Ungebremst surfen

Internet-Flatrate ohne Drosselung ist Normalfall geworden

Zumindest beim stationären Internet auf DSL- oder Kabelbasis ist eine Internet-Flatrate ohne Drosselung inzwischen der Normalfall. Das heißt allerdings im Umkehrschluss nicht, dass Powersurfer bei jedem Provider auf ihre Kosten kommen, verrät Tarife.de.

Schneckentempo© Heiko Barth / Fotolia.com

Linden (red) - Wovon mobile Internetsurfer, die mit einem Smartphone oder einem Surfstick online gehen, derzeit nur träumen können, ist für den DSL- oder Kabelinternet-Kunden zuhause inzwischen ganz normal: eine Internet-Flatrate ohne Drosselung.

Internet-Flatrates ohne Drosselung sind Normalität

Bis es so weit war, hat es allerdings einige Jahre gedauert, denn in den Anfangsjahren von DSL gab es nur wenige Flatrates, jedoch umso mehr Volumentarife. Seinerzeit konnten DSL-Kunden binnen eines Monats zwischen 5 und 20 Gigabyte "versurfen", darüber hinaus gehender Datenverbrauch wurde separat in Rechnung gestellt. Sogar Zeittarife gab es - mit denen konnte man beispielsweise 40 oder 100 Stunden im Monat online gehen, darüber hinaus wurde jede angefangene Stunde zusätzlich abgerechnet.

Angesichts der Tatsache, dass die Preise für Telekommunikation und Internet in den vergangenen Jahren massiv gefallen sind, verwundert es auch nicht, dass man damals deutlich mehr Geld für eine Internet-Flatrate hinlegen musste, als dies heute der Fall ist. Mit anderen Worten: Flatrates wurden im Laufe der letzten Jahre immer günstiger, was das Preis-Leistungs-Verhältnis angeht - und heute haben alle DSL-Anbieter oder Kabelinternet-Provider ein solches uneingeschränktes Angebot im Tarifportfolio. Allerdings gibt es Ausnahmen - und es gibt das Kleingedruckte, worauf potenzielle Neukunden, die einen Anbieterwechsel anstreben, achten sollten.

Vorsicht vor Quasi-Flatrates mit Drosselung

Zum einen werden manche Tarife als Flatrates bezeichnet, obwohl sie es de facto nicht sind. Zwar ist ein Traffic von 100 GB pro Monat schon eine tüchtige Menge, doch wenn ein Internettarif die Bezeichnung "Flatrate" trägt, sollte er prinzipiell auch keine Limitierungen haben. Denn, so viel ist klar: Nur eine Internet-Flatrate ohne Drosselung oder andere Limitierungen ist ein echter Pauschaltarif.

Doch manche preisbewusste Kunden, die ohnehin besagte 100 GB Datenverbrauch im Monat nie erreichen, greifen bei solchen "De facto-Flatrates" gerne zu, schließlich sind solche Tarife für einen günstigen Preis zu haben. Insofern findet auch ein Angebot mit Beschränkung seine Nutzer - es ist bloß wichtig zu wissen, dass es eine Grenze gibt, auch wenn diese nicht immer detailliert benannt wird.

Powernutzer brauchen eine Internet-Flatrate ohne Drosselung

Vorsicht walten lassen sollten grundsätzlich solche Anwender, die einen hohen Volumenbedarf haben und wirklich eine Internet-Flatrate ohne Drosselung brauchen. Denn die Provider sichern sich durchweg mit einem Passus in ihren AGB ab, der - mehr oder minder schwammig formuliert - eine "missbräuchliche" oder "quasi-gewerbliche" Nutzung untersagt. Ab wann das genau der Fall ist, wird meist offen gelassen. Powernutzer sollten also auf der Hut sein und sich das Kleingedruckte vor Vertragsabschluss genauer zu Gemüte führen.

Tipp: Mit dem DSL-Vergleich von Tarife.de finden Sie einen günstigen DSL- oder Kabelinternet-Tarif, der zu Ihren Ansprüchen passt - probieren Sie es aus.

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