Notlösung

DSL light - der Kompromiss bei schlechter Leitung

Ein DSL-Anschluss mit 16 Mbit/s oder mehr ist aufgrund technischer Gegebenheiten nicht überall verfügbar. In "Grenzgebieten", besonders auf dem Land, ist infolge manueller Leitungsprüfung dennoch das so genannte "DSL light" möglich.

Schneckentempo© Heiko Barth / Fotolia.com

DSL 384 - auch "DSL light" genannt - wird nicht als eigenständiges Produkt, sondern nur auf Nachfrage und einer damit einhergehenden "manuellen" Verfügbarkeitsprüfung angeboten. Das "Light"-Angebot ist für all jene DSL-Interessierten gedacht, die aufgrund technischer Begebenheiten nicht einmal die langsamste DSL-Variante erhalten können.

Manuelle Leitungsprüfung

Sollte die DSL-Verfügbarkeitsabfrage negativ ausfallen, so kann man die Telekom bzw. deren Netz-Reseller (1&1, Vodafone, o2…) um eine manuelle Leitungsprüfung bitten - vielleicht reicht die Leitung nämlich noch für DSL 384 aus. Dann surft man zwar mit verminderter Bandbreite (max. 384 kbit/s Down- und 64 kbit/s Upstream), hat aber trotzdem einen DSL-Anschluss und kann beispielsweise eine Flatrate zum Pauschalpreis nutzen.

Für Nutzer von DSL light kann sich weiterhin eine regelmäßige Verfügbarkeitsabfrage lohnen. Dank stetiger Bemühungen in Sachen Netzausbau kann ein Großteil der deutschen Haushalte auf die eine oder andere Technik zugreifen. Unser Tarifrechner berücksichtigt sowohl DSL-Angebote als auch solche für Kabelinternet, Satellit oder LTE.

Günstige Internet-Tarife finden

LTE als Alternative zu DSL

Zu beachten ist, dass auch mit DSL 384 keine hundertprozentige Netzabdeckung gegeben ist. Wenn Sie nicht auf Kabel-DSL zurückgreifen können und auch kein "DSL light" bei Ihnen verfügbar ist oder wenn Sie mit größerer Bandbreite surfen möchten, so empfiehlt sich als Alternative LTE, welches ist in den letzten Jahren auch für den Festnetzanschluss immer mehr im Kommen ist, sind doch je nach Ort schnellere Geschwindigkeiten als mit einem DSL-Anschluss möglich. Auch Satellit kann sich anbieten; hier ist die Abdeckung nahezu komplett.

VoIP über DSL light?

Für VoIP, über welches heute auch zahlreiche Festnetzanschlüsse realisiert werden, benötigt man eine gewisse Grundgeschwindigkeit, um unterbrechungsfrei telefonieren zu können. Mit 500 Kilobit die Sekunde könnte man einen Versuch starten, besser sind 700 Kilobit und mehr. Probleme macht außerdem meist nicht die Downloadrate, sondern viel eher die Uploadrate, welche deutlich niedriger liegt. Unter 50 Kilobit die Sekunde geht hier kaum etwas. Manche Router, wie zum Beispiel die FritzBox, haben die Möglichkeit, die Sprachpakete stärker zu komprimieren. Nutzt man DSL light, sollte man davon in jedem Fall Gebrauch machen.

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