Smartphone-Knigge

Bei der Handynutzung ist nicht alles erlaubt

Mit den Handys der neuesten Generation kann man viel machen. Besonders beliebt sind dabei Schnappschüsse auf Partys oder im Urlaub, die man dann natürlich über das Smartphone auch gleich bei Facebook und Co postet. Nutzer sollten allerdings das Thema Datenschutz nicht aus den Augen lassen, denn auch mit dem Handy ist nicht alles erlaubt.

Smartphone© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Wer heutzutage ein Handy hat, wird damit in aller Regel nicht nur telefonieren oder SMS verschicken, denn die meisten Geräte können inzwischen sehr viel mehr. Gerade mit Smartphones kann man auf Partys oder im Urlaub ein paar Schnappschüsse machen und diese dann gleich bei Facebook einstellen.

Doch hier sollte man vorsichtig sein! Nicht nur, weil man eventuell Peinlichkeiten ins Netz stellt, die sich später nur schwer wieder löschen lassen, sondern auch, weil Fotos und Filme zu den persönlichen Daten gehören. Diese Daten unterliegen einem besonderen Schutz, "Recht am eigenen Bild" heißt das in der Fachsprache. Gemeint ist damit, dass private Fotos und Aufnahmen von Personen nur mit deren ausdrücklichem Einverständnis veröffentlicht werden dürfen. Das schließt auch das Einstellen bei Facebook oder ähnlichen Portalen und Netzwerken mit ein.

Worauf man bei Internet-Inhalten achten muss

Auch sollte man andere Personen nicht heimlich fotografieren oder filmen, denn dabei missachtet und verletzt man möglicherweise Persönlichkeitsrechte. Eine weitere Funktion, die moderne Mobiltelefone ermöglichen, ist das Herunterladen von Musik, Filmen, Büchern und anderen Inhalten aus dem Netz. Dank MMS oder Bluetooth kann man diese Inhalte auch relativ einfach an andere Personen weitergeben. Was viele, die Filme, Musik, Fotos etc. weiterverbreiten, vergessen, ist das Urheberrecht: Wer fremde Inhalte gar in Tauschbörsen verbreitet oder auf die eigene Homepage stellt, muss mit einer Abmahnung rechnen und das kann teuer werden.

Die einzige Ausnahme stellen sogenannte Privatkopien dar. Von einer Privatkopie spricht man, wenn Inhalte nur an Verwandte oder gute Freunde weitergegeben werden. Das Informationszentrum Mobilfunk e.V. rät deshalb, insbesondere Kinder und Jugendliche über Datenschutz und Urheberrecht aufzuklären. Sie müssten wissen, welche Folgen ein Missbrauch haben kann. Außer aus juristischer Sicht sind Verhaltensweisen wie heimlich Fotos zu machen und ins Netz zu stellen oder fremde Inhalte zu kopieren natürlich auch allgemein fragwürdig und gehören mit Sicherheit nicht zum guten Ton.

Wie man Datendiebstahl vermeidet

Wer sein Smartphone sicher und sinnvoll nutzen will, sollte natürlich auch auf die eigene Datensicherheit achten: Persönliche Angaben wie Name, Adresse oder Zugangsdaten sollten anderen Personen möglichst gar nicht zugänglich sein. Fotos und Filme, die man auf seinem Mobiltelefon gespeichert hat, sollte man nur an wirklich vertrauenswürdige Personen weitergeben.

Um Datenklau vorzubeugen, schaltet man Funktionen wie Bluetooth am besten ganz aus, solange man sie nicht nutzt. Besonders aufpassen muss man hinsichtlich der Datensicherheit auch bei Smartphones, denn diese sind bisher noch nicht ausreichend gegen Hackerangriffe zu schützen.

Mehr zum Thema
  • Bluetooth

    Bluetooth

    Die Schnittstelle Bluetooth ist mittlerweile in zahlreichen Geräten verbaut: Ob Smartphone, Laptop, Funkkopfhörer oder Kamera: Überall findet man die Nahfunktechnik zur Datenübertragung und weiß meist doch nicht so ganz, was dahinter steckt. Wir erklären es!

    weiter
  • Datenschutz

    Datensicherheit

    Datenschutz und Datensicherheit sind aktuell in aller Munde. Nicht zuletzt liegt das sicherlich an den breit diskutierten Datenskandalen. Durch den zunehmenden Datenhunger werden Datenschutz und Datensicherheit in Zukunft immer wichtiger werden.

    weiter
Top