Was kostet die Welt?

Einfach & günstig: Geld sparen mit Calling Cards

Telefonate aus dem Ausland nach Deutschland sind oft ein kostspieliger Spaß. Handys sind zwar auf Reisen ausgesprochen praktische, aber auch teure Begleiter. Eine günstige Alternative sind Calling Cards.

Handykosten Ausland© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Telefonate aus dem Ausland nach Deutschland sind oft ein kostspieliger Spaß. Handys sind zwar auf Reisen ausgesprochen praktische, aber auch teure Begleiter. Kunden deutscher Mobilfunknetze können - mit Ausnahme mancher Prepaid-Card-Nutzer - zwar in gut 100 Ländern mit dem Handy telefonieren, die dafür anfallenden Gebühren übertreffen die Kosten von Inlandstelefonaten allerdings um ein Vielfaches. So läuft für den Handy-Besitzer im Ausland selbst dann der Gebührenzähler, wenn er aus Deutschland angerufen wird. Auch bei Anrufen vom Festnetz aus kann der Reisende von seinen Telefonkosten auf der eigenen Hotelrechnung durchaus negativ überrascht werden.

Wesentlich günstiger ist es, sich vor der Abreise eine Calling Card zu besorgen und die Telefonate in die Heimat über diese via Festnetz oder Handy zu führen. Handy-Gespräche aus Italien beispielsweise sind damit schon für etwa 10 Cent pro Minute zu haben, Anrufe aus den USA ab 25 Cent. Weniger kostspielig ist mittlerweile das Verschicken von SMS aus dem Ausland; aus vielen Ländern zahlt man 29 Cent als Vertrags- oder 49 Cent als Prepaid-Kunde.

Einige Telefongesellschaften bieten auf dem TK-Markt Calling Cards an und versprechen damit ihren Kunden eine hohe Ersparnis beim Telefonieren. Lesen Sie, was Calling Cards sind, wie Sie damit Geld sparen können und welche Anbieter es gibt.

Was ist eine Calling Card?

Der Gebrauch einer Calling Card ermöglicht es dem Kartenbesitzer, zu günstigeren Tarifen, sei es vom Handy aus oder im Festnetz, zu telefonieren. Im Vergleich zu anderen Karten enthält eine Calling Card keinen Chip und lässt sich auch weder in Telefonautomaten noch in Handys stecken. Auf ihr befinden sich lediglich eine Identifikationsnummer und eine Reihe von nationalen Einwahlnummern für den Anbieter. Es handelt sich dabei in der Regel um kostenfreie 0130er- oder 0800er-Nummern. Nach der Anwahl einer dieser Rufnummern muss der User seine Geheimzahl eingeben, um sich zu autorisieren.

Als eine Variante der Calling Card werden Callback Cards angeboten, bei denen der Kunde von der TK-Gesellschaft einen Rückruf erhält, um die eigentliche Verbindung aufzubauen. Für die Besitzer einer Callback Card heißt es also, nach der Eingabe der Zahlenfolge aufzulegen und auf das „Callback“ des betreffenden Unternehmens zu warten. Nach Weiterleitung oder Rückruf telefoniert der Kunde dann im Netz seines Anbieters. Da er sich über eine Gratisnummer eingewählt hat oder zurückgerufen wird, bleibt der Gebührenzähler an dem Telefon, von dem aus gesprochen wird, auf null stehen. Während beispielsweise eine Gesprächsminute vom Handy ins Festnetz über einen Euro kosten kann, fallen bei einer entsprechenden Calling Card nur zirka 30 Cent an.

Da das Geschäft mit den Calling Cards keiner rechtlichen Beschränkung unterliegt, gibt es unter den Anbietern auch immer wieder schwarze Schafe. Viele der sich auf dem Markt befindlichen Firmen sind Unternehmen, die leider nicht immer das einhalten können, was sie versprechen. Eine sorgfältige Auswahl der TK-Gesellschaft hat schon manchen Nutzer vor unliebsamen Überraschungen, wie beispielsweise überhöhten Rechnungen, bewahrt. Eine Reihe von Kriterien, die Ihnen beim Erwerb einer Calling Card helfen können, finden Sie bei uns.

Wie führt man ein Telefonat mit einer Calling Card durch?

Wenn man ein Telefonat über den Calling-Card-Anbieter führen möchte, so wählt man zuerst die für den Anbieter gültige Rufnummer, die in der Regel kostenlos ist. Am anderen Ende der Leitung meldet sich dann eine automatische Ansage, die unter anderem dazu auffordert, die Identifikationsnummer und ein numerisches Passwort einzugeben. Nach dem Eintippen dieser Nummer ist die Leitung frei und man kann wie gewohnt die Rufnummer des gewünschten Teilnehmers wählen und mit ihm telefonieren. Der Vorgang ist ähnlich, wenn ein solches Gespräch vom Handy aus geführt werden soll. Nach der kostenlosen Rufnummer einfach die Identifikationsnummer eingeben und das Gespräch beginnen. Erkundigen Sie sich aber zunächst, ob 0130er- und 0800er-Nummern bei Ihrem Mobilfunk-Provider gratis sind, sonst kann es sein, dass Sie durch den Einsatz mehr ausgeben, als Sie eigentlich wollten.

Worauf sollte man bei der Wahl seines Betreibers achten?

  • Erkundigen Sie sich, wie hoch Anmelde-, Grund- und Abmeldegebühren sind und ob vielleicht weitere oder versteckte Kosten wie beispielsweise Auslandszuschläge auf Sie zukommen können.
  • Überprüfen Sie, ob die Gebühren besonders in die Länder, in die Sie häufig Telefonate führen, günstig sind.
  • Achten Sie darauf, in welcher Währung der Anbieter abrechnet, damit Sie bei Währungsschwankungen keine bösen Überraschungen erleben.
  • Erkundigen Sie sich, welche Sprachen die Telefongesellschaft anbietet, damit es Ihnen möglich ist, eventuell aufkommende Probleme zu beanstanden.
  • Legen Sie Wert darauf, dass Gebühren erst nach dem Zustandekommen der eigentlichen Verbindung und nicht schon beim Rückruf erfasst werden.

Sollte ein Anbieter bei diesen Kriterien schlecht abschneiden oder auch seine Unternehmensdaten und andere Information nicht bekannt geben, ist auf jeden Fall Vorsicht geboten. Suchen Sie sich in diesen Fällen einen anderen Betreiber, damit sich die Anschaffung einer Calling Card auch wirklich lohnt.

Was ist sonst noch zu beachten?

Wer nicht über Telefon mit Mehrfrequenz-Wahlverfahren verfügt oder gedenkt aus dem Ausland über seine Calling Card zu telefonieren, sollte sich mit einem handlichen Gerät ausstatten, mit dem diese Töne erzeugt werden können. Verschiedene Händler bieten bereits für ein paar Euro solche Produkte an. Sollten Sie über einen Anrufbeantworter verfügen, so können Sie für solche Zwecke auch den Fernabfragegeber benutzen, da die Töne international genormt sind.

Wenn Sie aus einen Land in ein anderes anrufen möchten und sich außerhalb der Bundesrepublik aufhalten, müssen Sie in der Regel mit dem doppelten Tarif rechnen. Achten Sie darauf, dass Sie auch bei Inlandsgesprächen stets die internationale Vorwahl voranstellen, da die Gespräche vielfach aus dem Ausland zurück nach Deutschland vermittelt werden. Auch wenn Sie Ihren Nachbarn um die Ecke anrufen, müssen Sie die Vorwahl von Deutschland (0049) eintippen.

Wenn Sie Ihren Betreiber über eine kostenlose Rufnummer erreichen, können Sie auch jederzeit von einer Telefonzelle aus vergünstigte Gespräche führen. Um allerdings eine Leitung zu Ihrem Anbieter zu bekommen, müssen Sie zunächst eine Münze einwerfen, die Sie dann nach dem Gespräch zurück erhalten.

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