Nullemission im Verkehr

Zweiräder mit Elektroantrieb und NaturEnergie im Tank

In Berlin wurde heute die Initiative "1000 Nullemissionsfahrzeuge zum subventionierten Preis" gestartet. Der Ökostromversorger NaturEnergie promotet dabei zusammen mit Partnern umweltfreundliche Elektrozweiräder.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Fahren mit kräftiger Beschleunigung ohne Abgase und Lärm. Was sich wie ein Zukunftstraum für die vom Verkehr gestressten Großstadtbewohner anhört, kann ab sofort in der Bundeshauptstadt Berlin Wirklichkeit werden. Elektroleichtfahrzeuge mit geringem Verbrauch wie Motorroller, Leichtmofas, Power-Bikes und E-Kickboards, die ihre Leistung aus rein regenerativen Stromquellen beziehen, sorgen für Mobilität ohne Emissionen.

Die innovativen Fahrzeuge werden von der Firma mikrobility verkauft und vermietet, für den "grünen" Strom sorgt der Ökostromanbieter NaturEnergie AG aus Grenzach-Wyhlen. Der BUND-Landesverband Berlin unterstützt die Initiative, um den Berlinern ganz konkrete Angebote für eine umweltfreundliche Mobilität der Zukunft mit viel Lebensqualität zu machen. Zusammen wollen die Partner der Initiative die Werbetrommel rühren: Die ersten tausend Kunden, die sich für den Kauf eines Elektroleichtfahrzeugs bei gleichzeitigem Abschluss eines zweijährigen Stromvertrags mit der NaturEnergie AG entscheiden, müssen 300 Mark weniger zahlen. "Wir möchten tausend Nullemissionsfahrzeuge auf die Straßen bringen", sagte NaturEnergie-Vorstand Andreas Fußer bei der Vorstellung der Initiative in Berlin. "Die leistungsstarken Elektroleichtfahrzeuge machen nicht nur ökologisch Sinn, sondern bringen auch viel Spaß und können zuhause wieder betankt werden", so der Vorstand des Ökostromanbieters. Sie seien eine gute Möglichkeit, erneuerbare Energie zu "er-fahren".

Mit ihren Leistungsdaten müssen sich die E-Roller und E-Mofas nicht hinter ihren benzinbetriebenen Brüdern verstecken. In Punkto Spritkosten unterbieten die Elektrozweiräder ihre fossilen Gegenstücke sogar um das fünf- bis zehnfache. "Durch die niedrigen Betriebskosten macht sich der höhere Anschaffungspreis der Elektrofahrzeuge, besonders in Zeiten steigender Benzinpreise, schnell bezahlt", erklärte Norman Heeg, Geschäftsführer der mikrobility GmbH, in Berlin. Neueste Entwicklung von mikrobility ist das Solar-Kickboard, welches heute erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Der BUND steuerte einige Zahlen bei: Bereits 70 Prozent der Berliner Straßen sind mit mehr als 65 Dezibel [A] derart verlärmt, dass für die dort lebenden Anwohner nachweislich ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko besteht. Alleine durch Dieselruß-Abgase müssten in der Bundesrepublik jährlich mehrere hundert Menschen sterben. Mit den Nullemissionsfahrzeugen sei ein Durchbruch gelungen, der die Lärmbelastung und den Kohlendioxid-Ausstoß einer Fahrzeugart praktisch auf Null setzen kann, so Stefan Bundscherer. Die Umweltschützer werden unter ihren Mitgliedern und Förderern für den Kauf der Elektrozweiräder in Kombination mit einem NaturEnergie-Stromvertrag werben.

Das Mieten der attraktiven Roller, Leichtmofas ohne Helmpflicht und Power-Bikes ist ab 15 Mark pro Stunde, zum Beispiel für einen Elektroroller möglich. Ein Power-Bike erhält man zu diesem Preis schon für drei Stunden. Die Vermietung erfolgt über die mikrobility-Hotline 01803-117711 oder direkt in den Heckmann Höfen, Oranienburger Straße 32, täglich von 11 bis 20 Uhr.

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