Energiekosten senken

Energie sparen: Spartipps rund um Heizung und Warmwasser

Jeder hat seine ganz persönliche Wohlfühltemperatur. Bei den einen sind es weit über zwanzig Grad, anderen dagegen reichen kühle 16 Grad. Besonders im Winter läuft die Heizung im Keller auf Hochtouren – und zieht in der Regel viel Strom aus der Leitung oder verbrennt zahlreiche Liter Öl oder Gas. Wie man seine Heizkosten senken kann, lesen Sie hier.

WärmebildMit Thermografie-Aufnahmen des Gebäudes wird sichtbar, wo Energie verloren geht und an der Isolierung nachgebessert werden sollte, um Heizkosten zu sparen.© electriceye / Fotolia.com

Ein Grad mehr erhöht Heizkosten um sechs Prozent

Im Bad dreiundzwanzig Grad, im Wohnzimmer einundzwanzig, in der Küche etwa neunzehn und im Schlafzimmer sechzehn Grad… Nicht in jedem Raum muss der Heizkörper auf Maximalleistung stehen und somit die Heizung dazu veranlassen, auf Hochtouren zu laufen.

Bei jedem Gang zum Heizkörper sollte man sich ins Gedächtnis rufen, dass ein Grad mehr im Zimmer die Heizkosten um etwa sechs Prozent erhöht. Von daher gilt: Immer nur so warm wie nötig ist, um sich wohl zu fühlen und lieber mal einen dickeren Pulli angezogen.

Gute Isolierung vermindert Heizkosten

In vielen Häusern heizt und heizt man und warm wird es trotzdem nicht. Das sollte eine Aufforderung für die Bewohner sein, einmal ein genaueres Auge auf die Isolierung zu werfen. In vielen Häusern heizt man beispielsweise wahrhaftig "zum Fenster raus", denn hier finden sich oft große Schwachstellen in der Isolierung. Weiterhin verliert man oft viel Energie über den Dachboden und die Außenwände. Eine sogenannte Thermografie kann beim Aufzeigen von Schwachstellen nützlich sein. Ein Fachmann kommt dabei zu Ihnen nach Hause und fertigt thermografische Bilder an, auf welchen man erkennen kann, wo viel Wärme nach außen verloren geht. Das kostet natürlich erst einmal, kann sich aber auf lange Sicht bezahlbar machen.

Heizkosten: Auch kleine Dinge bewirken Großes

Auch wenn Sanierungsarbeiten nicht infrage kommen oder nicht nötig sind, kann man zahlreiche kleine Dinge unternehmen, um möglichst wenig Energie ungenutzt zu verlieren. So sollte man beispielsweise darauf achten, dass alle Dichtungen an Türen und Fenstern auch tatsächlich dicht sind und dass es nirgendwo zieht.

Gardinen oder Möbel, die zu nah an Heizkörpern hängen, verursachen Wärmestaus und verhindern, dass sich die Wärme gleichmäßig im Raum ausbreiten kann. Ist der Heizkörper an Außenwänden angebracht, wird jeder zustimmen, dass es unsinnig ist, diese mitzuheizen. Für diesen Zweck gibt es spezielle Wärmereflektoren, die verhindern, dass zu viel Wärme durch die Außenmauer verloren geht.

LüftenAlles öffnen, was möglich ist und nach fünf Minuten wieder zu - so kommt möglichst viel Frischluft rein und es geht wenig Wärme verloren - das spart Energie.© raven / Fotolia.com

Das richtige Lüften bringt's

Lüften muss auch im Winter sein, hier sollte man auf das sogenannte Stoßlüften setzten: Bei kalten Außentemperaturen öffnet man dabei für etwa fünf Minuten alle verfügbaren Öffnungen nach draußen, wobei auch mal ein kräftiger Durchzug durchs gesamte Haus entstehen darf. Ist es draußen wärmer, darf man natürlich auch etwas länger lüften. Mit dieser Lüfttechnik verhindert man, dass das gesamte Haus auskühlt, wie es bei dauerhaft gekippten Fenstern der Fall wäre. Die Wände bleiben warm, weswegen es nach den fünf Minuten Durchzug schnell wieder warm in der Wohnung wird.

Luft im Heizkörper: Entlüften spart Heizkosten

Nicht nur das richtige Belüften der Räume ist wichtig, sondern auch das regelmäßige Entlüften der Heizkörper. Ist zu viel Luft im Heizkörper, so wird dies zu Leistungseinbußen und damit zu höheren Heizkosten führen. Das liegt daran, dass die Wärme über Wasser in den Heizkörper kommt und die Wärme über das Metall des Heizkörpers schließlich an die Raumluft abgegeben wird. Ist nun jedoch viel Luft im Heizkörper, verhindert diese, dass das Wasser den Heizkörper optimal erwärmen kann, da Luft ein schlechter Wärmeleiter ist. Aus diesem Grund ist es ganz wichtig, regelmäßig die Heizkörper auf vorhandene Luft im Inneren zu prüfen und diese gegebenenfalls abzulassen.

Heizung WarmwasserWer sich mit den Einstellungen der Heizung auseinandersetzt - etwa Wasser nur dann aufheizt, wenn es benötigt wird - kann viel Energie einsparen.© Markus Marb / Fotolia.com

Wann wird Warmwasser benötigt?

Oft wird vergessen, dass die Heizung neben der Aufgabe, die Wohnung warm zu halten, meist noch eine weitere hat: die Warmwasserversorgung des Hauses. Jedoch benötigt man Warmwasser nicht mitten in der Nacht oder am Vormittag, wenn man auf der Arbeit ist.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Heizung so einzustellen, dass sie Warmwasser nur für bestimmte Uhrzeiten zur Verfügung stellt. Weitere Maßnahmen wie Wassersparköpfe in der Dusche und an Wasserhähnen sparen Wasser und zudem auch Energie, die durch das Bereitstellen von Warmwasser benötigt wird - beides wird den Geldbeutel erleichtern.

Wie alt ist der Heizkessel?

In vielen Haushalten ist die Heizung nicht mehr die Jüngste - hier sollte man überprüfen, ob sich ein Austausch der alten Heizung nicht lohnen könnte. Grundsätzlich kann man sagen, dass dies bei Heizungen, die älter als fünfzehn Jahren sind, eine bedenkenswerte Möglichkeit ist. Besonders, wenn es im Heizungskeller wärmer als im Rest des Gebäudes ist, geht offensichtlich zu viel Energie an die Umgebung verloren. Wer auf moderne Heizkessel und -pumpen setzt, der spart oft erheblich. Und tragen muss man den Umbau auch nicht alleine: Oft kann man eine staatliche Förderung beantragen.

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