Nachtspeicherstrom für Haushaltsgeräte und Heizung
Nachtspeicherstrom ist nicht unumstritten und wird von vielen als Auslaufmodell angesehen. Gründe sind zum einen die steigenden Strompreise, durch die auch Heizstromtarife zunehmend unrentabel werden. Zum anderen wird dieser "Exot" unter den Stromtarifen von immer weniger Anbietern, meist nur von den Grundversorgern, angeboten.
Sinnvoll kann Nachtspeicherstrom für jene sein, die dementsprechende Heizungen besitzen. Also solche, die ihre Wärme sozusagen über die normale Steckdose gewinnen, zum Beispiel mit Nachtspeicherheizungen. Gleiches gilt auch für derartige Warmwasserspeicher.
Nachtspeicherstrom: Die Preise steigen…
Da Kraftwerke nachts eher weniger ausgelastet sind, war die ursprüngliche Idee, den dann produzierten Strom zu nutzen und ihn günstiger an den Verbraucher abzugeben. Doch die immer steigenden Preise von Nachtspeicherstrom machen diese Vorteile zunichte und stellen zudem eine weitere Problematik dar. Denn die mit ihm betriebenen Geräte laden sich nachts auf und speichern die Energie, um sie in Wärme umzuwandeln und tagsüber abzugeben. Da ein Speicher aber nicht unendlich ist, kann es passieren, dass die Heizung schneller entladen wird als gewollt. Im normalen Alltag reicht die übliche Ladung Nachtspeicherstrom aus. In sehr kalten Wintern kann es aber passieren, dass nachgeladen werden muss. So oder so, die Kosten für eine stets aufgeladene Stromheizung beziehungsweise ständig warmes Wasser können enorm sein.
Das Problem beim Nachtspeicherstrom: Durch die hohen Strompreise lohnt eine Nachtspeicherheizung weder ökonomisch noch ökologisch.
(Foto / Abb.: Andreas F. / Fotolia.com)
… und Nachtspeicherstrom Anbieter sind rar
Vielerorts bedeutet der Bezug von Nachtspeicherstrom über den Grundversorger, dass es zum einen keine alternativen Nachtstromanbieter gibt und der Kunde zum anderen an die Preispolitik seines Lieferanten gebunden ist. Zwar fordern sowohl Bundeskartellamt als auch die Bundesnetzagentur einen verstärkten Wettbewerb im Geschäft um den Nachtstrom. Gleichzeitig müssen viele Nutzer per Bundesverordnung bis zum Jahr 2020 ihre Elektroheizung umrüsten, so dass dann immer weniger Verbraucher Nachtspeicherstrom nutzen können.
Nachtspeicherstrom: Befürworter argumentieren hartnäckig
Befürworter von Nachtspeicherstrom argumentieren, dass diese Heizform heutzutage mittels Ökostrom beziehungsweise Eigennutzung von Sonnenenergie sowohl ökonomisch als auch ökologisch vertretbar sei. Über Solarkollektoren könne problemlos Warmwasser gewonnen, die Kosten für den Nachtspeicherstrom via Photovoltaikanlage und Stromeinspeisung wieder rausgeholt werden. Möglichkeiten, die in Betracht gezogen werden können, deren Schwierigkeiten aber bedacht werden sollten. So muss eine solche Anlage oft über Jahre abgezahlt werden, bevor sie sich amortisieren kann. Zudem liefert eine Solaranlage je nach Lage und Sonneneinstrahlung gerade im Winter möglicherweise nicht genug Energie. Eine Umrüstung auf eine alternative Heizungsart kommt ebenfalls infrage. Solche Aspekte verdeutlichen, wie diskutabel das Thema Nachtspeicherstrom ist.
Alternativ heizen: Wärmepumpe
Die Wärmepumpe ist eine immer beliebtere und dabei moderne Art des Heizens. Auch die Wärmepumpe benötigt zwar Strom, um betrieben zu werden, die Wärme jedoch gewinnt die Pumpe aus Luft, Erde oder Grundwasser.
WärmepumpeAlternativ heizen: Holzpellets
Holzpellets haben mehrere Vorteile: Sie sind günstiger als Gas oder Öl, die Preise sind stabiler und sie werden teilweise auch aus Holzabfällen hergestellt. Deshalb entscheiden sich auch immer mehr Verbraucher für eine Pelletsheizung.
Holzpellets





