Süßes oder Saures

Halloween: Vorsätzliche Schäden sind nicht versichert

Zu Halloween ziehen wieder verkleidete Kinder durch die Straßen und verteilen "Saures", wenn es nichts Süßes gibt. Doch wer zahlt, falls aus harmlosen Scherzen ernsthafte Schäden werden? CosmosDirekt erklärt, wie sich Eltern gegen unerwartete Kosten absichern können.

Halloween© Maya Kruchancova / Fotolia.com

Saarbrücken (red) - In der Nacht des 31. Oktobers werden wieder kleine Geister, Hexen und Vampire durch die Straßen ziehen und Halloween feiern. Schabernack steht bei den Schreckgestalten häufig ganz oben auf dem Programm: Farbschmierereien am Haus oder Feuerwerksböller im Briefkasten sind dann keine Seltenheit.

Alte Tradition in neuem Gewand

Die Tradition, an Halloween - dem Abend vor Allerheiligen - von Haus zu Haus zu ziehen, geht auf einen christlichen Brauch aus dem elften Jahrhundert zurück. Damals wurden in Irland kleine "Seelenbrote" mit Johannisbeeren an Bettler verteilt. Diese versprachen im Gegenzug, für die Seelen von Verstorbenen zu beten.

Heute sind die Beschenkten Kinder und Jugendliche, die - um Süßigkeiten bittend - durch die Wohnviertel ziehen. Werden Bonbons, Kekse und anderes Naschwerk nicht freiwillig herausgegeben, drohen die verkleideten Gruselgestalten mit Streichen. Doch was, wenn sich die Farbe nicht mehr von der Hausfassade löst oder der Briefkasten nach einer Böllerexplosion schief in den Angeln hängt?

Privathaftpflicht zahlt bei versehentlichen Schäden

"Wenn bei Halloween-Streichen Gegenstände beschädigt werden oder so- gar zu Schaden kommen, hilft eine Privat-Haftpflichtversicherung", sagt Bernd Kaiser, Versicherungsexperte von CosmosDirekt. "Mithilfe dieser Versicherung kann der Schaden rasch und unbürokratisch reguliert werden."

Vorsätzlich verursachte Schäden verhindern

Wichtig: Die private Haftpflichtversicherung deckt nur Missgeschicke ab. Vorsätzlich verursachte Schäden sind im Versicherungsschutz nicht inbegriffen. Damit die Nacht der Geister nicht zum Alptraum wird, sollten Eltern folgende Tipps beherzigen:

Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, lohnt sich eine Familienhaftpflichtversicherung, die auch Beschädigungen einschließt, wenn diese durch deliktunfähige Kinder unter sieben Jahren verursacht werden.

Gehen Sie mit Ihren Kindern auf Beutezug. So kommen Sie Ihrer Aufsichtspflicht nach und können in heiklen Situationen Schäden eventuell direkt vor Ort verhindern. Dass die Aufsichtspflicht tatsächlich verletzt wurde, wird nach Aussage des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) nur selten nachgewiesen. In solch einem Fall bleibt der Geschädigte möglicherweise auf seinen Kosten sitzen.

Das eigene Hab und Gut schützen

Für alle anderen gilt: Schützen Sie Ihr eigenes Hab und Gut. Wer zum Beispiel einen Garten hat, stellt Gartenmöbel am besten ins Haus. Auch ein Auto sollte in der Gruselnacht an einem sicheren Ort geparkt werden - wenn möglich in der Garage. So kommen kleine Halloween-Fans gar nicht erst auf dumme Gedanken. Und seien Sie vorbereitet auf gruselige Gäste: Halten Sie genug Süßigkeiten bereit!

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