Gastrasse

Zweiter Leitungsstrang der Ostseepipeline angelandet

Zwei Wochen nach der Anlandung der deutsch-russischen Ostseepipeline auf dem europäischen Festland hat auch der zweite Leitungsstrang der künftigen Gastrasse das Ufer bei Lubmin erreicht. Der Rohrstrang sei am Freitagabend mit einer Hochleistungswinde vom Greifswalder Bodden an den Strand gezogen worden.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Lubmin (ddp/red) - Das teilte das Betreiberkonsortium Nord Stream am Samstag mit. Zuvor waren an Bord des italienischen Verlegeschiffs "Castoro 10" jeweils zwölf Meter lange Segmente zu einer etwa 1000 Meter langen Rohrverbindung miteinander verschweißt und mit Schwimmkörpern versehen worden. Anschließend wurde der Strang zu Wasser gelassen und durch einen vorgefertigten Spundwandgraben östlich des Lubminer Hafens an Land gezogen.

Inzwischen habe das Schiff mit der Verlegung in den zentralen Bodden hinein begonnen, sagte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur ddp. Vor der deutschen Küste seien bereits rund acht Kilometer des ersten und etwas mehr als ein Kilometer des zweiten Pipelinestrangs verlegt worden.

Auch in der zentralen Ostsee gehen die Arbeiten planmäßig voran. Den Angaben zufolge hat das Verlegeschiff "Castoro 6" im Seegebiet vor Schweden und Finnland inzwischen etwa 230 der insgesamt 1220 Kilometer langen Trasse in 140 Metern Tiefe auf den Meeresboden abgelegt.

Die Ostseepipeline soll nach ihrer Fertigstellung 2012 jährlich rund 55 Milliarden Kubikmeter sibirisches Erdgas nach Lubmin transportieren.

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