Funkversorgung

Mit einem Repeater: Reichweite von Schnurlostelefonen erhöhen

DECT-Repeater vergrößern die Reichweite eines Schnurlostelefons. Diese Geräte kosten ab 80 Euro aufwärts und sollen auch innerhalb von Gebäuden eine Entfernung von 300 Metern überbrücken können.

Telefon© Inga F / Fotolia.com

Ähnlich wie bei einem GSM-Mobilfunknetz und bei funkgestützten Internetzugängen kann man auch bei schnurlosen DECT-Telefonen die Reichweite vergrößern. Dafür sind spezielle Repeater notwendig, die das gesendete Signal der Basisstation auffangen, es verstärken und dann weiter aussenden. So wird es zum Beispiel möglich, einen Telefonanschluss mit den Nachbarn zu teilen, wenn man das Festnetz nur zur Sicherheit behält und nicht häufig nutzt.

Ein solcher Repeater wird als Wireless Relay Station (WRS) oder als Relais bezeichnet und ermöglicht auch bei schwierigen örtlichen Bedingungen mit schwer zugänglichen Bereichen oder über große Entfernungen eine Funkversorgung. Anders als bei GSM-Repeatern, wo die Installation eher umständlich ist und man zwei Antennen, Sender und Empfänger benötigt, reduziert sich der Aufwand bei einem DECT-Repeater auf eine Antenne, einen Empfänger und einen Sender. Gegenüber einem GSM-Repeater hat eine WRS also wesentlich einfachere Hardware.

Meist können einer Basisstation bis zu sechs Repeater zugeordnet werden, so dass man die Reichweite Zug um Zug steigern kann. Durch eine automatische Übergabe des Gesprächs zwischen diesen Funkzellen soll ein reibungsloses Handover gewährleistet sein. Nach Angaben der Hersteller soll man Entfernungen von bis zu 300 Meter überbrücken können, mit Richtantenne sogar bis zu 1000 Meter. Zum Vergleich: Normalerweise überbrückt ein Schnurlostelefon im Freien zwar rund 300 Meter, in Gebäuden jedoch nur rund 50 Meter.

DECT-Repeater sind auch für den Privatgebrauch zu bekommen, beispielsweise bei Auerswald, Siemens oder Tiptel, und kosten zwischen 80 und 250 Euro. Die Preise variieren gerade im Internet erheblich.

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