Kosten kontrollieren

Handytarife für Kinder: Tipps für die richtige Wahl

Irgendwann kommt die Bitte des Nachwuchses unweigerlich: Ich möchte ein Handy! Und da ein Smartphone ohne SIM-Karte nur sehr eingeschränkt nutzbar ist, braucht es auch einen passenden Handytarif für Kinder. Worauf man bei der Auswahl achten sollte!

Kind mit Smartphone© tankist276 / Fotolia.com

Smartphones bedeuten ein Stückchen Sicherheit, ist man doch immer erreichbar und kann selber über die unterschiedlichsten Wege kommunizieren. Bereits 20 Prozent aller 6- bis 7-jährigen besitzen ein Smartphone. Im Alter von 10 bis 11 Jahren sind über die Hälfte der Kinder Smartphone-Besitzer. Spätestens jedoch mit 12 Jahren haben über 85 Prozent ein Handy in der Hosentasche.

Dass das Kind mit der Bedienung überfordert sein könnte, ist eine unbegründete Sorge. Meist geht die junge Generation ganz intuitiv an das Thema Smartphone heran. Man findet aber auch spezielle und vereinfachte Kinder-Smartphones auf dem Markt. Beim Kauf sollte man unter anderem auf die Stabilität des Modells achten und gegebenenfalls nicht zu viel Geld in das Gerät stecken.

Passender Handytarif für den Nachwuchs

Das Smartphone ist besorgt, was noch fehlt ist ein passender Handytarif für das Kind. Häufig ist eine der größten Ängste der Eltern, dass unkontrolliert viel Geld ausgegeben wird. Um das zu vermeiden, ist es natürlich wichtig, dass man das Kind einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone lehrt. Entsprechend des Alters und des Verständnisses sollte auch der Tarif gewählt werden.

Was bieten spezielle Handytarife für Kinder?

Einige Anbieter haben spezielle Handytarife für Kinder oder Familien aufgelegt. Hier gibt es je nach Tarif zusätzliche Features wie etwa die Sperrung von Sonderrufnummern, eine Ortungsfunktion, kostenlose Anrufe zu den Eltern und andere kindgerechte Extras, die durchaus sinnvoll sein können. Gerade bei kleinen Kindern, die ihr erstes Handy bekommen, bieten diese Kinder-Handytarife Vorteile. Sie sind jedoch im Vergleich zu anderen Angeboten häufig recht teuer oder nur zu haben, wenn auch die Eltern einen Tarif bei Anbieter xy in Anspruch nehmen. Hier wäre beispielsweise das Angebot "Family Card Start" der Telekom zu nennen. Andere Tarife sind wie reguläre Prepaid-Tarife aufgebaut, man zahlt aber einen monatlichen Betrag für zusätzliche Funktionen wie die Sperre von Sonderrufnummern oder eine Ortungsfunktion.

Ist man ohnehin Kunde bei einem der großen Mobilfunker oder auch Festnetzanbieter, lohnt es sich, nach speziellen Familien-Angeboten zu schauen. Partnerkarten oder Ähnliches sind teilweise günstig zubuchbar. Als Kostenfalle können jedoch die teilweise höheren Gebühren für Telefonate außerhalb der "Community" oder des jeweiligen Netzes bleiben. Hier bleibt man mit einem Prepaid-Angebot auf der sicheren Seite. Vodafone bietet etwa die Möglichkeit, dem Kind regelmäßig Guthaben in Form eines "Handytaschengeldes" auf die Karte zu überweisen.

Prepaid-Karten als sinnvolle Alternative

Eine hohe Rechnung kann man auch mit einer einfachen Prepaid-Karte ohne spezielle "Kinder-Extras" umgehen. Hier wird das Geld vorab aufgeladen und es kann nur so lange telefoniert und gesimst werden, wie Geld auf der Karte vorhanden ist. Ist das Guthaben auf der Karte erschöpft, kann man das Kind immer noch erreichen und auch ein Absenden des Notrufes ist im Notfall noch möglich. Ganz wichtig ist es jedoch, darauf zu achten, wie aufgeladen wird. Ist eine automatische Aufladung eingestellt, wird der wichtige Aspekt der Kostenkontrolle vernachlässigt. Im schlimmsten Fall laufen hier in kürzester Zeit etliche Aufladevorgänge auf, und man bemerkt dies erst bei der Kontrolle der Kontoauszüge. Besser ist es, das Guthaben stets manuell aufzuladen.

Internet-Zugriff für die Jüngsten

Geht der Nachwuchs verantwortungsvoll mit seinem Smartphone um und hält sich an vereinbarte Regeln, wird vermutlich früher oder später auch ein mobiler Internetzugriff folgen. Natürlich muss mit einer Prepaid-Karte nicht auf Internet verzichtet werden: Hier werden Flatrates angeboten, die sich nur solange verlängern, wie Geld auf der SIM-Karte ist. Häufig reichen schon Datenpakete mit unter einem Gigabyte Datenvolumen aus. Auch ohne Datentarif kann ein Smartphone sich ins Internet einbuchen; dann wird nach Verbrauch abgerechnet. Kann man also nicht sicherstellen, dass der Internetzugang nicht möglich ist, ist eine Flatrate sicherer. Auf Tarife mit eingebauter Datenautomatik sollte man besser verzichten. Hier werden nach Verbrauch des Inklusiv-Volumens weitere Daten nachgebucht und es fallen erneut Kosten an.

Übrigens: Mittlerweile kann man den Internetzugriff und die Handynutzung seiner Kinder auch per App kontrollieren. Vodafone bietet hierzu beispielsweise die Lösung "Child Protect" an.

Community-Tarife – kostenlose Telefonate beim gleichen Anbieter

Geeignete Handytarife für Kinder sind auch sogenannte Community-Tarife. Bei diesen sind Anrufe und SMS besonders günstig, wenn sich der Partner in der gleichen Community, also beim gleichen Anbieter, befindet. So sind beispielsweise sehr günstige oder gar kostenlose Telefonate zwischen dem Kind und den Erziehungsberechtigten wie Mutter oder Vater, aber auch mit Oma und Opa, möglich. Gespräche und SMS zu Freunden und Bekannten im gleichen Community-Vertrag fallen entsprechend günstig aus. Community-Angebote sind außerdem auch über Prepaid zu erhalten, wodurch sich eine effektive Kostenkontrolle ergibt.

Geeignete Handytarife für ältere Kinder und Jugendliche

Tarife mit Vertrag sind gegebenenfalls für ältere Jugendliche empfehlenswert, die den verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone bereits erlernt haben. Auf Features wir Ortungsfunktion oder Ähnliches kann hier getrost verzichten. Zudem sind auch reichlich Vertragstarife erhältlich, die monatlich gekündigt werden können. Auch die Kombination mit einem Smartphone ist natürlich möglich, hierzu muss aber meist ein Laufzeitvertrag abgeschlossen werden. Dabei sollten sich Eltern gut überlegen, ob sie bereit sind, ein hochwertiges Smartphone zu finanzieren. Meist wird ein Aufpreis auf den Tarif fällig, zudem kann eine Einmalzahlung anfallen. Alternativ bietet sich ein günstigerer Vertrag an, den man mit einem selbst gekauften Smartphone nach Wahl kombiniert. Bei älteren Kindern und Jugendlichen schadet es sicher auch nicht, diese in die Tariffindung mit einzubeziehen.

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