Finanzierung

Kein Geld während der Ausbildung? Zuschüsse helfen!

Das Geld kann in der Ausbildungszeit knapp sein. Es gibt jedoch einige Zuschüsse, auf die man in dieser Zeit zurückgreifen kann, beispielsweise die Ausbildungsbeihilfe, Wohngeld oder Kindergeld. Welche finanzielle Hilfe man sich wo holen kann, lesen Sie hier!

lernen© Moritz Wussow / Fotolia.com

Eine gute Ausbildung legt den Grundstein fürs spätere Berufsleben und Einkommen. Viele Auszubildende werden schon während ihrer Lehre bezahlt, doch das Ausbildungsgehalt ist nicht immer üppig. Damit das Geld nicht knapp wird und man aus diesem Grund nicht von seinem Traumberuf absehen muss, gibt es Hilfen von staatlicher Seite. Wir erklären die Möglichkeiten, während der Ausbildung an zusätzliches Geld zu kommen.

Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr

Während einer Ausbildung wird vom Staat grundsätzlich noch Kindergeld gezahlt. Für das erste und zweite Kind sind das monatlich immerhin 184 Euro. Dieses kann bis zum 25. (in Ausnahmen auch bis zum 26.) Lebensjahr empfangen werden, sofern man sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befindet und wöchentlich nicht mehr als 20 Stunden arbeitet. Ausgenommen von dieser 20-Stunden-Regel ist selbstverständlich das Ausbildungsverhältnis.

Auch wenn man nach der Ausbildung als arbeitssuchend gemeldet ist, kann Kindergeld weiter bezogen werden. Dabei wird das Geld grundsätzlich an die Eltern gezahlt – wer nicht mehr im Elternhaus wohnt, kann im Ausnahmefall auch beantragen, dass das Kindergeld direkt auf das eigene Konto überwiesen wird (Abzweigungsantrag). Es muss jedoch dargelegt werden, dass die Eltern ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen.

Berufsausbildungsbeihilfe wird individuell errechnet

Die Berufsausbildungsbeihilfe, kurz BAB, wird vom Staat gezahlt, sofern man sich in einer Erstausbildung befindet, die staatlich anerkannt ist, und wenn man nicht mehr bei den Eltern wohnt. Es handelt sich quasi um das "Azubi-BAFög". Um BAB zu erhalten, muss man einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen Agentur für Arbeit stellen. Hier wird sowohl das eigene als auch das Vermögen der Eltern abgefragt. Anhand dieser Angaben wird anschließend ein individueller Förderungsbetrag errechnet. Maximalbeträge sind 572 Euro für die Lebenshaltungskosten eines Auszubildenden mit eigener Wohnung und maximal 476 Euro Fahrtkostenzuschlag.

Findet die Ausbildung an einer Berufsfachschule, einer Abendschule oder an einem Kolleg statt, greift wiederum das BAFöG.

Wohngeldzuschuss

Wer BAB bezieht, erhält pauschal einen Mietkostenzuschuss für Auszubildende außerhalb des Elternhauses. Reicht dieser nicht aus, kann man innerhalb der BAB einen weiteren Antrag zum Wohngeldzuschuss stellen. Hierbei soll der Unterschied zwischen dem Pauschalzuschuss und der tatsächlichen Miete ausgeglichen werden. Separates Wohngeld kann nur von volljährigen Mietern beantragt werden, wenn dem Auszubildenden keine BAB zusteht, was etwa bei einer Zweitausbildung der Fall ist.

Unterhalt von den Eltern

Bei nicht volljährigen Kindern haben die Eltern – im Rahmen des wirtschaftlich Leistbaren – für den Unterhalt zu sorgen. Dies gilt auch für erwachsene Kinder, wenn diese ihre erste Ausbildung noch nicht abgeschlossen haben. Am besten man setzt sich mit den Eltern gemeinsam an den runden Tisch und spricht über Zahlung und Höhe des Unterhaltes. Im Notfall kann man diese Zahlung auch vor Gericht einklagen.

Nebenjob füllt leere Geldbeutel

Wem die Zuschüsse nicht ausreichen oder nur wenig erhält, kann seine Kasse natürlich mittels eines Nebenjobs auffüllen. Nebenjobs bis 400 Euro werden nicht auf die Berufsausbildungsbeihilfe angerechnet. Bei der Aufnahme eines Nebenjobs ist der Ausbildungsbetrieb zu informieren, welcher die Entscheidung zu dulden hat, sofern die eigentliche Ausbildung dadurch nicht beeinträchtigt und eine bestimmte Wochenarbeitsstundenzahl nicht überschritten wird. Jugendliche unter 18 Jahren dürfen nicht über 40 Stunden die Woche, Erwachsene nicht über 48 Wochenstunden arbeiten.

Sparen durch spezielle Angebote für Auszubildende

Natürlich bleibt auch mehr Geld hängen, wenn man es nicht bei jeder Gelegenheit mit vollen Händen um sich wirft und Sparmaßnahmen ergreift. So gibt es zahlreiche Angebote für Auszubildende, dank welcher mehr Geld übrig bleibt. So gibt es bei zahlreichen Banken beispielsweise kostenlose Girokonten für Auszubildende, Spartarife für Handy und Internet, vergünstigte Eintrittspreise und Tickets bei öffentlichen Verkehrsmitteln und einiges mehr.

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