Netzwerke

Gleicher Komfort für weniger Geld: DSL gemeinsam nutzen

Wer sich einen DSL-Anschluss mit mehreren Personen teilt, kann Kosten senken. Hilfreich ist z.B. ein WDS-Repeater, der Reichweitenprobleme bei WLAN löst. Damit kann man übrigens auch die Reichweite von Schnurlostelefonen erhöhen.

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Die Tarife für DSL und Telefon werden immer günstiger - dennoch beträgt die monatliche Rechnung vieler Kunden weit mehr als 50 Euro. In der neuesten Ausgabe 8/2005 zeigt das Magazin connect, wie sich Anwender mit mehreren Personen einen DSL-Anschluss teilen und dabei jede Menge Geld sparen können. Voraussetzung ist natürlich, dass der jeweilige Internetanbieter eine gemeinsame Nutzung erlaubt - das ist nicht bei allen der Fall.

Wie funkt WLAN weiter als bisher?

Zahlreiche DSL-Router beherrschen heutzutage die Funktechnik Wireless LAN (WLAN). Damit lassen sich zwar mehrere Rechner drahtlos über eine DSL-Leitung mit dem Internet verbinden, doch das Problem ist, dass die Technik je nach Beschaffenheit von Wänden und Decken nur mehrere Meter weit funkt. Die "connect"-Experten empfehlen: Wer seinen DSL-Anschluss über größere Entfernungen beispielsweise mit dem Nachbarn teilen möchte, kann die WLAN-Signale mit einem so genannten Repeater verstärken. Diese Geräte arbeiten oft nach dem Wireless Distribution System (WDS).

Repeater erhöhen auch Reichweite von DECT-Telefonen

Dabei empfängt der Repeater, der an der Reichweitengrenze des ursprünglichen Routers positioniert wird, dessen Signal, verstärkt es und sendet es erneut aus. Der Nachbar kann die verstärkten Signale mit einem WLAN-fähigen Rechner empfangen und so den gleichen DSL-Anschluss nutzen. Auf diese Weise ist theoretisch die Versorgung ganzer Straßenzüge mit WLAN möglich. Aber auch die Reichweite von Schnurlostelefonen, die nach dem DECT-Standard funken, lässt sich mit speziellen Repeatern erweitern. So kann auch der eigene ISDN- oder Analoganschluss kostensparend mit dem Nachbarn geteilt werden.

Doch auch wer an seinem Wohnort keinen Zugang zu DSL hat, kann sich das schnelle Internet ins Haus holen. Die Alternativen sind Satellit, Fernseh-Breitband-Kabel oder Funk. Zwar können diese alternativen Übertragungstechniken nicht immer mit den hohen Datenraten und günstigen Preisen der gängigen DSL-Anbieter mithalten, aber besser als die maximalen 128 Kilobit pro Sekunde, die ein DSL-ungeeignetes Telefonkabel liefert, sind diese Offerten allemal.

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