Entrümpeln

Frühjahrsputz für Computer, Tablet und Handy

Neben den eigenen vier Wänden sollten Internetnutzer beim Frühjahrsputz auch ihren Computer, Tablet-PC und ihr Smartphone auf Vordermann bringen und von Datenmüll und veralteten oder nicht mehr benötigten Programmen befreien. Die Softwarefirma G Data gibt Tipps.

Computer© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Bochum (red) - Wer sich Zeit für ein "Großreinemachen" nimmt, tut damit etwas für seine Sicherheit, denn veraltete Programme beispielsweise laden Cyber-Kriminelle eher dazu ein, Sicherheitslücken auszunutzen. Auch in sozialen Netzwerken lohnt sich das "Ausmisten".

Auf dem heimischen PC

  • Das Betriebssystem und die installierte Software durch das Einspielen von Service-Packs, Patches und Updates auf den neuesten Stand bringen. Veraltete Programme, für die der Hersteller keinen Service mehr anbietet, sollten vom System entfernt und durch neue Versionen ersetzt werden.
  • Anwender sollten doppelte, veraltete und nicht mehr benötigte Dateien löschen. Beim Aufspüren von doppelten Dateien helfen kostenlose Programme, wie CloneSpy oder Anti-Twin. Diese sind u.a. auf Heft-CDs von Computer-Magazinen enthalten. Die zu löschenden Dateien sollten mit Hilfe eines digitalen Shredders restlos entfernt werden.
  • Nutzer sollten in regelmäßigen Abständen die temporären Dateien löschen. Diese werden im Windows-Ordner "Temp" angesammelt und entstehen u.a. durch das Surfen im Internet. Das Leeren dieses Ordners führt zu einem deutlich schnelleren PC.
  • Browser-Cookies, der Verlauf und Webformulardaten sollten nach jeder Internetsitzung gelöscht werden. Eine Konfiguration für eine automatische Entfernung kann in den Browser-Einstellungen vorgenommen werden. Die meisten Browser umfassen auch einen privaten Modus, in dem die meisten temporären Dateien nach der Internetnutzung automatisch gelöscht werden.
  • Anwender sollten eine umfassende Sicherheitslösung nutzen und diese regelmäßig durch Programm- und Virensignaturupdates aktualisieren. Die Verwendung von Security-Lösungen mit einem integriertem System-Tuning und Registry-Cleaning macht das System außerdem schneller und stabiler.
  • Ein Backup sichert alle wichtigen Daten für den Fall einer Infizierung oder eines Systemcrashs. Durch ein Systemabbild lässt sich außerdem die ganze Festplatte mit allen installierten Programmen sichern. Security-Lösungen enthalten häufig ein entsprechendes Modul.

Auf dem Smartphone oder Tablet-PC

  • Smartphone- und Tablet-Besitzer sollten einen kritischen Blick auf ihre Apps und deren Berechtigungen werfen, denn Updates führen oft auch zu Änderungen bei den Befugnissen der Applikationen, die von Nutzern oft ungelesen akzeptiert werden. Anwender sollten daher jede einzelne App überprüfen und im Zweifelsfall löschen, wenn sie zu viele Berechtigungen umfassen. Eine Berechtigungskontrolle, wie in G Data MobileSecurity hilft dabei, einen Überblick zu erhalten.
  • Wenn mobile Apps deinstalliert werden, lohnt sich auch ein Blick auf die SD-Karte bzw. den internen Speicher, denn hier können Reste des eigentlich gelöschten Programms verbleiben. In der Regel speichern sich die Applikationen in Ordner, die den gleichen Namen wie die App selbst tragen.
  • Auf Smartphones oder Tablets sollte eine mobile Sicherheitslösung installiert sein, die das Gerät effektiv vor Schadcode absichert.

In sozialen Netzwerken und Internetportalen

  • Der Frühjahrsputz sollte auch in sozialen Netzwerken stattfinden: Nutzer sollten ihre Freundeslisten durchforsten und Personen daraus entfernen, die sie nicht wirklich kennen oder zu denen kein Kontakt mehr besteht. Wenn möglich, sollten die Freunde darüber hinaus in Gruppen eingeordnet werden. Nutzer können diesen verschiedene Einstellungen zuweisen und so sicherstellen, dass nicht jeder alle Information lesen kann.
  • Anwender sollten überprüfen, bei welchen Portalen, Online Shops oder Webseiten sie Nutzerkonten haben und löschen, wenn diese nicht mehr benötigt werden. Kriminelle könnten die Profile ansonsten knacken und für ihre illegalen Machenschaften nutzen.
  • Generell sollten Nutzer nur mit eingeschränkten Rechten surfen. Über die Systemsteuerung lassen sich Rechte und Benutzerkonten einfach verwalten. Wer Windows neu installiert kann schon bei der Installation ein entsprechendes Profil anlegen.
  • Nutzer sollten ihre Passwörter ändern. Passwörter sollten nicht mehrfach verwendet werden und ausreichend lang und komplex sein.

Keimschleuder Tastatur: Die Hardware reinigen

Wenn man gerade schon dabei ist, seine Software auf Vordermann zu bringen, kann man sich auch noch darum kümmern, dass die Hardware wieder tipptopp ist: Durch das vorsichtige Entstauben des Inneren beispielsweise. Auch Maus, Tastatur und Stromstecker sollte man hin und wieder reinigen. Vor allem die Tastatur kann sich durch Haare, Schuppen und Essensreste zu einer wahren Keimschleuder entwickeln.

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