Flexibel

DSL ohne Mindestlaufzeit

Wer sich nicht für zwei Jahre an einen DSL-Anbieter bindet, bleibt flexibel und kann auf Preissenkungen der Konkurrenz reagieren. Außerdem kann man wechseln, wenn der eigene Provider günstigere Angebote macht. Unsere Tipps für DSL ohne Mindestlaufzeit!

LAN-Kabel© Aaron Chen / Fotolia.com

Auf dem deutschen DSL-Markt ist nach wie vor mächtig viel los. Alle paar Monate gibt es neue Preisrunden, die Neukunden in aller Regel deutlich bessere Konditionen bescheren als bisher. Entweder sinkt der Monatspreis, oder aber man bekommt größere Inklusivkontingente zum gleichen Preis. Doch was ist mit den Altkunden? Da die allermeisten Anbieter ihre Kunden für zwei Jahre an sich binden, schauen die Bestandskunden bei Preissenkungen oft in die Röhre. Denn ein Wechsel in den neuen, billigeren Tarif wird häufig ausgeschlossen oder erst Monate später gestattet - und dann geht die Mindestvertragslaufzeit wieder von vorne los.

Kurze Laufzeit = hohe Flexibilität

Wer mitspielen will beim Kampf um immer günstigere Tarife, muss flexibel bleiben. Denn eine kurze Mindestlaufzeit bedeutet ja nicht automatisch, dass man den Provider dauernd wechselt, sie ermöglicht beispielsweise auch einen Wechsel in den jeweils günstigsten Tarif des eigenen Anbieters. Auf dem deutschen Markt gibt es zwei große Anbieter, bei denen man monatlich kündigen kann: congstar und Alice. Zudem gibt es einige kleine Provider mit ähnlich kurzen Laufzeiten, die ihre Tarife allesamt an einen DSL-Anschluss bei der Telekom koppeln. Bei solchen kleinen Anbietern findet man manchmal auch noch Volumen- oder by-Call-Tarife, falls man wenig surft und keine Flatrate braucht.

Das Angebot von congstar

Der Telekom-Ableger congstar (www.congstar.de) vermarktet seine Tarife nach dem Baukastenprinzip - jeder kann sich sein Paket selbst zusammenstellen und bekommt so genau das, was er braucht. Das Surfpaket enthält als Basisangebot einen DSL-2000-Anschluss inklusive DSL-Flatrate zum monatlichen Preis von 14,99 Euro. Dieses Basisangebot kann durch verschiedene Extras wie zum Beispiel höhere DSL-Geschwindigkeiten (DSL 6000 und DSL 16.000) oder eine VoIP-Flatrate individuell erweitert werden. congstar verkauft auch Handykarten, für die verschiedene Flatrates zubuchbar sind. Ein Telefonanschluss der Telekom ist für congstar DSL Voraussetzung.

Das Angebot von Alice

Alice (www.alice-dsl.de) bietet drei DSL-Pakete an, die alle einen DSL 16.000-Anschluss beinhalten, sofern der Anschluss beim Kunden diesen Speed ermöglicht. Das günstigste Angebot Alice Light gibt es für 14,90 Euro monatlich, wobei für das Surfen 1,2 Cent pro Minute anfallen. Für 24,90 Euro gibt es eine DSL-Flatrate inklusive. Das Komplettpaket Alice Comfort für 39,90 Euro monatlich beinhaltet DSL- und Telefonanschluss sowie DSL- und Telefon-Festnetzflatrate. Zudem gibt es eine Service-Flatrate und verschiedene Zusatzleistungen. Einen Telekom-Telefonanschluiss braucht man nur dann, wenn man nicht im Alice-eigenen Ausbaugebiet wohnt.

Fazit

Die Preise bei congstar und Alice sind absolut wettbewerbsfähig. Selbstredend gibt es keine kostenlose Hardware, wenn der Kunde jederzeit aus seinem Vertrag aussteigen kann, doch abgesehen davon fährt ein Kunde bei einem Anbieter ohne Mindestlaufzeit keinen Deut schlechter als bei einem Provider, der den Kunden längerfristig bindet. Die eigenen Bedürfnisse sollten entscheiden - und auch der Wohnort fließt mit ein, denn nicht alle Provider sind bundesweit verfügbar. congstar und Alice hingegen kann man überall dort bekommen, wo Anschlüsse der Telekom oder die eigenen Anschlüsse der Alice-Mutter HanseNet liegen.

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