Dienstunfähigkeit

Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte wichtig

Auch als Beamter kann einen das Schicksal der Berufsunfähigkeit treffen. Denn nicht Arbeitsunfälle, sondern psychische Erkrankungen, aber auch Rücken- und Gelenkbeschwerden sind die Hauptursachen für eine Berufs- oder Dienstunfähigkeit. Auch Beamte bekommen dann höchstens 70 Prozent ihres bisherigen Einkommens.

Geschäftsmann© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Im besten Fall erhalten Beamte rund 70 Prozent ihrer letzten Bezüge als Leistung, wenn sie dienstunfähig werden. Jüngere Beamte bekommen deutlich weniger. Daher empfiehlt es sich auch als Beamter, private Vorsorge für den Fall einer BU zu treffen. Grundsätzlich kann jeder Beamte eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen, die ihm eine Rente zahlt, wenn er seinen Dienst nicht mehr ausüben kann.

Problematisch kann der Abschluss - wie bei anderen Arbeitnehmern auch - allenfalls sein, wenn Beamte mit Vorerkrankungen belastet sind. Es wird dann oft schwer, eine bezahlbare Police zu bekommen. Beachten sollte man auch die Altersgrenzen: Die meisten Dienstunfähigkeitsversicherungen bieten lediglich Verträge an, die einen Schutz bis zum 60. Geburtstag bieten. Besser wäre aber eine Rente, die bis zum 65. Lebensjahr gezahlt wird.

Echte Dienstunfähigkeitsklausel ist wichtig

Beamte sollten bei der Dienstunfähigkeitsversicherung darauf achten, dass der Vertrag eine echte Dienstunfähigkeitsklausel hat. Denn nur dann ist gewährleistet, dass die Versicherung zahlen muss, wenn der Beamte seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Bei einer unvollständigen Dienstunfähigkeitsklausel wird im Vertrag festgelegt, dass nur bei einer Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit eine Rente gezahlt wird. Mit einer solchen Klausel sind nur Beamte auf Lebenszeit gut abgesichert.

Beamtenanwärter, Beamte auf Probe und Beamte auf Widerruf werden entlassen und nicht in den Ruhestand versetzt, wenn sie dienstunfähig sind. Damit würde es bei Dienstunfähigkeit keine Leistungen geben.

Welche Zusätze sind sinnvoll?

Wer als Beamter eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen will, hat die Wahl zwischen einer selbstständigen Dienstunfähigkeitsversicherung und einer Dienstunfähigkeitsversicherung als Zusatzversicherung. Letztere ist mit einem weiteren Vorsorge-Vertrag gekoppelt: So gibt es Dienstunfähigkeitsversicherungen, die mit einer Risikolebensversicherung gekoppelt sind und in seltenen Fällen auch Policen, an die eine Kapitallebens- oder Rentenversicherung angehängt ist. Diese sind allerdings wenig empfehlenswert, denn die angehängten Sparverträge führen dazu, dass die Dienstunfähigkeitsversicherung teuer und unflexibel wird.

Sinnvoll kann dagegen eine Dienstunfähigkeitsversicherung in Kombination mit einer Risikolebensversicherung sein: Hier bekommt man eine gute und meist auch preiswerte Möglichkeit, den Partner oder die Kinder günstig abzusichern. Wer keine Familie zu versorgen hat, der ist mit einer selbstständigen Dienstunfähigkeitsversicherung in aller Regel besser beraten.

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