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Wie kommt man trotz Schufa-Eintrag zum Handyvertrag?

Wer einen negativen Schufa-Eintrag hat, der bekommt es in vielen Dingen deutlich schwerer gemacht. So werden beispielsweise keine Kredite gewährt, aber auch ein Handyvertrag kann einem verweigert werden.

Vertragshandy© Dan Race / Fotolia.com

Wer sich ein Handy mit Vertrag zulegen möchte, der bekommt meist das gewählte Smartphone günstig dazu. Dies kann das Unternehmen jedoch nur machen, da es den Kunden über einen längeren Zeitraum an sich bindet. Damit das Unternehmen keine ungewollten Verluste hinnehmen muss, prüft es vor Vertragsabschluss, wie zahlungskräftig der Kunde ist, um Totalausfälle zu vermeiden. Dies erfolgt in Form einer Schufa-Anfrage. Ist der Schufa-Eintrag negativ, lehnen viele Anbieter den Kunden ab. Doch es gibt auch Möglichkeiten, trotz Schufa an einen Handyvertrag zu kommen.

Was der Schufa-Eintrag über die finanzielle Lage aussagt

Wie der eigene Schufa-Eintrag aussieht, interessiert viele gar nicht – solange sie keine Probleme durch ihn bekommen. In dem persönlichen Schufa-Eintrag sind alle abgeschlossenen Verträge, Konten, Finanzierungen und Schulden vermerkt. Auch ob fällige Zahlungen pünktlich beglichen werden oder ob diese auf sich warten lassen, wird bei der Schufa vermerkt. Anhand dieser Daten errechnet sich schließlich ein Score, der eine Aussage darüber treffen soll, wie zuverlässig der Kunde offene Rechnungen begleichen kann. Fällt der Schufa-Eintrag negativ aus, ist es meist schwierig, neue Verpflichtungen einzugehen.

Schufa-Anfrage umgehen

Ein Handyvertrag muss nicht am negativen Schufa-Eintrag scheitern. Die einfachste Möglichkeit nennt sich Prepaid-Vertrag. Für diesen führen die Anbieter überhaupt keine Schufa-Abfrage durch. Das liegt daran, dass bei einem Prepaid-Vertrag das Geld zuerst eingezahlt werden muss und dann verbraucht werden kann. So haben nicht nur die Unternehmen Zahlungssicherheit, sondern auch der Kunde schützt sich vor weiterer Überschuldung und hat seine Ausgaben fürs Smartphone genau im Blick.

Vielseitige Prepaid-Verträge

Prepaid-Verträge sind nicht nur bei Menschen mit Schufa-Eintrag beliebt. Rund 33 Prozent aller deutschen Handybesitzer nutzen einen Prepaid-Vertrag. Diese sind günstig bei zahlreichen Anbietern und unter anderem auch Discountern zu haben. Was viele an der Prepaid-Karte schätzen ist, dass es keine Mindestlaufzeit und vielfach auch keine Grundgebühr gibt. So kann man jederzeit den Vertrag wechseln und zahlt nur für das, was man auch tatsächlich verbraucht. Aber auch Vielnutzer, die diverse Flatrates möchten, finden diese im Prepaid-Bereich.

Wenn es ein Vertragshandy sein soll…

Prepaid mag viele Vorteile haben, eines jedoch findet man selten bei Prepaid-Verträgen: das Smartphone kostengünstig mit dazu. Wer sich sein Smartphone nicht selbst kaufen möchte, sondern einen Handyvertrag trotz Schufa abschließen möchte, dem bleiben auch Möglichkeiten. Durch den hohen Druck auf dem Mobilfunkmarkt auf den einzelnen Anbieter bieten manche Provider auch Handyverträge trotz Schufa-Eintrag an. Meist muss in einem solchen Fall eine Kaution gezahlt oder aber der Vertrag für eine gewisse Zeit im Voraus bezahlt werden.

Tipps für den Handyvertrag trotz Schufa-Eintrag

Manchmal hat man mit verjährten Finanzproblemen noch Jahre später zu kämpfen, obwohl man schon längst wieder genug Geld hat. In einem solchen Fall kann ein offenes Gespräch mit dem gewünschten Mobilfunkanbieter helfen. Ebenfalls von Nutzen kann es sein, sich an seinen alten Anbieter zu wenden: Wenn dieser mit Ihnen nur gute Erfahrungen gemacht hat und Sie nie eine Zahlung versäumt haben, wird man vermutlich nicht zögern, Ihnen einen Handyvertrag trotz Schufa-Eintrag anzubieten.

Vertragshandy oder doch lieber Prepaid?

Ob man sich letztendlich für eine Prepaid-Karte oder doch den festen Handyvertrag entscheidet, muss jeder selbst wissen. Grundsätzlich fährt man mit einer Prepaid-Karte sicherer und einfacher. Jedoch kann sich, beispielsweise für den Vieltelefonierer, auch der Handyvertrag lohnen. Möchte man einen Handyvertrag trotz Schufa-Eintrag abschließen, sollte man sich auf jeden Fall die Konditionen gut durchlesen und abklären, ob zusätzliche Gebühren fällig werden.

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