Niedrigenergiehaus im Bestand

Zweite Runde der Effizienzoffensive im Gebäudebereich startet

Wer den Energiebedarf seines Hauses um bis zu 80 Prozent senken möchte, kann sich jetzt für das Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) bewerben. Bis zu 110 vorbildliche Sanierungsvorhaben können aufgenommen werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Tilo Braune, Staatssekretär im Bundesbauministerium: "Mit dem Projekt ebnen wir den Weg für innovative Energiespartechnologien bei der Sanierung von Wohngebäuden. Das schafft Anreize für Investitionen, senkt bei verbessertem Wohnkomfort die Energiekosten, trägt zum Werterhalt einer Immobilie bei und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele der Bundesregierung."

Ob Eigenheimbesitzer oder großes Wohnungsbauunternehmen - das Projekt steht erstmals für alle Eigentümer offen, deren Wohngebäude vor 1979 errichtet wurde. Ein Netz von regionalen Partnern steht für Beratungen und Hilfestellungen zur Verfügung. Durch die Sanierungsmaßnahmen soll der Energiebedarf eines vergleichbaren Neubaus um mindestens 30 Prozent unterschritten werden.

Für die Teilnehmer des Modellprojekts stellt die KfW-Bankengruppe zusätzliche zinsgünstige Darlehen von 50 Euro bis 250 Euro als Modellförderung bereit. "Mit unserem KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm bieten wir günstige Konditionen für die energetische Sanierung von Altbauten." führte dazu Dr. Peter Sickenberger, Direktor KfW Förderpolitik, aus.

Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Neubau

    KfW fördert auch barrierefreien Umbau

    Wer sein Zuhause seniorengerecht umbauen will, kann nun auch Zuschüsse von der KfW-Förderbank erhalten. Daneben gibt es Kredite zu günstigen Zinsen. Unter anderem kann der Einau bodengleicher Duschen gefördert werden.

  • Preissteigerung

    Energie-Agentur will Heizkosten eindämmen

    Eine Heizkostenbremse muss laut dena her. Die Energie-Agentur fordert aktuell die Koalition dazu auf, sich stärker für die Maßnahmen zur Sanierung bestehender Gebäude einzusetzen, um diese energieeffizienter zu gestalten. Es würde immer nur über den Strompreis geredet, dabei sei eine Eindämmung der Heizkosten genauso wichtig.

  • Strompreise

    Greenpeace: Wärmedämmung könnte Tausende neuer Jobs schaffen

    Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die Bundesregierung aufgefordert, künftig im Rahmen der Wärmeschutzverordnung Wohneigentümer zur Sanierung ihrer Gebäude zu verpflichten. Im Hamburger Raum aufgenommene Thermografie-Bilder hätten eine massive Energieverschwendung durch fehlende Wärmedämmung gezeigt.

  • Energieversorung

    Solarstrom: Steuerliche Vorteile durch Netzeinspeisung

    Eigentümer privater Photovoltaikanlagen, die ihren umweltfreundlich erzeugten Strom ins öffentliche Netz einspeisen, erhalten für 20 Jahre eine Vergütung von 54,53 Cent pro Kilowattstunde. Wer den Strom dauerhaft ins Netz einspeist, gilt zudem umsatzsteuerlich gesehen als Unternehmer und erhält steuerliche Vorteile.

  • Stromtarife

    dena veranstaltet Konferenz zum Gebäudeenergiepass

    Auf der internationalen Konferenz ENERCERT 2005, die von der dena am 15. und 16. März 2005 in Frankfurt/Main veranstaltet wird, haben 350 Teilnehmer aus allen EU-Ländern die Möglichkeit, Erfahrungen und Problemlösungen insbesondere zur Einführung von Gebäudeenergiepässen auszutauschen.

Top