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Berufsunfähigkeitsversicherung: Welche ist die richtige?

Hat man sich entschlossen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, muss man sich erst einmal informieren, welche Art von Vertrag oder Tarif die bestmögliche ist. So hat man beispielsweise die Wahl zwischen einer selbstständigen Police und einer Zusatzversicherung.

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Berlin (dapd/red) - Generell gibt es zwei Typen von Berufsunfähigkeitsversicherung. Zunächst wäre da die eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese selbstständige Police ist eine reine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit. Eine Zusatzversicherung verbindet eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer generellen Lösung für die Altersvorsorge. Das Ganze nennt sich Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ). Die BUZ verbindet zum Beispiel eine Risikolebensversicherung, eine Kapitallebens- oder eine Rentenversicherung mit dem Versicherungsschutz für den Fall der Berufsunfähigkeit.

Risikolebensversicherung - sinnvoll wenn man Familie hat

Die Verbindung mit einer Risikolebensversicherung ist in aller Regel sinnvoll, gerade wenn man eine Familie oder einen wirtschaftlich abhängigen Partner hat. Mit einer integrierten Risikolebensversicherung können nämlich auch die Angehörigen finanziell abgesichert werden. Wer ohnehin jemanden abzusichern hat, der bekommt bei dieser Kombination eine Risikolebensversicherung meist zum günstigeren Preis. Wer aller Voraussicht nach keine Hinterbliebenen abzusichern hat, für den macht die BUZ natürlich weniger Sinn.

Anbindung an Rentenversicherung weniger sinnvoll

Weniger empfehlenswert sind Berufsunfähigkeitsversicherungen, die mit einer Kapitallebens- oder Rentenversicherung gekoppelt sind. Denn diese angehängten Sparverträge führen dazu, dass der Berufsunfähigkeitsschutz teuer bis unbezahlbar wird. Außerdem bleibt der gekoppelte Schutz bei Zahlungsschwierigkeiten komplett auf der Strecke: Wird der Vertrag gekündigt oder beitragsfrei gestellt, geht automatisch auch der Invaliditätsschutz verloren. Eine weitere Variante sieht vor, dass bei Berufsunfähigkeit die Versicherung nur dafür einsteht, dass die Beiträge zu einer Rentenversicherung weiterhin gezahlt werden. Wird der Versicherte berufsunfähig, zahlt die Versicherung dann nur die monatlichen Raten für die Altersvorsorge weiter - eine Invalidenrente erhält der Versicherte nicht.

Vorteile kann es bei Kombination mit Rürup-Rente geben

Ebenfalls im Angebot ist die Koppelung einer Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Rürup-Rentenversicherung. Die Steuervorteile der Rürup-Rente erfassen dann auch die Berufsunfähigkeitsversicherung. Bis zu 50 Prozent der monatlichen Prämie dürfen in eine Absicherung gegen Invalidität fließen, ohne dass der Steuervorteil des Rürup-Modells verloren geht. So lässt sich die Risikovorsorge steuerlich fördern, was bei einer normalen Berufsunfähigkeitsversicherung fast nie möglich ist. Allerdings gilt auch beim Rürup-Modell: Kann der Vertrag nicht mehr bezahlt werden, verliert der Versicherte meist den Berufsunfähigkeitsschutz! Das heißt, man sollte sich schon früh darüber im Klaren sein, ob man so viel Kapital besitzt, dass man den jeweiligen Vertrag auf alle Fälle besparen kann. Ansonsten sollte man doch lieber eine reine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.

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