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Die 10 größten Energiefresser in der Weihnachtszeit

An Weihnachten und in der Adventszeit wird deutlich mehr Energie verbraucht als an einem durchschnittlichen Wintertag. Dabei kann man mit ein wenig Engagement reichlich sparen. Wir zeigen zehn Energiefresser und sagen, wie man diese vermeidet.

Lichterkette© Nicole Effinger / Fotolia.com

Dass man im Winter mehr heizt und das Licht länger brennt als im Sommer, ist klar. Besonders um Weihnachten herum jedoch schießt der Energieverbrauch in den Haushalten in die Höhe. Da wird gebacken und gebrutzelt, die Lichterketten werden angeschaltet und nach der Bescherung werden die neuen elektronischen Spielzeuge aktiviert. Wie kann man speziell an Weihnachten etwas gegen Energiefresser tun?

1. Lichterketten

Ganz klar: Stromfresser Nummer eins zur Weihnachtszeit ist die Beleuchtung. Wenn es darum geht, eine feierliche Stimmung zu schaffen und das Haus festlich zu schmücken, wird aus dem Vollen geschöpft. Nicht ganz so sehr schlägt sich das auf der Stromrechnung nieder, wenn man energieeffizientere LED-Lampen verwendet. Die Anschaffung ist zwar teurer, aber lohnt sich auf die Dauer. LEDs halten länger und werden nicht so heiß. Mit Zeitschaltuhren kann man die Beleuchtung automatisch ausschalten. Noch mehr sparen Solar-Lichterketten.

Tipp: Bei der Außenbeleuchtung ist weniger "Blingbling" oft mehr und sieht gemütlicher aus.

2. Heizung

Wenn man mit der ganzen Familie zusammensitzt, muss man die Heizung nicht stärker aufdrehen als gewohnt. Das warme Essen und die vielen Leute im Raum sorgen ganz von selbst für ein Plus an Wärme. Verreist man über die Feiertage, sollte man die Heizung herunterregeln, wenn auch nicht ganz ausschalten. Ist es zu kalt, drohen Schimmel oder schlimmstenfalls vereiste Rohre. Wer überlegt, für die größere Gesellschaft oder für die Raucher einen Heizpilz anzuschaffen, sollte wissen, dass er sich einen üblen Energiefresser einhandelt. Nicht nur könnte man mit der Energiemenge, die er benötigt, einen ganzen Altbau beheizen, auch der CO2-Ausstoß ist enorm.

3. Kochen

An Weihnachten läuft auch die Küche bei vielen auf Hochtouren. Hier sollte man die Energiespar-Tipps nicht vergessen, die man vielleicht außerhalb des Weihnachtstrubels bereits beherzigt: Deckel drauf beim Kochen und nicht zu viel Flüssigkeit benutzen! Den Topf so klein wie möglich wählen und auf eine passende Platte stellen. Je nach Herd kann man auch durch die Nutzung von Restwärme sparen, indem man bereits einige Minuten vor Ende der Kochzeit die Platte abschaltet.

4. Plätzchen backen

Was fürs Kochen gilt, gilt auch für die Weihnachtsbäckerei: Die Restwärme des Ofens kann man nutzen und einige Minuten früher abschalten. Vorheizen ist dagegen bei vielen Gerichten nicht nötig. Bei unkomplizierten Speisen kann man sich die längere Laufzeit des Ofens sparen. Während des Backens bleibt die Ofentür natürlich zu, überflüssige Bleche hat man schon vorher herausgenommen.

Tipp: Wer auf den Duft frisch gebackener Weihnachtsplätzchen verzichten kann, findet im Internet zahlreiche Rezepte für Plätzchen, die ganz ohne Backen auskommen.

5. Geschirrspüler

Bei all den festlichen Schlemmereien sowie beim Kochen und Backen fällt auch jede Menge schmutziges Geschirr an. Achtet man vor dem Essen auf Energiefresser, kann man das auch hinterher tun und beim Spülen des Geschirrs Strom und Wasser sparen. Auch wenn man in der Hektik lieber so viel wie möglich schnell beseitigt, sollte man die Spülmaschine doch erst anstellen, wenn sie voll ist. Bei leicht verschmutztem Geschirr kann man Energiesparprogramme einsetzen, die mit einer geringeren Temperatur laufen. Kurzprogramme sind dagegen nur schnell, verbrauchen aber vergleichsweise viel Wasser und Strom.

6. Elektronische Geschenke

Auch bei der Geschenkeauswahl kann man die Energieeffizienz im Blick behalten und schonmal für die kommenden Monate und Jahre vorsorgen. Wer Haushaltsgeräte oder Elektronikartikel verschenkt oder sich wünscht, sollte darauf achten, dass diese eine gute Energiebilanz aufweisen. Für Fernseher, Lampen oder große Haushaltsgeräte gibt es das EU-Energielabel.

7. Baumbeleuchtung

Bei der Beleuchtung des Weihnachtsbaums kann man ebenfalls Strom sparen, wenn man die alte Lichterkette ausmistet und durch moderne LEDs ersetzt. Natürlich kann man auch auf echte Kerzen zurückgreifen, neben der finanziellen Frage kommt dann aber noch der Sicherheitsaspekt hinzu. LEDs haben auch eine längere Lebensdauer als herkömmliche Lämpchen. Wichtig: Darauf achten, dass die Lichtfarbe nicht zu kalt wirkt.

Tipp: Kerzen kann man in der Tiefkühltruhe aufbewahren, bevor sie zum Einsatz kommen. Sie brennen dann langsamer ab.

8. Autofahrten

Unmittelbarer als beim Strom, der einmal im Jahr abgerechnet wird, macht sich Verschwendung beim Sprit im Geldbeutel bemerkbar. Unnötige Wege sollte man deshalb vermeiden. Für die Weihnachtseinkäufe also besser gut vorausplanen und nur einmal in die Stadt fahren! So lange es nicht stürmt und schneit, ist auch das Fahrrad eine Alternative. Damit spart man sich auch weitgehend die Parkplatzsuche.

Wenn man sich dann am Weihnachtstag zusammenfindet, bietet es sich vielleicht an, Fahrgemeinschaften zu bilden oder auch den Zug zu nehmen. Gerade bei längeren Fahrten mit Übernachtung ist das eine Option. Damit verkleinert man dann auch gleich noch seinen ökologischen Fußabdruck.

9. Schnee schieben

Zwar lässt sich der Schnee gefühlt gerade an Weihnachten nie blicken, aber wenn er da ist, muss man vor der Tür für Ordnung sorgen. Wer dabei zur guten alten Schneeschaufel greift, spart Geld und hält sich fit. Motorisierte Schneefräsen oder Aufsätze für den Rasenmäher sind eher bei Rückenproblemen zu empfehlen oder wenn man ein wirklich großes Grundstück räumen muss.

10. Stress

Vielleicht das Wichtigste: Denken Sie auch an Ihre eigenen Akkus! Kaum eine Jahreszeit löst bei so vielen Menschen Stress aus wie Weihnachten. Die eigenen Energiereserven leiden unter den unzähligen Aufgaben und nötigen Planungen und Besorgungen. Deshalb schalten Sie auch mal einen Gang zurück und Ihre persönlichen Energiefresser aus: Machen Sie ein Buffet, bei dem jeder Gast etwas mitbringt oder entscheiden Sie sich für ein Essen, das weniger aufwändig und gut vorzubereiten ist. Setzen Sie bei zu vielen Tagesordnungs-Punkten einfach mal aus.

Tipp: Gönnen Sie sich eine bewusste Auszeit ohne Telefon, Internet und Handy.
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