Statistik

Die größten DSL-Anbieter in Deutschland

Das Internet gehört heute fest zu unserem Alltag. In den letzten Jahren hat die Anzahl der Haushalte, die einen DSL-Anschluss haben, daher auch immer mehr zugenommen. Doch nicht nur die Anzahl der DSL-Anschlüsse, sondern auch die Zahl der Provider ist gewachsen. Welches sind die größten Anbieter von schnellem Internet?

Highspeed Anschluss© Silvano Rebai / Fotolia.com

Linden (red) - Die Anbietervielfalt im DSL-Bereich ist noch recht jung, denn von 1999 bis 2004 durfte ausschließlich die Deutsche Telekom das Produkt vermarkten und erst seit 2008 ist der Konzern verpflichtet, seine Anschlüsse auch anderen Anbietern gegen Gebühr zur Verfügung zu stellen. Doch welches sind die größten Anbieter von schnellem Internet? Am besten lässt sich das anhand der Kundenzahlen der einzelnen Anbieter nachvollziehen. Wir haben hier die klassischen DSL-Anbieter und auch die Anbieter von Kabelinternet einbezogen.

Etwa 30 Millionen Deutsche haben schnelles Internet

Aktuelle Zahlen für das Jahr 2016 ergeben dabei, dass es in Deutschland inzwischen etwa 30 Millionen Breitband-Anschlüsse gibt. Dabei müssen die Anbieter von klassischen DSL-Zugängen immer mehr Kunden an die Kabelanbieter abgeben, die ihre Internetzugänge über das Fernseh-Kabelnetz realisieren und teilweise schon höhere Datenraten anbieten können. Zusätzlich setzt man auf den neuen Mobilfunkstandard LTE, der ebenfalls extrem hohe Datenraten ermöglicht. Trotzdem führen die "klassischen" DSL-Anbieter auch weiterhin die Spitze der Liste der größten DSL-Anbieter an; die meisten Kunden setzen bei ihrem Internetanschluss auf diese Technologie.

Telekom führt die größten DSL-Anbieter weiterhin an

An der Spitze der größten DSL-Anbieter, und damit auch der größten Breitbandanbieter, steht nach wie vor die Deutsche Telekom, die als Marktführer insgesamt über 40 Prozent aller Breitband-Kunden für sich beanspruchen kann - mit leicht abnehmender Tendenz. Über zwölf Millionen Verbraucher haben ihren DSL-Anschluss bei dem Unternehmen. Danach folgen 1&1 und Vodafone, wobei hier DSL- und Kabelanschlüsse getrennt betrachtet wurden. Der Anbieter Telefónica/o2 hatte Anfang 2016 noch gut zwei Millionen Nutzer.

Breitband-Kunden im ersten Quartal 2016:

Provider Internetkunden gesamt
(in Millionen)
Neukunden
Deutsche Telekom 12,71 62.000
1&1 4,36 40.000
Vodafone (DSL/VDSL) 2,81 38.000
Telefónica (O2) 2,1 3.000
Unitymedia 3,15 40.000
Vodafone (Kabel) 3,02 96.000
Tele Columbus 0,47 12.000

Veränderungen auf dem Markt

Außer den DSL-Anbietern sind auch die Kabelnetzbetreiber in unserer Liste zu finden. Der Kabelanschluss ist eine ernstzunehmende Konkurrenz für DSL. Die letzten Jahre waren aber auch von Übernahmen und Fusionen geprägt: So wurde Kabel Deutschland von Vodafone übernommen, was der Grund dafür ist, dass Vodafone mittlerweile die Nummer 2 auf dem Markt ist, wenn man Kabel- und DSL-Anschlüsse zusammenrechnet. Unitymedia fusionierte unter dem Dach von Liberty Global zudem mit der kleineren Kabel BW, im April 2015 wurde der Markenname Kabel BW schließlich ganz gestrichen.

DSL gibt es auch von regionalen Anbietern

Ebenfalls zu den größeren Anbietern zählt congstar, allerdings verbirgt sich dahinter die günstige Zweitmarke der Telekom. Die ehemals großen Anbieter Freenet und Arcor sind inzwischen komplett in die Marken 1&1 bzw. Vodafone übergegangen. Daher haben auch nur noch Bestandskunden einen DSL-Anschluss unter diesen Markennamen. Neben den "großen" Kabel- und DSL-Anbietern gibt es natürlich auch noch eine Reihe kleinerer, teilweise ausschließlich regionaler Anbieter. Sie fallen im Rahmen der größten DSL-Anbieter kaum ins Gewicht. Zu nennen wären hier beispielsweise der Münchner Anbieter M-Net, der im südlichen Raum Deutschlands seine Tarife anbietet, Tele Columbus, die Kölner von Net Cologne oder EWE Tel.

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