TV der Zukunft

Entertain: Wie funktioniert eigentlich das Internet-Fernsehen?

Das Zusammenwachsen von Internet, Telefonie und Fernsehen ist in aller Munde. Doch wie ist es eigentlich möglich, dass alle drei Techniken über einen einzigen Anschluss genutzt werden können? Dieses Special erklärt am Beispiel T-Home Entertain, wie das TV-Bild via Internet auf den Fernseher kommt.

Telekom Entertain © Deutsche Telekom AG

Seit 2006 bietet die deutsche Telekom in immer mehr Ortschaften ihr erstes Triple-Play-Produkt Entertain an. Dabei werden drei Dienstleistungen auf einmal verkauft, die über einen Anschluss parallel nutzbar sind: Breitband-Internet mit 25 (später 50) Mbit/s, ein Telefonanschluss mit Festnetz-Flatrate und ein Zugang zum Internet-Fernsehen.

Breitband-Internet und Telefonanschlüsse über Festnetz oder Internet sind ja sattsam bekannt, doch wie funktioniert eigentlich das Internet-Fernsehen, auch IP-TV oder IP-Fernsehen genannt? Wie kommen die Signale auf dem Bildschirm des Nutzers an? Grob gesagt, verläuft das so:

So kommt IP-TV beim User an

Die Sendesignale der Fernsehsender gelangen meist via Satellit ins "Headend" des Internet-TV-Anbieters, in diesem Fall von T-Home. Das Headend ist die Sammelstelle aller Signale. Diese werden dort zunächst decodiert, sprich "ausgepackt". Den Decoder kann man sich als Satelliten-Set-Top-Box in professioneller Ausführung vorstellen. Er sorgt für Fehlerkorrektur und Ausfallsicherheit der Fernsehsignale und leitet diese an die Encoder weiter. Diese komprimieren die Signale, wodurch die Bandbreite der Datenverbindung effektiver genutzt werden kann. Die Encoder geben die Signale an Server weiter, die diese wiederum an den Backbone von T-Home liefern.

Nun arbeiten im Headend viele Decoder, Encoder und Server parallel. Deshalb sorgt als nächster Schritt ein Router dafür, dass die parallel anstehenden Signal-Programm-Pakete sozusagen hintereinander angeordnet werden und - inzwischen umgewandelt in ein IP-Signal - in die Netz-Infrastruktur von T-Home geschickt werden. Das IP-Signal transportiert die Programm-Signale zu den einzelnen Vermittlungsstellen und Kabelverzweigern. Von dort aus kommt es über DSLAM, Router und die Set-Top-Box auf den Bildschirm der T-Home-Nutzer.

Entertain inzwischen auch über normales DSL

Zeitweise gibt es für solche Kunden, die auch einen Handytarif von T-Mobile bestellen, Preisnachlässe. Verfügbar ist T-Home Entertain in immer mehr deutschen Städten. Zum Jahresende 2008 waren insgesamt rund 1000 Städte mit IPTV versorgt. Damit stieg die Anzahl der Haushalte, die IPTV nutzen können, auf rund 20 Millionen.

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