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Handynummer beim Anbieterwechsel mitnehmen - so geht's

Die meisten Verbraucher haben mindestens einmal im Leben ihren Handyanbieter gewechselt. Dabei wollen viele natürlich ihre Rufnummer behalten. Seit 2002 ist das grundsätzlich möglich, trotzdem sollte man ein paar Fakten kennen. Lesen Sie hier, wie man ganz einfach seine Handynummer mitnimmt!

TelefonierenSeine Handynummer kann man grundsätzlich mitnehmen, um wie gewohnt erreichbar zu sein.© Suprijono Suharjoto / Fotolia.com

Linden (red) - Das Wichtigste vorneweg: Man kann seine Mobilfunknummer von jedem Anbieter aus mitnehmen, denn von Seiten der Bundesnetzagentur ist den Kunden ein lebenslanges Nutzungsrecht auf ihre Rufnummer zugesagt. Somit gehört die Rufnummer dem Kunden und nicht dem jeweiligen Anbieter. Die eigentliche Mitnahme der Rufnummer ist ganz einfach: Beim alten Anbieter muss ein Formular ausgefüllt werden, auf dem man die Portierung selbst beantragt. Bei Prepaid-Tarifen kommt noch eine Verzichtserklärung hinzu.

Kunden sollten beim Ausfüllen der Anträge vorsichtshalber alle Angaben zur Person genau so übernehmen, wie sie sie bei Vertragsabschluss mit dem alten Anbieter gemacht haben. Das bedeutet: Schreibweise des Namens, ein zweiter Vornamen, Abkürzungen etc. sollten genau so im Formular stehen, wie sie auch im alten Vertrag aufgeschrieben wurden, denn ansonsten kann es bisweilen zu Problemen bei der Portierung kommen.

Handynummer kann man nicht zu jedem Anbieter mitnehmen

Bei der Portierung der Rufnummer macht es inzwischen in den meisten Fällen keinen Unterschied mehr, ob man eine Prepaid-Karte kauft oder einen Vertrag abschließt. Allerdings gibt es immer noch einige wenige Discounter, bei denen das Mitbringen einer Rufnummer nicht möglich ist. Das bedeutet: Auch wenn die Rufnummernmitnahme bei den meisten Anbietern inzwischen gang und gäbe ist, sollte man sich vor dem Wechsel besser nochmal informieren.

Fristen für den Mitnahme-Antrag unbedingt einhalten

Ein wichtiger Punkt bei der Rufnummernportierung ist die Wahrung der Fristen: Werden diese nicht eingehalten, darf der Anbieter die Rufnummer neu vergeben. Der Antrag auf die Portierung der Rufnummer kann jederzeit gestellt werden, dies sieht die Novelle des Telekommunikationsgesetzes (2012) vor. Der letztmögliche Zeitpunkt liegt jedoch vier Wochen nach Vertragsende. Wenn man seine Rufnummer behalten will, ist es natürlich besser, auf "Nummer sicher" zu gehen und nicht bis zum letzten Moment zu warten.

Portierung der Handynummer kostet bis zu 30,72 Euro

Da eine Portierung für die Anbieter einen gewissen Verwaltungsaufwand bedeutet, ist die ganze Angelegenheit für die Kunden nicht kostenlos. Doch es gibt eine Preisgrenze: Maximal 30,72 Euro darf die Rufnummernmitnahme kosten, hat die Bundesnetzagentur festgelegt. Viele Anbieter verlangen aber nur 25 Euro oder sogar weniger. Wer Glück hat, bekommt vom neuen Anbieter einen Bonus für die Mitnahme der Rufnummer. In solchen Fällen ist die Portierung dann zumindest rein rechnerisch kostenlos.

Kann man die Handynummer auch nachträglich mitnehmen?

Bei einigen Anbietern kann man die Handynummer auch noch nachträglich umziehen lassen, beispielsweise wenn die Laufzeit des Neuvertrages schon beginnt, bevor der alte Vertrag ausgelaufen ist. Die Anbieter teilen dem Kunden in diesen Fällen eine provisorische Rufnummer mit. Selbige fällt einfach weg, wenn der Vertrag beim alten Anbieter ausläuft und die Nummer portiert werden kann. Wichtig ist: Die Antragsfristen für die Mitnahme der Nummer vom alten Anbieter müssen auch in diesem Fall eingehalten werden.

Ist die Portierung erfolgt, erhält der Kunde eine SMS des neuen Anbieters mit einer Bestätigung. Aufgrund der Systemumstellung kann es bei der Portierung an sich zu kurzfristigen Empfangsunterbrechungen des Mobilfunkanschlusses kommen.

Daran denken, die Daten von der SIM-Karte zu sichern

Bei der Rufnummernmitnahme bleiben zwar Ruf- und Mailboxnummer gleich, alle anderen Daten wie Text- oder Sprachnachrichten, Telefonnummern etc. gehen wegen des Anbieterwechsels jedoch verloren, sofern sie auf der SIM-Karte gespeichert sind. Daher sollte man diese vor Auslaufen des Vertrages unbedingt noch kopieren.

Besonderheiten, auf die Prepaid-Kunden achten müssen

Prepaid-Kunden sollten daran denken, dass mit der Verzichtserklärung, die sie für die Rufnummernmitnahme unterschreiben, der Anspruch auf ein mögliches Restguthaben auf ihrer Karte ebenfalls erlischt. Zudem werden die Portierungskosten meistens ebenfalls vom Prepaidguthaben abgezogen.

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