Procedere & Kosten

Die Telefonnummer zum neuen DSL-Anbieter mitnehmen

Die alte Festnetz-Nummer zum neuen Anbieter mitzunehmen ist unkompliziert und immer dann möglich, wenn die Vorwahl dieselbe bleibt. Solch eine Rufnummernmitnahme wird auch für DSL-Kunden immer interessanter, je mehr Anbieter eigene Telefonanschlüsse verkaufen.

Telefon© Inga F / Fotolia.com

In Deutschland ist der Komplettanschluss zum Normalfall geworden, dass heißt, derselbe Anbieter stellt seinen Kunden nicht nur einen DSL-Zugang, sondern auch einen Telefonanschluss bereit. Dieser wird im Regelfall übers Internet realisiert, gleichwohl haben die Kunden auch in diesem Fall die Möglichkeit, wie im "normalen" Festnetz ihre alte Telefonnummer mitzunehmen - sofern die Vorwahl gleich bleibt, versteht sich. Man kann mehrere Nummern zum neuen Anbieter mitnehmen, das gilt auch für Durchwahlen, Sammelnummern und ähnliche Features.

Wie viel kostet die Mitnahme der Telefonnummer?

Man sollte damit rechnen, beim alten Anbieter eine Gebühr zahlen zu müssen. Es gibt hier keine gesetzlich festgelegten Grenzen wie im Mobilfunk, die Kosten bewegen sich aber in einem ähnlichen Rahmen. Man sollte mit 25 bis 30 Euro rechnen, die man beim alten Anbieter für die Mitnahme der Rufnummer bezahlen muss. Umgekehrt muss für das Mitbringen der Nummer zum neuen Anbieter meist nichts gezahlt werden, es gibt aber auch Ausnahmen, beispielsweise, wenn mehrere Nummern übertragen werden.

Antrag sollte der neue Anbieter übernehmen

Die Mitnahme der Rufnummer ist im Regelfall unproblematisch und wird zu großen Teilen vom neuen Anbieter erledigt, muss allerdings vom Rufnummerninhaber in Auftrag geben werden. Verweigern kann der alte Anbieter die Herausgabe der Rufnummer nicht, auf Rufnummernmitnahme hat man einen gesetzlichen Anspruch.

Man sollte so viel wie möglich dem neuen Anbieter überlassen, um das Procedere zu vereinfachen - also nicht selbst beim alten Anbieter kündigen, sondern das Kündigungsschreiben dem neuen Provider überlassen, der so den ganzen Vorgang besser terminieren kann. Der Kunde bekommt ein entsprechendes Formular zugeschickt, dass er dann nur noch unterschreiben muss.

Damit eine Rufnummerportierung problemlos über die Bühne geht, ist es nötig, dass alle Angaben beim neuen Anbieter exakt mit denen beim alten übereinstimmen. Andernfalls könnte die Rufnummernportierung abgelehnt werden.

Wichtig: Vertrag nicht vorzeitig kündigen

Der neue Anbieter stellt beim alten einen so genannten Portierungsauftrag und fordert damit den bisherigen Anbieter auf, die Rufnummer des Kunden zu sich zu übertragen. Ein solcher Antrag kann nur gestellt werden, wenn beim alten Anbieter noch ein Vertrag besteht. Wenn der Vertrag bereits beendet wurde, hat man noch 90 Tage im Nachhinein Zeit eine nachträgliche Portierung beim neuen Anbieter zu beantragen. Erfolgt dieser Antrag nicht, ist die alte Nummer verloren.

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