Reparaturarbeiten

Zweiter Maschinentransformator erreicht AKW Krümmel

Begleitet von Protesten hat ein zweiter Maschinentransformator am Mittwoch das Gelände des Atomkraftwerks Krümmel erreicht. Anders als beim ersten Transport kam der Sattelzug auch relatv zügig voran. Das AKW steht nach dem Brandschaden im Juni 2007 mit einer kurzen Ausnahme immer noch still.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Geesthacht (ddp/red) - Mit einem über die Straße gespannten Drahtseil hatten Atomkraftgegner den Transport des 446 Tonnen schweren Trafos vom Hafen Geesthacht zum AKW-Gelände kurzzeitig behindert, wie eine Polizeisprecherin auf ddp-Anfrage sagte. Sechs Aktivisten seien für die Zeit des Transports in Gewahrsam genommen worden.

Der Transport benötigte für die 3,5 Kilometer lange Strecke vom Hafen Geesthacht zum AKW Gelände 50 Minuten. Rund 120 Polizisten waren im Einsatz. Die Proteste seien friedlich verlaufen, sagte die Polizeisprecherin.

Den Transport des ersten Maschinentrafos hatten Atomkraftgegner Ende März mit mehreren Aktionen verzögert. Kurz vor der Ankunft des Transports gelang es zwei Aktivisten bei einem kurzen Stopp des Sattelzuges, sich zwischen die Räder zu klemmen.

Das AKW Krümmel steht derzeit still. Ende Juni 2007 war ein Transformator nach einem Kurzschluss in Brand geraten. Nach zwei Jahre andauernden Reparaturarbeiten ging der Meiler im Juni 2009 kurzzeitig wieder ans Netz. Am 4. Juli 2009 wurde der Reaktor nach einem Kurzschluss im Maschinentransformator per Schnellabschaltung erneut vom Netz genommen.

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