Kreativer Wahnsinn

Kuriositäten, die ihresgleichen suchen: eBay-Auktionen

Ob Luftgitarren, WLAN-Kabel oder Phantomschmerz, den eBay-Auktionen sind kaum Grenzen gesetzt. Manche Anbieter sind so kreativ, dass es bisweilen wehtut. Eine ganz subjektive Zusammenstellung der verrücktesten eBay-Auktionen der jüngeren Vergangenheit.

eBay

Linden (red) - Für eBay-Auktionen gibt es zwar gewisse Grundsätze, etwa, dass keine lebenden Tiere oder Waffen verkauft werden dürfen, aber außerhalb dieser Regeln sind den Verkäufern keine Grenzen gesetzt, was sie anbieten. So kommt es zu den kuriosesten Objekten, Geschichten und Kommentaren.

Versteigert werden mittlerweile auch Jobs: Ende April 2009 wurde eine Filmrolle im Film "die Partei" angeboten. Der Käufer hat 2110 Euro dafür auf den Tisch gelegt. Der Film soll im August in die Kinos kommen.

Aus nichts wird was

Im Mai 2009 wurde beispielsweise ein "Phantomschmerz - 45 Jahre alt - im Aufbewahrungsglas!" für immerhin 38 Euro verkauft. Insgesamt gab es 24 Gebote für dieses Vorratsglas, in dem sich einige Eukalyptus-Bonbons befanden, außen war ein Pflaster aufgeklebt. Anlässlich des Filmstarts "Phantomschmerz" verkaufte jemand seinen Phantomschmerz abgefüllt und 45 Jahre gesammelt in diesem Glas.

Kreativität zahlt sich aus: So wurde ein PC im Veltins-Bierkasten-Format für sage und schreibe 491 Euro verkauft. Es gibt aber auch jede Menge Schäppchenjäger auf dem Portal, die nicht selten einen richtigen Reibach machen. So bot eine Verkäuferin "schöne, leicht angekratzte Alufelgen" in ihrer Auktion an - für einen Renault Clio. Ihr Problem: Sie bekam die Reifen nicht ab, und so schenkte sie dem Käufer das Auto gleich dazu (113.000 Kilometer gelaufen, 91 Euro Kaufpreis).

Schiefgegangen

Eine Gabel mit nur noch 2 Zinken wurde als "Gabel zum Abnehmen" deklariert. Sie sollte nur die Hälfte der für den Käufer üblichen Portion tragen und damit beim Abnehmen helfen - zumindest in der Vorstellung des Verkäufers. Diese Gabel fand aber keinen Käufer.

Kreative Benennung von Gegenständen reicht nicht, wie man auch im Falle des "Spatens für einen Maulwurf" sehen konnte. Der "Spaten" war ein kleiner, fast durchsichtiger Plastik-Löffel aus einer Eisdiele. Dieser Löffel wurde ebenfalls nicht verkauft.

Verrückt bis eklig

Kurios sind aber auch andere Auktionen wie der Verkauf einer IP-Adresse, selbstverständlich ohne Versand, das "Echte Schmiergeld in gültiger Währung", dass aus etwa 16,72 Euro bestand, mit Ketchup und Senf beschmiert war und für inklusive Versand 3,50 Euro verkauft wurde.

Am 21. Februar 2009 endete eine Auktion, in der sich ein junger Mann für 12 Stunden Arbeit, welcher Couleur auch immer, hergab. Es wurden einige Einschränkungen erwähnt, jedoch endete der Text mit "Dieses Angebot ist ernst gemeint! Ich versteigere mich hier selbst, für was auch immer. Also: Macht doch mit mir, was Ihr wollt, bis auf das, was Ihr wirklich nicht dürft!".

Ein Leben unter dem Hammer

Die Liste kann unendlich erweitert werden, unübertroffen scheint allerdings immer noch diese australische Auktion zu sein: "ALife4Sale - Life For Sale - Ian Usher". Die Auktion beginnt mit dem Satz "My name is Ian Usher, my whole life is for sale!" (Mein Name ist Ian Usher und mein ganzes Leben steht hier zum Verkauf!) Ian Usher verkaufte in dieser Auktion seinen kompletten Besitz - seine Fahrzeuge (immerhin ein Auto, Motorrad, Jet Ski und Fahrrad), seinen Job, seine Freunde, sein Haus und Grund samt der Einrichtung (unter anderem Möbel, Beamer, DVD-Player und Computer). Der Grund für die Auktion wurde nicht klar. Sie erzielte einen Preis von 399.300 US-Dollar (umgerechnet etwa 287.659 Euro)

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