Kabel- oder Sat-TV

Fernsehen: Der Unterschied zwischen analog und digital

Das Ende des analogen Satellitenfernsehens ist gekommen, doch während man über die sogenannte "Schüssel" in Zukunft nur noch digital empfängt, geht es bei den Kabelanbietern munter auch in der analogen Form weiter. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen analogem und digitalem Fernsehen?

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Linden (red) - Der Hauptunterschied zwischen analogem und digitalem Fernsehen liegt in der Art und Weise, wie Ton- und Bildsignale gesendet werden. Bei der analogen Übertragung werden die Signale direkt, durch eine beständige Änderung des Signalpegels, übertragen. Im Unterschied dazu werden die Signale bei einer digitalen Übertragung indirekt übermittelt. Dies geschieht durch eine Interpretation des Wechsels zwischen Aus und Ein von Signalpegeln. Für die digitale Übertragung werden dazu analoge Signale in digitale Datenströme, also Binärcodes, umgewandelt.

Digitales Fernsehen bietet mehr Programme

Während die Theorie des Ganzen eher kompliziert ist, lassen sich die praktischen Unterschiede zwischen analog und digital relativ einfach beschreiben. Bei der Digitalisierung werden Bild- und Tonsignale vor der Übertragung komprimiert. Dadurch wird eine geringere Bandbreite benötigt als bei der analogen Übertragung. Die einzelnen Fernsehsender können so mehr Programme ausstrahlen und das in der Regel auch in einer besseren Qualität, da die digitale Übertragung weniger störanfällig ist. Allerdings gibt es, bedingt durch den Übertragungsweg, auch beim digitalen Fernsehen Qualitätsschwankungen.

Digital und analog: Nicht alle Geräte sind kompatibel

Ein Nachteil beim Umstieg von analog auf digital besteht darin, dass, wer noch alte Geräte wie einen Röhrenfernseher zuhause hat, erst mal umrüsten muss. Der Neukauf von Fernseher, Receiver und anderem Zubehör kann mitunter den Geldbeutel recht stark strapazieren. Dafür besteht, hat man erstmal auf digitales Fernsehen umgestellt, die Möglichkeit, zahlreiche Zusatzoptionen zu nutzen, beispielsweise zeitversetztes Fernsehen, Fernsehen auf Abruf oder die Elektronische Programmvorschau (EPG). Diese zusätzlichen Möglichkeiten machen für den Verbraucher neben der besseren Bildqualität den größten Unterschied zwischen digital und analog aus. Digitales Fernsehen ist übrigens keine neue Erfindung, bereits seit Ende der 90er Jahre werden viele Programme digital ausgestrahlt. Wurden zuvor noch beide Sendevarianten, also digital und analog, von den Fernsehanstalten angeboten, wurde analoges Satellitenfernsehen am 30. April 2012 ganz abgeschaltet.

Empfangsmöglichkeiten für digitales Fernsehen

SAT-Kunden müssen dann auf die digitale Variante umrüsten, wenn sie weiterhin ihr Fernsehprogramm über Satellit empfangen wollen. Wer noch nicht auf digital umstellen will, kann zu einem Kabelanbieter gehen. Diese bieten analoge Programme nach eigenen Angaben so lange an wie eine ausreichende Nachfrage durch die Kunden besteht. Während man die analogen Programme nur über Antenne, Kabel oder Satellit empfangen konnte, hat man beim digitalen Fernsehen inzwischen noch mehr Möglichkeiten: So kann man digitales Fernsehen auch über mobile Empfangsgeräte oder das Internet (IPTV) schauen.

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