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Tipps zum Wechsel: So klappt's mit dem neuen DSL-Anbieter

DSL-Anbieter gibt's wie Sand am Meer, doch welcher ist der richtige? Wie man beim Wechsel des Anbieters vorgehen sollte und was man tun kann, um die Problemquote so klein wie möglich zu halten, lesen Sie in diesem Special!

Tarifvergleich© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Es kann so einiges ins Auge gehen bei einem Wechsel des DSL-Providers. Der Markt boomt, und nicht immer machen die Anbieter Versprechungen, die sie später einhalten können. Auch in Sachen Service häufen sich in letzter Zeit die Beschwerden. Zwar ist man gegen eine unterbesetzte Hotline machtlos, doch man kann schon im Vorfeld einiges tun, um manche Probleme beim Anbieterwechsel erst gar nicht aufkommen zu lassen.

1. Neuen Anbieter nicht nur nach dem Preis aussuchen

Das klingt banal, ist es aber nicht. Ebenso, wie man auf der Suche nach einer neuen Versicherung nicht nur auf den Preis schauen sollte, sondern auch darauf, ob sie eine gute "Zahlungsquote" hat, sollte man bei der Suche nach einem neuen DSL-Provider vorgehen. Ein günstiger Preis ist bei weitem nicht alles. Das betrifft nicht nur den Tarif an sich (Ist es wirklich eine Flatrate, oder ist sie gedeckelt?), sondern den gesamten Leistungsumfang.

Für manche Provider ist eine kostenlose oder kostengünstige Hotline selbstverständlich, andere lassen sich diesen Service mit bis zu zwei Euro pro Minute bezahlen. Gerade im Schaden- oder Problemfall zeigt sich, wer kulant und seriös arbeitet und wer eher nicht. Tipp: Wer einen Provider nicht kennt, sollte einfach mal probehalber dort anrufen und den Service testen. Wer übrigens die Hotline anruft, um einen Fehler des Anbieters korrigieren zu lassen, kann versuchen, sich das Geld zurückzuholen (Nachweis der Gesprächskosten mit der Bitte um Erstattung an den Anbieter schicken). Ein Anrecht darauf hat man aber nicht.

Zusätzlich macht es Sinn, sich vor Vertragsabschluss in einschlägigen Internet-Foren über den oder die Provider seiner Wahl zu informieren. Doch man sollte die Einträge mit Augenmaß lesen und bedenken, dass bei Providern mit einer hohen Kundenzahl natürlich häufiger Fehler vorkommen als bei kleineren Providern. Die Beschwerde-Einträge sollten also in Relation zur Größe des Anbieters gesehen werden.

2. Verzögerungen einkalkulieren

Die Sonderangebote der Provider sind eine prima Sache, und oft genug kann man kräftig dadurch sparen. Doch wie immer gibt es auch eine Kehrseite: Gerade bei besonders günstigen Angeboten kommen manche Provider mit der Abarbeitung der Aufträge kaum hinterher. Wenn der Ansturm groß ist, kann es schon mal mehrere Wochen dauern, bis der neue Anschluss geschaltet werden kann. Man sollte also mit Bedacht kündigen und vom neuen Provider eine realistische Terminierung einfordern. Denn die Kündigung des alten Anschlusses muss erfolgt sein, ehe dieser zum neuen Anbieter rübergeswitcht werden kann.

3. Möglichst den neuen Anbieter alles machen lassen

Die mit Abstand günstigste Wechselmethode ist die, den neuen Provider um die Abwicklung des Wechsels zu bitten. Das Problem ist nur, einige machen das, andere jedoch nicht. Wenn es möglich ist, sollte man es nutzen, so minimiert sich das Fehlerpotenzial erheblich. Der neue Anbieter übernimmt auch die Kündigung beim alten; der neue Kunde muss "nur" noch darauf hoffen, dass alles termingerecht über die Bühne geht. Sollten sich die Formalitäten hiermit nicht erledigt haben, muss allerdings Plan B her.

Plan B: Mahnung und Fristsetzung

Nach rund vier Wochen ohne den versprochenen DSL-Anschluss, so der Ratschlag von Verbraucherschützern, sollte man die Schaltung des Anschlusses nochmals schriftlich und mit Fristsetzung anmahnen. Tut sich gar monatelang nichts, so hat man ein Sonderkündigungsrecht, meint die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Die Kündigung sollte (ebenso wie die Fristsetzung) per Einschreiben mit Rückschein versandt werden. Es ist allerdings zu überlegen, ob man diesen Schritt tatsächlich gehen sollte - man hätte lange umsonst gewartet und müsste sich beim nächsten Provider wieder hinten anstellen.

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