Heizsaison

Ganz einfach Heizkosten sparen: Tipps und Tricks

Beginnt die Heizsaison, wird wohnen wieder teurer: Überall in Deutschland werden Heizkessel angeworfen, die Öl, Gas oder Strom verbrauchen. Wie man die Wärme möglichst gewinnbringend nutzt und so Heizkosten spart, lesen Sie hier!

Preissteigerung© Tanja Bagusat / Fotolia.com

Richtige Temperatur spart Heizkosten

Wer beim Heizen sparen möchte, der sollte erst einmal einen Blick aufs Zimmerthermometer werfen. Jedes Grad mehr benötigt rund sechs Prozent mehr Energie. So senkt es bereits die Heizkosten, wenn man das 22 Grad warme Wohnzimmer nur noch auf 20 Grad heizt. Das ist die Zahl, welche vom Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft für alle Wohnräume empfohlen wird. Für Küche und Schlafzimmer werden 18 Grad empfohlen, im Badezimmer darfs natürlich auch wärmer als 20 Grad sein.

Elektronische Heizregler

Ebenfalls Heizkosten spart der, wer sich für elektronische Heizregler entscheidet. Diese halten die Temperatur konstant auf der eingestellten Gradzahl, ganz individuell nach Uhrzeit. So wird es beispielsweise möglich, sich im Bad morgens bei 23 Grad auf den Tag vorzubereiten. Daraufhin lässt man die Temperatur auf 18 Grad abfallen. Gegen Abend heizt man dann wieder etwas mehr.

Kontinuierlich heizen

Manche drehen die Heizung voll auf, wenn sie zu Hause sind und schalten sie ansonsten ganz ab. Dabei entsteht ein ständiges Auf- und Ab zwischen Auskühlen und Aufwärmen des Hauses. Dies führt dazu, dass die Zimmer lange benötigen, um warm zu werden und benötigt besonders viel Energie. Unter 15 Grad sollte man keinen Raum auskühlen lassen, so vermindert man die Heizkosten, da nicht ständig ein komplett ausgekühltes Haus neu aufgeheizt werden muss. Zudem vermeidet man Schwitzwasser- und Schimmelbildung, welcher sich ebenfalls negativ auf das Wohnklima auswirken kann.

Richtig lüften

In der Heizsaison sollte man zudem nach dem Prinzip des Stoßlüftens die Luft in den Räumen austauschen. In jedem Fall sind gekippte Fenster zu vermeiden. Das bedeutet: Alle verfügbaren Öffnungen nach außen hin auf und auch die Zimmertüren öffnen und festklemmen. So kann man innerhalb weniger Minuten viel abgestanden Luft durch frische ersetzen. Anschließen werden alle Fenster wieder geschlossen. Kurzfristig ist das Haus so zwar kalt, die Fassade konnte jedoch noch nicht auskühlen, weswegen die kalte Luft schnell wieder warm wird.

Heizung entlüften

Wer seine Wohnung über Warmwasserheizkörper aufheizt, sollte daran denken, diese hin und wieder zu entlüften. Mit der Zeit sammelt sich dort Luft in den Heizkörpern, wo eigentlich warmes Wasser hingehört, die Heizleistung vermindert sich. In Extremfällen nimmt man ein "Gluckern" wahr.

Behoben ist dieses Problem schnell: Mittels eines Spezialschlüssels, welcher bei den Heizungen mitgeliefert wurde, alternativ auch einem Schraubenzieher oder Schlüssel, kann man ein Entlüftungsventil öffnen. So kann die angestaute Luft entweichen. Kommt Heizwasser aus der Öffnung, ist keine weitere Luft vorhanden und das Ventil wird wieder verschlossen.

Freie Sicht für Heizkörper

Die Luft um die Heizkörper herum sollte Luft frei zirkulieren können. Sonst entsteht ein Wärmestau um die Heizung, was dazu führt, dass diese das Heizen einstellt. Der restliche Raum dagegen bleibt kalt. Konkret bedeutet dies, dass keine Möbel in unmittelbarer Nähe des Heizkörpers stehen sollten. Auch Gardinen, welche über der Heizung hängen, verhindern eine freie Luftzirkulation.

Ein Blick auf die Isolierung

Wer Heizkosten sparen möchte, der sollte auch einen Blick auf die Isolierung seines Gebäudes werfen. Je nachdem, wie gut oder schlecht die beheizten Räume nach außen hin isoliert sind, wird effizient geheizt oder eben nicht. Besonders wenn es an bestimmten Ecken zugig ist, sollte man dagegen vorgehen. An Fenstern und Türen geht dies ganz unproblematisch mittels selbstklebenden Dichtungsstreifen, die es in jedem Baumarkt zu kaufen gibt. Bei schlecht isolierten Wänden kann man sich immerhin mit Isolierungsfolie behelfen, welche man hinter dem Heizkörper anbringt.

Hauseigentümer sollten bei einem schlecht isolierten Gebäude zudem darüber nachdenken, eine energetische Sanierung vorzunehmen. Dies bedeutet zwar anfangs eine gewisse Investition, rechnet sich auf lange Sicht jedoch durch niedrigere Heizkosten.

Beim günstigsten Anbieter kaufen

Wer seine Heizkosten vermindern möchte, der sollte nicht nur seine Gewohnheiten ändern und die obigen Tipps beherzigen, sondern auch einen Blick auf die Kosten bei der nächsten Heizöl- oder Gaslieferung haben. Auf dem Markt gibt es mehr als nur einen Anbieter. Wer diese untereinander vergleicht und den günstigsten aussucht, entlastet künftig ebenfalls seinen Geldbeutel. Ganz einfach geht dies mit unseren Vergleichsrechnern für Gas, Heizöl und Strom.

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