Sicheres Surfen

Internet-Abzocke: So kann man sich wirksam schützen

Gewiefte Betrüger locken täglich unbedarfte Surfer in sogenannte Abofallen. Auch wenn die Internet-Abzocker rechtlich oft wenig Chancen haben, kann man viel Ärger vermeiden, indem man möglichst keine Kontakt- oder Zugangsdaten preisgibt und dubiose Angebote meidet. Unsere Tipps!

Daten-Sicherheit© maxkabakov / Fotolia.com

Berlin (red) - Ein Gratis Download, kostenlose Spiele, Witze, Tipps: All dies sind nützliche und beliebte Inhalte, die man über das Internet bekommen kann. Doch leider nutzen auch viele Betrüger solche Seiten, um ahnungslose Nutzer in so genannte Abofallen zu locken. Dem erschrockenen Surfer flattern dann oft horrende Rechnungen und unverschämte Mahnungen ins Haus. Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer gibt Tipps, wie man den Ärger mit den Abzockern von vorneherein vermeiden kann.

Persönliche Daten nicht unbedacht angeben

Besonders vorsichtig sollte man mit persönlichen Daten sein, warnt der Experte. Unseriöse Seiten verlangen oft eine Registrierung, bevor man einen Zugang zu den gewünschten und angeblich kostenlosen Inhalten erhält. Kommt man der Aufforderung nach, schnappt die Abofalle zu. Name, Adresse, Telefon- und Handynummer aber auch Email-Adresse oder gar Bankdaten sollte man deshalb möglichst nicht preisgeben. Für einen tatsächlichen Gratis-Download ist dies auch nicht wirklich nötig. Bei anderen Angeboten kann es nützlich sein, das Kleingedruckte zu lesen. Das ist zwar meistens sehr aufwendig, schützt aber gerade bei unbekannten Dienstleistern vor unangenehmen Überraschungen. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (kurz: AGB) sind häufig Zahlungsverpflichtungen versteckt, die sonst nirgendwo für den Verbraucher zu erkennen sind. Ein weiterer Tipp: Seriöse Anbieter nennen in ihrem Impressum meistens nicht nur eine Anschrift, sondern auch einen Verantwortlichen sowie eine Telefonnummer für mögliche Rückfragen.

Im Zweifel erst mal nicht zahlen

Was sollte man tun, wenn man dennoch einem Betrüger auf den Leim gegangen ist? Wilhelm Scheer rät: Im Zweifel erst mal nicht zahlen. Denn wer Geld verlangt, muss einen Vertragsabschluss nachweisen. Der kommt allerdings nur zustande, wenn der Kunde vorher über die Bedingungen des Angebots informiert wurde und diese auch bewusst akzeptiert hat. Anbieter müssen das erstmal nachweisen. Laut Gerichtsurteil kommt ein Vertrag zum Beispiel nicht zustande, wenn Preisangaben fehlen oder so versteckt sind, dass der Kunde sie nur schwer entdecken kann. Von Mahnungen und Drohungen durch Anwälte oder Inkasso Büros sollte man sich grundsätzlich nicht einschüchtern lassen. Auf nachweislich unseriöse Forderungen muss der Kunde nicht eingehen. Reagieren muss man hingegen bei einem gerichtlichen Mahnbescheid. Hier reicht ein Widerspruch innerhalb von 14 Tagen. Eltern haften übrigens nicht für ihre Kinder, wenn diese einen Vertrag ohne Wissen und Zustimmung der Erziehungsberechtigten wissentlich oder unwissentlich abgeschlossen haben.

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