Tipps für Mieter

Gasanbieterwechsel in der Mietwohnung

Auch Mieter sollten eine hohe Gasrechnung nicht einfach so hinnehmen, denn unter Umständen ist ein Gasanbieterwechsel auch in einer Mietwohnung möglich. Zudem hat auch der Vermieter so seine Pflichten. Ein Wechsel kann prinzipiell nach zwei möglichen Szenarien ablaufen.

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Linden (red) - Entscheidend ist, ob das gesamte Mehrparteienhaus über einen gemeinsamen Zähler verfügt, das heißt, die Heizkosten werden anteilig auf alle Mieter umgerechnet, oder ob jede Mietwohnung ihren privaten Zähler hat.

Gasanbieterwechsel in der Mietwohnung: Tipps für den Mieter

Haben Sie in Ihrer Mietwohnung einen Gaszähler und darüber hinaus selbstständig einen Vertrag mit einem Gasanbieter abgeschlossen, steht einem Gasanbieterwechsel nichts im Weg. Sollten Sie einen Wechsel vornehmen, sind Sie nicht einmal verpflichtet, Ihren Vermieter davon in Kenntnis zu setzen.

Ist in Ihrer Mietwohnung kein Gaszähler angebracht, sind Sie dagegen auf die Hilfe und das Wohlwollen Ihres Vermieters beziehungsweise der Hausverwaltung angewiesen. In einem solchen Fall können Sie keinen Gasanbieterwechsel für die Mietwohnung vornehmen. Trotzdem schadet es nicht, einen Gasanbieter Preisvergleich durchzuführen und günstige Angebote zu ermitteln, um sie anschließend dem Vermieter vorzulegen. Auch wenn der Vermieter persönlich nichts von einem Gasanbieterwechsel für Ihre Mietwohnung hat, kann er sicherlich für einen Wechsel gewonnen werden, wenn es sich um attraktive Angebote handelt.

Gasanbieterwechsel in der Mietwohnung: Pflichten des Vermieters

Im Bürgerlichen Gesetzbuch Paragraph 560 wird mit dem Wirtschaftlichkeitsgebot allen Vermietern nahegelegt, ihren Mietern keine unverhältnismäßig hohen Kosten aufzubürden, sondern kostenneutral zu wirtschaften. Das heißt, die Betriebskosten sollen so niedrig wie möglich gehalten werden. Steigen die Betriebskosten um zehn Prozent oder mehr, ist man als Vermieter verpflichtet, den Preisanstieg zu erklären, Vergleichsangebote einzuholen und gegebenenfalls einen Gasanbieterwechsel für die Mietwohnung vorzunehmen, um die Kosten in den Griff zu bekommen. Übrigens: Eine anschauliche Darstellung, wie der Wechsel von statten geht, zeigt die Infografik zum Gasanbieter wechseln von Gas-Magazin.de.

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Gasanbieterwechsel beim Umzug

Die Zeit zwischen Vertragsunterzeichnung und der ersten Lieferung beträgt bei einem Gasanbieterwechsel circa drei bis sechs Wochen. Wenn Sie beim Umzug die Möglichkeit haben, Ihren Gasversorger frei zu wählen, sollten Sie sich frühzeitig informieren und den Vertrag rechtzeitig abschließen, also etwa zwei Monate im Voraus. Für den Vertragsabschluss benötigt der neue Anbieter neben Ihren persönlichen Daten lediglich das Einzugsdatum, die Zählernummer sowie den Zählerstand. Wenn alles optimal läuft, übernimmt Ihr Anbieter ab Ihrem Einzug die Gasversorgung, ohne dass der lokale Grundversorger einspringen muss. Das ist in der Regel günstiger, da der lokale Gasversorger Sie zum Standardtarif versorgt, der in der Regel höher ist als der Tarif des neuen Anbieters. Eine unterbrechungsfreie Gasversorgung ist aber gesetzlich in jedem Fall garantiert.

Falls Unsicherheiten darüber bestehen, wo sich der Gaszähler befindet beziehungsweise welcher Gaszähler zu welcher Wohnung gehört, wendet man sich am besten an den Vermieter oder die Hausverwaltung.

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    Grundversorgung

    Der Begriff Grundversorgung bezeichnet die Verfügbarkeit wichtiger Infrastruktur und gewissen Dienstleistungen. Oft wird der Begriff im Zusammenhang mit Energie benutzt. Hier ist die Grundversorgung in der Regel eine der teureren Alternativen.

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