Tipps für Reisende

Handy-Auslandspreise: Wie man sparen kann

Die EU-Kommission will niedrigere Preise für Handy-Auslandsgespräche, doch Brüssel lässt sich Zeit damit. Wie Sie bei einem Auslandsausfenthalt viel Geld sparen können, lesen Sie in unserem aktuellen Special!

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So günstig viele der neuen Tarife im Inland sind, so teuer sind sie im Ausland. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Vertragstarif zahlt man meist mehr als das Doppelte. Doch das gilt nicht nur für die Discounter, sondern oft auch für Prepaid-Kunden der Netzbetreiber. Wer zum Beispiel mit einer Prepaid-Karte von E-Plus von Ägypten nach Hause telefoniert, ist pro Minute 2,59 Euro los. Das gilt gleichermaßen für "normale" Prepaid-Kunden von E-Plus wie für Kunden der Discounter Aldi, blau, debitel light und simyo.

Teilweise über fünf Euro pro Minute

Mit 2,99 Euro pro Minute ist solch ein Anruf als Prepaid-Kunde von T-Mobile sogar noch etwas teurer. Etwas weniger zahlt man bei o2 Germany. Wer eine Fernreise plant, muss noch tiefer in die Tasche greifen: Ein Anruf von Kuba nach Deutschland beispielsweise kostet den CallYa-Kunden satte 5,49 Euro pro Minute, wenn er kein Vodafone-Partnernetz findet.

Es sind also nicht nur die Discounter, die sich Auslandsgespräche teuer bezahlen lassen; auch die Netzbetreiber langen kräftig zu. Den Unterschied macht meist das Reiseland: Innerhalb Europas kann man über die Netzbetreiber viel günstiger telefonieren als über die Discounter. Für Telefonate aus weiter entfernten Ländern zahlen aber alle Prepaid-Kunden richtig viel Geld.

Möglichst Datenabruf vermeiden

Noch größere Gebührenfallen als beim bloßen Telefonieren lauern durch das Abrufen von Daten im Ausland. Wer schon vor Reiseantritt weiß, dass sich die Datennutzung nicht vermeiden lassen wird, sollte unbedingt seinen Netzbetreiber kontaktieren und sich genauestens über die anfallenden Preise informieren. Preise von 14 oder 15 Euro pro versurftem Megabyte sind nicht unüblich. Am günstigsten surft es sich - wenn möglich - über eine vor Ort gekaufte Prepaidkarte.

Fazit: Wer nichts Weltbewegendes zu sagen hat bzw. über keinen speziellen Auslands-Spartarif verfügt, sollte besser eine SMS schicken oder übers Festnetz telefonieren. Lohnenswert sind je nach Reiseland zum Beispiel die Tarife blauworld und Che Mobil. Weitere Tipps zum Umgang mit dem Handy im Ausland gibt es in unserem Urlaubs-Special zum Nachlesen.

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