Tablet im Check

Google Nexus 7 im Test: Kaum Grund zu meckern!

Googles 7-Zoll-Tablet Nexus 7 kostet nur knapp 200 Euro, für den kleinen Preis hat es aber einiges zu bieten. Wir haben uns das Nexus 7 genauer angeschaut und sind - abgesehen von ein paar Kleinigkeiten - wirklich angetan.

Google Nexus 7© Google / Asus

Linden (red) - Was man auch liest und wohin man auch schaut, alle sind sich einig: Das Nexus 7 ist in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis ein echter Kracher. Für knapp 200 Euro (8-GB-Version) bekommt man natürlich keinen iPad-Klon, aber einen sehr ordentlichen und äußerst handlichen Flachrechner, der auf Jelly-Bean-Basis arbeitet. An Bord ist ein Tegra-3-Prozessor mit vier Kernen, der gute Arbeit leistet. Die Display-Diagonale beträgt 7 Zoll (daher der Name), es zeigt 1.280 x 800 Pixel. Das Nexus 7 misst 198,5 x 120 x 10,45 Millimeter und wiegt 340 Gramm. 20 Euro für den Google Play Store gibts übrigens noch obendrauf.

Allgemeine Nutzung

Gut gefallen hat uns die Optik, auch die Plastik-Rückseite fühlte sich angenehm an. Das Display reagierte im Test sehr schnell und präzise, so ist auch sauberes Tippen kein Problem; die virtuelle Tastatur hat (jedenfalls für durchschnittliche Männerhände) eine angenehme Größe, sie reagiert gut. Die Display-Auflösung ist aus unserer Sicht für Alltagsbedürfnisse richtig klasse; auch Bücher mit Serifen-Schriften lassen sich gut lesen, sogar bei Sonnenschein. Eine gewisse Eingewöhnungszeit erfordert das Tablet für all jene, die noch nicht mit Android 4.1 gearbeitet haben, doch dann läuft der Workflow ziemlich flüssig (Beispiel: Es gibt keinen Menü-Knopf mehr, das ist jetzt ein Symbol in den Apps).

Der Akku hielt bei WLAN-Nutzung, Aufrufen von Google Maps sowie längerer Spielerei mit einigen Apps und Videos sehr gut durch; im Standby ist der Verbrauch sogar richtig niedrig. Aufgerufen haben wir auch Videos über Youtube, was ruckelfrei und ohne Probleme vonstatten ging, auch das Suchen von Szenen in einem längeren Film funktionierte gut. Wir hatten den Eindruck, die Lautsprecher sind besser als an manchem Notebook. Die Near Field Communication (NFC) hat auch anstandslos funktioniert.

Mail & Co.

Wir haben ein Exchange-Konto eingerichtet, dessen Aufteilung und Handling uns richtig gut gefallen hat. Sehr übersichtlich ist beispielsweise der geteilte Screen mit Ordnern auf der einen Seite und einer E-Mail-Liste auf der anderen. Auch im Standard-Kalender gibt es eine geteilte Ansicht, die Kalender aus verschiedenen Konten sind normalerweise an- bzw. abschaltbar. Allerdings haben wir im Exchange-Postfach nur den Hauptkalender angezeigt bekommen (was wir schon vom Galaxy SIII kannten - womöglich ein Android-Standard-Kalenderproblem). Der Anlagenversand funktionierte im Test problemlos. Als praktisch und übersichtlich haben wir auch die Standard-Kontaktverwaltung empfunden: Links die Liste der Kontakte, rechts dann die Details zum jeweils ausgewählten Kontakt.

Kritik

Und was hatten wir zu kritisieren? Angesichts des unschlagbaren Preises fast nichts. Aufgefallen ist uns beispielsweise, dass beim Surfen mit dem Google-Browser Chrome (im Inkognito-Modus) die Anzeige der für mobile Geräte optimierten Seiten hätte besser sein können. Wir haben häufiger vergrößert und verkleinert - was an der (bis dato) ungewöhnlichen Zwischengröße des Nexus 7 liegen dürfte, irgendwo zwischen Smartphone und (früheren) Tablets. Vermisst haben wir auch eine Kamera. Eben weil das Nexus 7 so handlich ist, hatten wir schon das Bedürfnis, es wie ein Smartphone zu nutzen - manchmal zumindest. Die Größe muss man mögen: Aus unserer Sicht ist sie für Spielereien absolut ausreichend, aber zum Arbeiten eigentlich zu klein.

Unser Fazit: Ganz klar Daumen hoch! Für den Preis von knapp 200 Euro ein wirklich tolles Tablet - wenn man mit der Zwischengröße kann.

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