Stufe 3

Zwischenfall in Belgien: Radioaktives Jod ausgetreten

Bereits vor etwa zehn Tagen ist in einem Atom-Forschungsinstitut nahe Brüssel radioaktives Jod ausgetreten. Erst Ende letzter Woche haben die Behörden Alarm geschlagen. Der Zwischenfall wurde auf der Stufe 3 der INES-Skala eingestuft.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Brüssel/Mainz (ddp-rps/sm) – Im Umfeld eines Instituts für Radioelemente seien leicht erhöhte Strahlungswerte gemessen worden, da radioaktives Jod ausgetreten sei, berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf die belgische Atomaufsicht.

In der Anlage werden Radioisotope für die medizinische Therapie hergestellt. Nach dem Zwischenfall, der sich bereits am Montag ereignet haben soll, wurde der Betrieb in der Anlage von den belgischen Behörden eingestellt. Der Störfall wurde auf der Stufe 3 der INES-Skala eingestuft. Erst in der Nacht zu Freitag wurde die EU-Kommission über den Vorfall informiert und habe dann alle Mitgliedsstaaten informiert.

Im Umkreis um die Anlage waren vorsorglich Einschränkungen für den Genuss von Nahrungsmitteln wie Frischmilch, Früchten und Gemüse ausgesprochen worden. Den Angaben zufolge handelte es sich um einen ernsten Störfall mit einer jedoch sehr geringen Strahlenexposition.

Conrad gibt Entwarnung für Rheinland-Pfalz

Für Rheinland-Pfalz besteht nach Angaben des Umweltministeriums keine Gefahren. So sei im Land nach einer Messung keine Erhöhung der Radioaktivität in der Umwelt festgestellt worden, teilte das Ministerium am Freitag mit.

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