Hotspots nutzen, um Drosselung zu vermeiden

Wer seine Internetverbindung über einen Surfstick aufbaut, sollte sich überlegen, ob er nicht besser einen der "großen Datentarife" wählt. Bei solchen Tarifen hat man in der Regel ein Datenvolumen von bis zu 10 GB frei, und kann so das mobile Internet ohne Drosselung sehr viel länger nutzen. Ansonsten bestehen beim Surfstick relativ wenige Möglichkeiten, um beim Datenvolumen zu tricksen, die einzige Möglichkeit bleibt hier, das eigene Downloadbedürfnis einzuschränken.

Mit dem Smartphone hingegen kann man sich in vorhandene (öffentlich zugängliche) WLAN-Netze einloggen und Hot-Spots nutzen und über diesen Zugang auch größere Datenmengen ohne Drosselung aus dem Internet laden. Steht so ein Zugang nicht zur Verfügung, sollte man aufpassen und im Kopf ein wenig mitrechnen, was man schon alles heruntergeladen hat. Ein Deaktivieren der automatischen Updates kann helfen, das mobile Internet länger ohne Drosselung zu nutzen.

Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Apps, die helfen, den Datenverbrauch zu kontrollieren. Bei iTunes findet man beispielsweise den "Download Meter" oder den "Mobile Butler", die allerdings kostenpflichtig sind. Besitzer eines Android-Handys können sich über mehrere kostenlose Apps wie zum Beispiel den "3G Watchdog" oder "Call Meter 3G" freuen.

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