Abrechnung checken

So prüft man seine Heizkostenabrechnung

Wenn die Heizkostenabrechnung ins Haus flattert, ist selten Freude angesagt – sofern man nicht gerade in einem Niedrigenergiehaus wohnt. Oft haben Mieter beim Lesen der Abrechnung den Verdacht, dass etwas nicht stimmt. Wir erläutern, worauf man achten sollte.

Kosten Heizung© Teamarbeit / Fotolia.com

Linden (red) - Obenan steht der Abrechnungszeitraum. Er sollte nach Möglichkeit ein ganzes Jahr umfassen und nahtlos an die bisherige Abrechnung anschließen. Weiterhin ist es wichtig, eine genaue Aufstellung der Energiekosten zu erhalten. Das beinhaltet sowohl die verbrauchte Menge als auch die Kosten, die dafür angefallen sind. Fehlt eine dieser beiden Angaben, ist laut Mietervereinen die Aufstellung nichtig.

Nicht alle Kosten dürfen umgelegt werden

Zudem dürfen die Rechnungen für die Brennstoffe nur aus dem jeweiligen Abrechnungsjahr stammen. Wesentlich sind auch die Heizungs-Nebenkosten, die in der Heizkostenabrechnung detailliert aufgeschlüsselt werden sollten. Dazu zählen der Betriebsstrom, ohne den die Heizung ja nicht laufen könnte, aber auch Wartungskosten beispielsweise. Allerdings sind nicht alle Kosten auch umlagefähig, dazu zählen auch Reparaturen. Mietervereine empfehlen, die Abrechnungen mindestens für drei Jahre aufzubewahren, so dass man im Zweifelsfall Vergleichsmöglichkeiten hat.

Auf den Anteil bei Verbrauch und Fläche achten

Zu einer Heizkostenabrechnung gehören auch die Kosten für die Warmwasserbereitung, wenn das Haus eine Zentralheizung hat. Dafür sind mehrere Umlageschlüssel erlaubt. Klar geregelt ist allerdings, dass auf den Verbrauchsanteil mindestens 50 und höchstens 70 Prozent entfallen dürfen. Auf der Rechnung muss klar ersichtlich sein, wie die Kosten verteilt wurden.

Der Verteilerschlüssel sollte dem des Vorjahres entsprechen; Änderungen sind laut Mietrechtsexperten nur in Ausnahmefällen möglich. Zur Verteilung der Heizkosten auf mehrere Wohnungen sind verschiedene Ablesesysteme erlaubt. Bekannt sind etwa die Verdunstungsröhrchen oder die elektronischen Messgeräte, die als genauer und besser als das Verdunstersystem gelten. Das Gesetz schreibt dem Vermieter derzeit jedoch nicht vor, welches System er anwenden muss.

Ansprechpartner ist der Vermieter

Last, but not least: Die Tipps an dieser Stelle können und sollen keine Rechtsberatung ersetzen. Wer gegen seine Heizkostenabrechnung vorgehen will und kein Versehen des Vermieters, sondern Absicht wittert, sollte einen Fachanwalt für Mietrecht aufsuchen. Im Übrigen sollte man, wenn etwas mit der Rechnung nicht stimmt, stets den Vermieter ansprechen und nicht das Abrechnungsunternehmen. Dieses handelt lediglich im Auftrag.

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