Mobil im Internet

Datenvolumen-Verbrauch schätzen und sparsamer surfen

Wer seinen Datenvolumen-Verbrauch kennt, hat gute Voraussetzungen, bei der Tarifwahl das Passende zu finden. Wir erklären, wie man seinen persönlichen Verbrauch einschätzen kann und geben einige Tipps, wie man Datenvolumen spart.

Handytarife© yo- / Fotolia.com

Unter den Tarifen für mobiles Internet finden sich keine echten Flatrates: Zwar kann man das Internet unbegrenzt nutzen, aber nicht immer mit Maximalgeschwindigkeit. Ist das gebuchte Internetvolumen verbraucht, wird die Sende- und Empfangsgeschwindigkeit heruntergesetzt und Seiten laden gefühlt schneckenlangsam. Um das zu vermeiden, muss der gewählte Internettarif ein ausreichend hohes Datenvolumen beinhalten.

Jedoch bedeutet mehr Datenvolumen grundsätzlich auch eine Mehrbelastung für den Geldbeutel. Zu viel Datenvolumen ist also auch nicht das Wahre. Wer seinen Datenvolumen-Verbrauch gut einschätzen kann, findet einen guten Mittelweg und den passenden Tarif.

Wie findet man seinen Datenvolumen-Verbrauch heraus?

Wer bereits einen Internet-Tarif hat, kann seinen Datenvolumen-Verbrauch einfach von verschiedenen Apps messen lassen. Diese halten den Datenkonsum fest und geben eine recht genaue Rückmeldung, wie viel Datenvolumen verbraucht wird. Anhand dieser Daten kann man ganz einfach seinen neuen Tarif ausrichten. Auch in den Smartphone-Einstellungen selbst gibt der Punkt "Datenverbrauch" Aufschluss über den Verbrauch an mobilen Daten. Wichtig: Man sieht auch, wofür man sein Volumen aufgewendet hat.

Wer bisher noch kein Internet auf seinem Smartphone hat, kann seinen künftigen Verbrauch anhand seiner Nutzungsgewohnheiten schätzen. Dabei gilt die Faustregel, dass man umso mehr Datenvolumen braucht, je häufiger man mit multimedialen Inhalten wie Videos, Musik oder Bildern im mobilen Internet hantiert. Nutzt man seine mobile Datenverbindung jedoch nur für WhatsApp und seine E-Mails, kommt man mit kleinen Datentarifen über die Runde.

100 MB DatenvolumenWie lange reichen 100 MB Datenvolumen?© E-Plus

Was verbraucht wie viel Datenvolumen?

Um eine etwaige Vorstellung vom Verbrauch einzelner Aktionen zu erhalten, hier eine kleine Auflistung:

  • Instant-Messenger: 10 Kilobyte (KB) pro Nachricht, mehr bei angehängten Inhalten
  • E-Mail verschicken: einige KB, mehr bei Anhängen
  • Fahrplan abrufen: 200 KB
  • VoIP-Telefonie, z.B mit Skype: 1 Megabyte (MB) pro Minute ins Festnetz, 3 MB pro Minute zu anderem Skype-Account
  • Musik streamen: 1 MB pro Minute
  • Fünf Minuten Youtube-Video:10-25 MB, je nach Auflösung
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Tipps, um Datenvolumen zu sparen

Wer Datenvolumen sparen möchte, um vielleicht doch bis Monatsende mit dem kleineren Tarif auszukommen, kann dies mit einigen ganz einfachen Kniffen tun. Datenintensive Anwendungen wie zum Beispiel das Aktualisieren von Apps sollten stets über WLAN erfolgen. Automatische Updates lassen sich in den Smartphone-Einstellungen unterbinden. Bei knapp bemessenem Datenvolumen sollte man außerdem lieber auf den ein oder anderen Streaming-Dienst verzichten oder die Qualität herunterregeln.

Wer Datenvolumen sparen möchte, sollte außerdem möglichst mobile Websites besuchen oder Apps nutzen, statt die normale Desktop-Ansicht einer Seite aufzurufen. Viele Websites haben eine spezielle mobile Version, die weniger Datenvolumen kostet. Diese ist in der Regel mit einem m. vor der eigentlichen Internetadresse gekennzeichnet. Schließlich gibt es auch Browser, die die verwendeten Daten komprimieren und so ebenfalls Volumen sparen.

Den passenden Tarif finden

Wer sein Datenvolumen kennt, kann sich auf Tarifsuche machen: Welches Angebot passt am besten zu den eigenen Bedürfnissen? Internetflatrates gibt es bei nahezu jedem Anbieter. Gängige Tarife für Einsteiger und Wenignutzer enthalten 200 oder 500 MB Datenvolumen. Auch wenn man an allen seinen üblichen Aufenthaltsorten WLAN nutzen kann, kommt man eventuell mit einem kleinen Datenvolumen-Kontingent aus. Der Durchschnittsnutzer findet reichlich Angebote, die ein Gigabyte (GB) Daten zum günstigen Preis mitbringen. Vielsurfer dagegen können auf Tarife zurückgreifen, die drei, fünf oder mehr GB beinhalten.

Unser Tipp: Unser Vergleichsrechner für Handy-Tarife kennt zahlreiche Angebote und kann sie untereinander vergleichen. Über verschiedenen Einstellungen können Sie eingrenzen, was Sie sich wünschen und anschließend die gelieferten und vorgefilterten Angebote untereinander vergleichen. Achten Sie insbesondere auch auf Tarife mit der sogenannten "Datenautomatik": Hier wird nicht gleich gedrosselt, wenn das Volumen verbraucht ist, sondern es wird kostenpflichtig weiteres Volumen aufgebucht.

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