Umzug mit dem Kfz

Auto ummelden: Was muss ich wissen?

Wer umzieht, muss nicht nur sich selbst beim zuständigen Amt anmelden, sondern auch sein Auto. Damit möglichst wenig Zeit beim Auto ummelden verloren geht und Sie alles Nötige bei der Zulassungsstelle vorlegen können, haben wir hier zusammengestellt, was Sie wissen müssen.

Fahrzeugbrief© FM2 / Fotolia.com

Ist man umgezogen, hat man einiges um die Ohren. Nicht vergessen sollte man jedoch das Ummelden seines Autos. Der Weg zur zuständigen Zulassungsbehörde wird sich nicht vermeiden lassen. Die zuständige Zulassungsbehörde für den neuen Wohnort lässt sich auf der Website des Kraftfahrt-Bundesamtes oder über eine Suche mit der Suchmaschine der Wahl herausfinden. Eine Abmeldung bei der vorherigen Behörde ist nicht notwendig. Diese läuft parallel zur Anmeldung bei der neuen Zulassungsstelle.

Verspätete Ummeldung kann ein Bußgeld kosten

Wer den Behördengang versäumt, muss mit einem Bußgeld rechnen, da die Fahrzeugzulassung zwecks Kommunikation und Errechnung der Versicherungsprämien an eine aktuelle Adresse gebunden ist. Die Ummeldung hat "unverzüglich" zu erfolgen, festgelegte Fristen gibt es jedoch nicht, sodass jede Zulassungsstelle anders entscheiden kann. Zeiträume bis zu einem Monat sind jedoch noch im Rahmen.

Wer mag, kann seit Anfang 2015 sein altes Kfz-Kennzeichen behalten – auch wenn der Kreis gewechselt wird. Alternativ kann man das Auto natürlich auch auf sein neues Wunschkennzeichen ummelden.

Was wird gebraucht, um das Auto umzumelden?

Damit der Gang zu Zulassungsstelle möglichst schnell und ohne Verzögerung funktioniert, sollte man sich vorab alle nötigen Unterlagen zurechtlegen. Benötigt werden beide Teile der Zulassungsbescheinigung, die aktuelle Haupt- und Abgasuntersuchung, der Personalausweis und eine Einzugsermächtigung für die KFZ-Steuer. Auch den Versicherungsnachweis der KFZ-Haftpflicht in Form der eBV-Nummer sollte man nicht vergessen. Die benötigte Nummer kann man mit einem Anruf bei der zuständigen Versicherung erfragen.

Wie viel Zeit und Geld kostet die Ummeldung?

Um lange Wartezeiten zu vermeiden, setzen zahlreiche Zulassungsbehörden nicht mehr länger aufs Nummern-Ziehen, sondern auf eine Terminvereinbarung. Am besten man informiert sich vorab, wie die Zweigstelle vor Ort die Ummeldung handhabt. Bei manchen Zulassungsstellen ist auch die Online-Einreichung aller nötigen Unterlagen möglich, trotzdem muss man noch einmal vor Ort vorstellig werden, um die Ummeldung amtlich zu machen. Ein vollständiges Ummelden auf Internet-Basis ist bisher (Stand Anfang 2016) nur in Hamburg möglich.

Ganz ohne Geld in der Tasche sollte man nicht zur Zulassungsbehörde fahren. Gängig sind Ummeldegebühren zwischen 20 und 30 Euro. Ist man lediglich innerhalb des Zulassungsbezirkes umgezogen, kostet die Ummeldung nur 12 Euro. Möchte man ein neues Nummernschild, kommen zudem die Kosten für den Schilderdruck hinzu, welche sich ebenfalls auf 20 bis 30 Euro belaufen.

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