Sperrnotruf

Kreditkarte verloren oder gestohlen – Was ist zu tun?

Die EC- oder Kreditkarte zu verlieren ist eine ärgerliche Sache. Zu den vielen Unannehmlichkeiten und den Kosten für eine neue Karte kommt dann noch die Angst, dass jemand die Karte missbräuchlich verwendet. Noch schlimmer ist es, wenn die Karte gestohlen wurde. Doch was soll man in so einem Fall tun?

Bargeldlos zahlen© Ioana Davies (Drutu) / Fotolia.com

Linden (red) - Zu allererst muss man die Karte auf jeden Fall sperren lassen. Am besten direkt bei der eigenen Hausbank. Nur so kann ein möglicher Missbrauch der Karte schnell unterbunden werden. Geht die Karte jedoch am Abend oder gar am Wochenende verloren, ist bei der Hausbank in aller Regel niemand mehr zu erreichen. Es gibt allerdings eine zentrale Sperrnotrufnummer, die man anrufen kann.

Karte so schnell wie möglich sperren lassen

In Deutschland ist der Sperrnotruf unter der 116 116 rund um die Uhr zu erreichen. Leider nehmen nicht alle Banken und Kreditkartenunternehmen daran teil. Am besten erkundigt man sich deshalb bei der eigenen Bank oder dem zuständigen Kreditkartenunternehmen, unter welcher Rufnummer man EC- oder Kreditkarte sperren lassen kann. Dass man die Karte sperren lässt, ist deshalb so wichtig, weil man als Kunde meistens erst wenn die Karte gesperrt wurde nicht mehr für einen eventuell entstehenden Schaden haftet. Wurde die Karte gestohlen oder vermutet man dies, weil sie einfach nicht mehr auffindbar ist, sollte man unmittelbar nach der Sperrung zur nächsten Polizeistation gehen und den Diebstahl melden. Eine Durchschrift oder Kopie des Protokolls sollte man sich aushändigen lassen. Dies kann helfen, die Formalitäten mit dem Kartenanbieter und der Versicherung zu klären.

Wenn die Karte im Ausland verloren geht

Besonders ärgerlich ist der Verlust der EC- oder Kreditkarte im Urlaub. Oft bleibt dann die Angst bis zur Heimreise: "Was wird mich das nun kosten?" Denn gerade im Ausland wissen viele nicht, wie sie sich jetzt verhalten sollen. Generell gelten erst einmal die gleichen Schritte wie in Deutschland auch - Karte sperren lassen und im Fall eines Diebstahls zur Polizei gehen. Ruft man bei der eigenen Hausbank an, muss man daran denken, die Landesvorwahl 0049 zu wählen. Im Ausland gelten jedoch oft andere Sperr-Rufnummern. Die sollte man sich vor Reiseantritt unbedingt notieren. Wer seine Karte sperren lassen will, braucht außerdem noch die Bankleitzahl und die Kontonummer bzw. die Kreditkartennummer.

Nicht alle Karten an einem Ort aufbewahren

Wer sich die vielen Zahlen nicht merken kann, sollte sie aufschreiben, den Zettel aber nie zusammen mit den Karten aufbewahren. Genauso wenig sollte man die zugehörigen Geheimnummern mit den Karten zusammen aufbewahren. Das wird als Fahrlässigkeit gewertet und die Banken übernehmen in der Regel keine Haftung mehr. Meistens schicken Bank oder Kreditkartenfirma ein paar Tage nach dem Sperren Schadensunterlagen zu. Diese sollte man möglichst schnell ausfüllen und zurücksenden. Auch sollte man so schnell wie möglich die Kontoauszüge oder die Kreditkartenabrechnung sorgfältig prüfen. Auch wenn man nicht immer vom Schlimmsten ausgehen sollte: Für den Fall, dass man bestohlen wird, ist es gut, nicht alle Karten an einem Ort aufzubewahren. So kann man den Schaden eingrenzen. Außerdem steht man gerade im Ausland beim Verlust aller Karten oft mittelos da, was zu weiteren Schwierigkeiten führt.

Zentrale Sperrnotrufnummern für Karten

Sperrnotruf Inland Ausland
Sperrnotruf 116116 0049/116116
Master-Card 0800/8191040 001/6367227111
American Express 069/97971000 Sperrnotruf
Visa-Card 0800-8118440 001/4105819994
Diners-Club 01805/070704 001/3037991504
Girocard 01805/021021 -

Die Angaben sind ohne Gewähr.

Vor Auslandsreise gut informieren

Bevor man in den Urlaub fährt, sollte man sich auf jeden Fall nochmal bei seiner Bank oder dem jeweiligen Kreditkartenunternehmen informieren, was im Falle eines Kartenverlustes zu tun ist. Je nach Anbieter können beispielsweise Sperrnummern in einigen Ländern von den zentralen Nummern für die Kartensperre abweichen. Auch sollte man für den Notfall immer ein wenig Bargeld oder noch besser Reiseschecks dabei haben. So bleibt man auch im Falle des Verlustes seiner Karten zahlungsfähig.

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