Pro und Contra

Ein Handy für Kinder: Diese Tarife taugen was

Viele Kinder haben Wünsche, die den Eltern nicht wirklich in den Kram passen. Dazu zählt auch die Handyfrage, die eine zwiespältige ist. Lesen Sie, worauf es bei Mobiltelefonen und Tarifen für Kinder ankommt!

Kind mit Smartphone© tankist276 / Fotolia.com

Berlin (AFP/cm) - Gerade zu Weihnachten oder kurz vor dem Geburtstag hat so manches Kind ein Handy auf dem Wunschzettel. Das bringt viele Eltern in eine Zwickmühle. Zwar wollen sie einerseits, dass ihr Kind erreichbar ist und im Notfall anrufen kann. Andererseits fürchten sie, dass ihre Sprösslinge ein Vermögen vertelefonieren oder durch das Handy ständig abgelenkt sind. Wir beleuchten, welche Tarife für Kinder zu empfehlen sind.

Die Grundsätzlichkeiten

Wichtig ist vor allem die Möglichkeit, die Kosten genau zu kontrollieren. Hier bieten sich vor allem Prepaid-Karten an: Ist das Guthaben aufgebraucht, kann das Kind nicht mehr telefonieren, ist aber immer noch zu erreichen. Notrufe sind immer noch möglich. Bei Handyverträgen können teils monatliche Limits definiert werden. Da Kinder häufig viele SMS verschicken, sollten Kurznachrichten nicht zu teuer sein. Wenn Kinder und Eltern häufig miteinander telefonieren, bieten sich sogenannte Community-Tarife an - mit diesen können die Nutzer eines Handyanbieters sich gegenseitig günstig anrufen.

Spezielle Kinder-Tarife sind nur bedingt nützlich

Spezielle Tarife sind teils recht teuer. Auch sind sie oft nur zu haben, wenn die Eltern bereits einen Vertrag beim jeweiligen Handyanbieter haben. Der Vorteil der Tarife sind die meist einfache Kostenkontrolle und günstigere oder kostenlose Telefonate zu den Eltern. Teure Sonderrufnummern und Klingelton-Abos sind in den meisten Kindertarifen gesperrt. Ansonsten können solche Dienste oft nur Kunden mit Vertragsbindung sperren lassen, bei Prepaid-Angeboten geht das meist nicht. Allerdings ist das Guthaben bei Prepaid-Karten ohnehin begrenzt.

Welche Handymodelle sich eignen

Mittlerweile gibt es spezielle Kinderhandys, die besonders einfach zu bedienen sind und teils nur bestimmte programmierbare Telefonnummern anrufen können. Handys für Erwachsene sind meist zu komplex für Kinder. Experten raten zudem von Klapp- und Schiebehandys ab, da die Geräte meist nicht robust genug sind. Ansonsten aber gilt: Ein Handy für Kinder sollte vor allem günstig sein - dann schmerzt auch der Verlust nicht so sehr. Ein speziell für Kinder entwickeltes Gerät ist beispielsweise das Samsung Tobi.

Gesundheitsbedenken

Die elektromagnetische Strahlung von Handys ist nach den bisherigen Erkenntnissen des Bundesamts für Strahlenschutz nicht gefährlich. Andere Studien belegen das Gegenteil. Eltern sollten auf jeden Fall auf den Strahlungswert des Handys achten, den so genannten SAR-Wert (Wert der spezifischen Absorptionsrate): Der gesetzliche Grenzwert bei Handys liegt bei zwei Watt pro Kilogramm, Experten raten jedoch zu Geräten mit einem SAR-Wert von maximal 0,6 Watt pro Kilogramm.

Überwachung - ja oder nein?

Spezielle Kindertarife enthalten teils einen Ortungsdienst. Hierüber können Eltern abfragen, wo sich ihre Kinder gerade aufhalten. In Städten ist der Standort auf 50 bis 150 Meter genau festzustellen, auf dem Land weniger genau. Andere Unternehmen bieten Ortungsdienste für alle Mobilfunkbetreiber im Internet an. Dabei können Eltern sich teils auch informieren lassen, wenn ein Kind einen festgelegten Bereich verlässt. Eltern sollten aber bedenken, dass sie ihr Kind mit solchen Diensten überwachen. Einige Anbieter verlangen daher auch eine Zustimmungs-SMS bei jeder Ortungsanfrage auf ein Handy. Teenager können eine Überwachung auch ablehnen.

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