Reise zur EM

Der richtige Finanz-Mix für Polen und die Ukraine

Generell sollte man sich auf Reisen nicht auf ein Zahlungsmittel allein verlassen. Auf was man insbesondere achten sollte, wenn man zur EM nach Polen oder in die Ukraine reist, und warum man am Bankautomaten in Polen besonders aufpassen sollte, lesen Sie in diesem Ratgeber.

bezahlen© StefanieB. / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Fußballfans, die zur Europameisterschaft nach Polen und in die Ukraine reisen, sollten am besten eine Mischung aus Bargeld, EC- und Kreditkarte benutzen, um finanziell immer gut versorgt zu sein.

Wichtiges Zahlungsmittel ist und bleibt Bargeld. Doch weil es bei Diebstahl nicht ersetzt wird, empfehlen Verbraucherschützer, möglichst wenig davon mitzunehmen. Das Bare sollte nur den Bedarf der ersten Tage und Ausgaben für Taxifahrten oder Trinkgeld decken. Umgerechnet 100 bis 200 Euro reichen meist. Einen Währungsrechner und eine Umrechnungstabelle zum Ausdrucken gibt es auf der Seite des Bundesverbandes Deutscher Banken (www.bdb.de).

Mit der EC-Karte in Polen und der Ukraine unterwegs

Im EU-Land Polen ist das Bezahlen und Geldabheben mit EC-Karten, die das Maestro- oder V-Pay-Logo tragen, kein Problem. Die Geldautomaten und Kassen können in der Regel die Informationen auf dem Kartenchip lesen.

Einige Kreditinstitute haben das Zahlen mit EC-Karten - von den Banken mittlerweile Girocard genannt - für Länder außerhalb der EU gesperrt. Wer in die Ukraine reist, sollte sich deshalb vorher bei seiner Hausbank melden, um ein Budget für dieses Land einrichten zu lassen. Laut Bankenverband ist zudem unklar, ob in der Ukraine überall Karten mit dem V-Pay-Logo akzeptiert werden, auf das die Postbank, einige Sparkassen sowie einige Volks- und Raiffeisenbanken umgestellt haben. Inhaber einer solchen Karte sollten daher zur Sicherheit auch die Kreditkarte ins Portemonnaie stecken.

Hohe Akzeptanz bei Kreditkarten

Bei der Akzeptanz im Ausland sind Kreditkarten unschlagbar. Sie werden an über 33 Millionen Kassen und Bankautomaten weltweit akzeptiert. Die Anbieter kassieren beim Einkauf außerhalb der Euro-Zone eine Umrechnungsgebühr zwischen einem und zwei Prozent der Summe. Beim Geldabheben fallen oft hohe Gebühren an: In der Regel werden zwei bis drei Prozent oder ein festgelegter Mindestbetrag fällig.

Vorsicht am Bankautomaten

An Bankautomaten in Polen sollten Reisende unbedingt zunächst die Taste für die deutsche oder englische Sprache auswählen. Wer den Text auf dem Bildschirm nicht genau versteht, könnte sonst ungewollt einer Spende für eine gemeinnützige Organisation zustimmen. Die eingetippte Summe landet dann nicht als Bargeld in der Hand des Kunden, sondern auf einem Spendenkonto. Der Kunde bekommt nur eine Spendenbescheinigung.

Was tun bei Verlust der Karte?

Beim Verlust von ec- oder Kreditkarte sollten diese schnell gesperrt werden, damit Betrüger nicht das Konto abräumen. Dies ist bei EC-Karten rund um die Uhr unter der Telefonnummer +49-1805-021021 möglich. Für viele Bank- und Kreditkarten gibt es zudem die einheitliche Sperrnummer +49-116116. Mastercard und Visa haben eigene Sperrnummern.

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