Geld zurück

Die Kfz-Versicherung in der Steuererklärung angeben

In der Steuererklärung kann man auch seine Kfz-Versicherung angeben. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, sich vom Finanzamt Geld zurückzuholen, etwa indem man die Haftpflichtversicherung absetzt oder über die Kilometerpauschale Geld zurückbekommt. Lesen Sie hier mehr!

Steuererklärung© m.schuckart / Fotolia.com

Um die Kfz-Versicherung in der Steuererklärung angeben zu können brauchts nicht viel: Wer seine Kfz-Haftpflichtversicherung absetzen möchte, muss lediglich Versicherungsnehmer sein und einen Beleg über die gezahlten Steuerbeiträge (etwa in Form von Rechnungen) zur Hand haben. Arbeitnehmer können unter den sonstigen Vorsorgeaufwendungen ihre Kfz-Haftpflicht-Versicherungen eintragen, Selbstständige können darüber hinaus die Kasko-Versicherung in die Steuererklärung einbringen.

Abrechnung über Vorsorgeaufwendung

Arbeitnehmer geben ihre Kfz-Haftpflichtversicherung in der Steuererklärung unter "sonstige Vorsorgeaufwendungen" – "Unfall- und Haftpflichtversicherungen" an. Die optionale Kasko-Versicherung wird hier nicht angerechnet. Ob die Angabe tatsächlich zur Steuererleichterung führt, hängt von den weiteren Angaben an dieser Stelle ab. Denn hier werden auch andere Vorsorgemaßnahmen wie etwa die Kranken- oder Pflegeversicherung gelistet und der Gesetzgeber hat einen anrechnungsfähigen Höchstbetrag festgelegt. Für Angestellte liegt dieser 2016 bei 1.900 Euro, für Selbstständige bei 2.800 Euro.

Kfz-Versicherungskosten über Kilometerpauschale hereinholen

Indirekt lässt sich das Geld der Kfz-Versicherungen über Werbungskosten wieder hereinholen. Nutzt man sein Auto für berufliche Zwecke, etwa für den Weg zur Arbeit, lässt sich unter Werbungkosten eine Steuererleichterung mit 30 Cent pro gefahrenen Kilometer erzielen. Hierbei wird jedoch nur die einfache Fahrt, nicht der Hin- und Rückweg verrechnet, sodass sich effektiv eine Kilometerpauschale von 15 Cent pro Kilometer ergibt. Maximal lassen sich so 4.500 Euro pro Jahr anrechnen. Wer einen längeren Arbeitsweg hat und daher diese Grenze überschreitet, kann mittels eines exakt geführten Fahrtenbuches auch mehr beim Finanzamt geltend machen.

Diese steuerliche Anrechnungsform ist jedoch nur möglich, wenn der Arbeitgeber nicht bereits eine steuerfreie Kilometerpauschale erstattet. Wer diese Form der Anrechnung wählt, kann die Kfz-Versicherungen jedoch nicht gleichzeitig unter den Vorsorgeaufwendungen listen, da die Haftpflichtversicherung mit der Kilometerpauschale als abgegolten gilt.

Selbstständige können auch Kasko-Versicherung angeben

Selbstständige, die ihr Auto in diesem Rahmen nutzen, geben ihre Kfz-Versicherungen in einer separaten Einnahme-Ausgaben-Rechnung in der Steuererklärung an. Hier zählen sowohl Haftpflicht- als auch eine Kasko-Versicherung als Betriebsausgaben und drücken so das zu versteuernde Einkommen. Doppelt abrechnen lässt sich die Kfz-Versicherung jedoch auch hier nicht, sodass man diese nicht noch einmal unter den Vorsorgeaufwendungen anführen kann.

So geben Sie die Kfz-Versicherung in der Steuererklärung an

Wird der Wagen ausschließlich privat genutzt, darf man die komplette Haftpflicht über die Vorsorgeaufwendungen abrechnen.

Nutzt man den Wagen beruflich, also etwa für den Weg zur Arbeit, fällt die Haftpflichtversicherung unter die Werbungskosten. Für jeden Kilometer einfach gefahrener Strecke erhält man eine Entfernungspauschale, mit welcher die Haftpflichtversicherung als abgegolten gilt.

Wer den Wagen sowohl privat als auch beruflich nutzt, hat etwas mehr Rechenaufwand: Die Haftpflichtversicherung kann über die Vorsorgemaßnahmen anteilig dem privaten Nutzungsanteil entsprechend abgerechnet werden. Die restliche Abrechnung erfolgt über die Kilometerpauschale für den Arbeitsweg.

Selbstständige haben die Möglichkeit, die Kfz-Versicherungen (sowohl Haftpflicht- als auch Kasko-Versicherungen) als Betriebskosten abzusetzen.

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